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auto zweimal verkauft


| 14.01.2007 19:34 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch



sehr geehrte anwälte,

gestern habe ich mein auto im internet verkauft und dabei ist mir ein folgenschwerer fehler passiert.
ich habe versehentlich mein kfz an zwei personen verkauft.
jetzt habe ich ein riesiges problem, weil beide das auto unbedingt wollen und keiner von beiden vom kauf zurücktreten möchte.
leider haben beide käufer eine kaufbestätigung von mir bekommen.
ein käufer gab mir sogar eine anzahlung von 500 Euro.
der verkaufswert des kfz beträgt 1000 Euro.

wem soll ich das auto jetzt geben, oder besser wer hat anspruch darauf ???
kann mich einer der beiden verklagen z.b. auf schadenersatz ???
wie komme ich da wieder raus ohne vor gericht zu streiten ???

mfg dickfish76

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Sehr geehrter Fragesteller,

Anspruch auf das Auto haben beide.

Mit Ihrem Verkauf, d.h. mit dem Abschluss der Kaufverträge haben Sie sich gegenüber beiden Käufern verpflichtet ihnen das Eigentum an dem Fahrzeug zu beschaffen.

Dies ist naturbedingt unmöglich. Damit machen Sie sich grundsätzlich gegenüber demjenigen schadensersatzpflichtig dessen Vertrag Sie nicht erfüllen.

Daher ist ersteinmal zu prüfen ob die Verträge überhaupt zustande gekommen sind. Sollte dies der Fall sein, könnten Sie sich von einem Vertrag möglicherweise wegen Irrtums gem § 119 BGB lösen. Jedoch machen Sie sich damit auch gem. § 122 BGB Schadensersatzpflichtig, wenn der Kaufpreis für den Käufer ein günstiger war.

Kann sich derjenige dessen Vertrag Sie anfechten jedoch ein vergleichbares Fahrzeug zum selben Preis kaufen hat er keinen Schaden und somit auch keinen Anspruch auf Schadensersatz. Möglich sind jedoch Schadenserstazansprüche aus anderen Gründen, die im Zusammenhang mit dem Fahrzeugkauf stehen. Dafür das ein Schaden enststanden ist, ist jedoch der Geschädigte beweispflichtig.

Dies kann jedoch ohne genaue Kenntnis der Umstände im Rahmen einer Erstberatung nicht erbracht werden.

Ohne Einigung mit einem der Vertragspartner werden Sie im Zweifel vor Gericht streiten müssen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

Nachfrage vom Fragesteller 14.01.2007 | 22:44

sehr geehrter herr bordasch,

vielen dank für ihre rasche antwort.
das hat mir schon ein ganzes stück weiter geholfen.

eine frage hab ich aber noch: ist eine bestätigung per email ein rechtskräftiger vertrag ?

falls dies so ist muss ich wohl in den sauren apfel beisen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.01.2007 | 23:14

Sehr geehrter Fragesteller,

Kaufverträge über Kraftfahrzeuge bedürfen keiner bestimmten Form. Sie können also mündlich und damit erst recht per EMail geschlossen werden.

Es kommt vielmehr darauf an was in der EMail genau stand.
Zu einem Vertrag gehören immer zwei Erklärungen, so dass beide immer nur im Zusammenhang als Vertragsschluss angesehen werden können oder als kein Vertragsschluss.

Zumindest müssen sich Beschreibung der Kaufsache, Kaufpreis und die Absicht die Ware zu kaufen/verkaufen aus dem Email-Verkehr ergeben. Dann ist wohl von einem Vertragsschluss auszugehen.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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