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autoufall mit pkw, der auf jemand anderen zugelassen ist

01.07.2008 19:55 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


hallo,

ich habe vor 2,5 monaten mit einem pkw einen unfall mit einer radfahrerin gehabt.

schuld war ich, da ich den radfahrer beim rechts-abbiegen übersehen hatte. polizei wurde beim unfallgeschen nicht hinzugezogen.

das fahhrrad erlitt totalschaden, wert ca. 500€ und die fahhraddfahrrerin war, aufgrund von prellungen 3 tage arbeitsunfähig.

so, nun der problematische teil:

der pkw ist auf den vater meines lebensgefährten zugelassen gewesen und wie ich bei der versicherung erfahren habe, hat er dort angegeben, dass nur er das fahrzeug fährt. er ist allerdings 85 jahre alt, lebt im altenheim und gesundheitlich gar nicht mehr in der lage gewesen einen pkw zu lenken. deshalb hat er mich des öfteren gebeten, ihn zu arztbesuchen, bzw. sonstigen terminen zu fahren, oder ab und an besorgungen mit seinem pkw zu erledigen. ausserdem hat er es genossen, wenn ich mit ihm und meiner tochter, senem enkelkind, ab und an mal einen ausflug unternommen habe.

ich habe den schaden am nächsten tag bei seiner kfz-versicherung gemeldet und seitdem haben wir von der versicherung nichts mehr gehört...auch von seiten der geschädigten fahrradfahrerin kam keine post.

heute nun bekam ich vom amtsgericht coburg, "zentr. mahngericht", einen mahnbescheid über 3867,45.-€ zugestellt. als antragsgegner ist die huk-coburg, bei der ist das fahrzeug versichert gewesen, angegeben und als antragssteller ist die geschädigte radfahrerin aufgeführt, die sich wohl anwaltlich vertreten hat lassen, da die adresse von prozessbevollmächtigten anwälten angegeben ist.

der betrag von 3867,45 gliedert sich in:

I. hauptforderung (schadensersatz aus unfall gem. anspruchschreiben vom 13.05.08: 3418,85.-€

II. kosten (gerichtskosten, porto, rechtsanwaltkosten, auslagen): 332,47.-€

III. nebenforderungen (anwaltsvergütung für vorgerichtl. tätigkeit): 105,02.-€

IV. zinsen(vom antragsteller ausgerechnete zinsen vom 16.05.08 bis 04.06.08: 11,11.-€

so, nun habe ich laut schreiben 2 wochen zeit den betrag zu überweisen, andernfalls wird zwangsvollstreckung angedroht. wie gesagt, ich habe bisher keinerlei post bekommen und nun so was.
soll ich den betrag überweisen oder mich in dieser sache anwaltlich vertreten lassen?

der vater meines lebensgefährten, auf dessen namen der pkw versichert war, ist übrigens vor 2 wochen verstorben.

für eine schnelle antwort, die mir in dieser sache weiterhilft, wäre ich dankbar.

Sehr geehrter Ratsuchende, sehr geehrter Ratsuchender,

1) Zunächst ist es richtig, dass der Radfahrerin (Geschädigte) ein Direktanspruch ggü. der hinter dem Vater ihres Lebensgefährten („Vater“) stehenden Haftpflichtversicherung zusteht ( § 3 PflVG).
2) Ferner hätte ihr ein Anspruch ggü dem „Vater“ gem. § 7 Abs.1 StVG zugestanden, bzw. ggü dessen Erben. Nach ihrer Sachverhaltsschilderung hat die Geschädigte von der Geltendmachung eines Schadensersatzanspruchs ggü. ihren "Vater" abgesehen.
3) Darüber hinaus kann die Geschädigte einen weiteren Anspruch ggü Ihnen as Schädiger aus einer „unerlaubten Handlung“ gem. § 823 Abs.1 BGB geltend machen.
4) Die Haftpflichtversicherung und Sie haften als Gesamtschuldner.

Folglich hat es seine Richtigkeit, dass sowohl die Haftpflichtversicherung als auch Sie im Mahnbescheid angeführt sind.

Zur Schadenshöhe:

Sie führen an, dass die Geschädigte sich Prellungen zuzog und 3 Tage arbeitsunfähig war.
Bei einer überschlägigen Schätzung steht der Geschädigten ein Schmerzensgeldanspruch im unteren dreistelligen Bereich zu.
Darüber hinaus teilen Sie mit, dass das Rad einen Wert von ca. 500 € hatte. Sie als Schädiger haben nur den Zeitwert zu ersetzen. Für die Höhe des geltend gemachten Schadens ist die Gegenseite beweispflichtig.
Dies allein rechtfertigt sicherlich keinen Schadensersatzanspruch in Höhe von rund 3.420,00 €

Wie sich der geltend gemachte Schadensersatzanspruch sich zusammensetzt, ist ohne Prüfung aller relevanten Unterlagen möglich. Hierfür sind Ausführungen im dargelegten Sachverhalt zu „dürftig“.

Nach einer ersten überschlägigen Einschätzung scheint der geltend gemachte Schadensersatzanspruch von der Gegenseite zu hoch gegriffen zu sein. Folglich sehe ich realistische Chancen bei einer Forderungsabwehr der Höhe nach.

Was ist in ihrem Fall zu tun:
Da eine abschließende Prüfung im online Forum nicht möglich ist, rate ich Ihnen dringend einen Anwalt ihres Vertrauens umgehend aufzusuchen und zu mandatieren. Dies ist natürlich mit weiteren Kosten verbunden. Sollten Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, wäre diese (aller Wahrscheinlichkeit nach) eintrittspflichtig.
Möglicherweise bestand auch eine Fahrerrechtsschutzversicherung ihres „Vaters“. Auch dies wäre zu prüfen.

Von einer derzeitigen Zahlung ihrerseits, ohne die Hinzuziehung eines rechtlichen Beistands, rate ich Ihnen aus folgenden Gründen ab.
Zunächst muss die Höhe der Forderung geprüft werden. Ferner sind sie ggü. der hinter ihrem „Vater“ stehenden Haftpflichtversicherung nicht berechtigt ggü. dem Geschädigten eine Anerkenntnis abzugeben. Eine Zahlung könnte solche ein Anerkenntnis darstellen, mit der Folge, dass die Versicherung von einer etwaig unterstellten Leitungsverpflichtung frei wäre.

Folglich ist die weitere Vorgehensweise auch mit der Versicherung abzustimmen. Dies wird sicherlich ihr Anwalt für sie übernehmen.

Ferner bitte ich Sie den Briefumschlag (Empfangsbestätigung) des Mahnbescheids gut aufzuheben, da dies für den Anwalt für die Wahrung von Fristen wichtig ist.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick für die weitere Vorgehensweise gegeben zu haben. Gerne wäre ich bereit den Fall zu übernehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt D. Preiß LL.M.Eur.

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