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auto-garantie


| 19.09.2005 20:02 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Verlobte hat Ende Februar 2005 einen Gebrauchtwagen,Kilometerleistung 98000, bei einem Autohaus gekauft,seitdem ist sie mit diesem Fahrzeug 5000 km
gefahren. Vor ca 2 Wochen sind erste Mängel aufgetreten: Koppelstangen vorne ausgeschlagen, Gelenkschutzhülle defekt, Riemenspanndämpfer defekt und der Temperaturgeber ist ebenfalls
kaputt. Das Autohaus ist der Auffassung das es sich um Verschleiß handelt und somit würden die Schäden nicht unter die Garantiegewährleistung fallen.
Unsere Frage: Ist der Verkäufer nicht dafür verantwortlich, 1 Jahr lang das Fahrzeug in fahrtüchtigem Zustand zu halten? Bremsen z.B. wären für mich Verschleißteile.Außerdem ist sie nicht allzu viele Km mit dem Fahrzeug gefahren, sodas wir von Vorschäden ausgehen. Wie sieht also die Haftung aus?
Mit freundlichen Grüßen,
Matthias Köhler
19.09.2005 | 20:41

Antwort

von


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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

ich bedanke mich für Ihre Online-Anfrage, die ich unter Berücksichtigung Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:

Generell ist die Lastenverteilung so, dass der Verkäufer gebrauchter Sachen grds. wenigstens ein Jahr dafür einzustehen hat, dass die Sache frei von Mängeln ist. Die Rechte des Käufers bestimmen sich dazu nach dem Sachmängelgewährleistungsrecht im BGB. Nach den dortigen §§ 437, 439, 323ff. i.V.m. 434 BGB kann der Käufer im Falle eines Mangels generell Nacherfüllung (regelmäßig in Form der Fehlerbeseitigung) verlangen bzw. bei Unbehebbarkeit oder Fehlschlag der Nacherfüllung vom Vertrag zurücktreten bzw. Schadensersatz verlangen.

Gemäß § 434 Absatz 1 Nr. 2 BGB ist die Sache nur dann frei von Sachmängeln, wenn sie sich u. a. für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung eignet bzw., nach Nr. 2 dieser Vorschrift, die übliche Beschaffenheit aufweist. Es ist Tatfrage, ob die von Ihnen angesprochenen Defekte Sachmängel sind. Dies kann mitunter auch von den vertraglichen Vereinbarungen (Stichwort: vereinbarte Beschaffenheit, zugesicherte Eigenschaft) abhängen..

Jedenfalls müssen Sie, das haben Sie zutreffend erkannt, von Mängeln die bloßen Verschleißerscheinungen abgrenzen, die nicht unter die Sachmängelgewährleistung fallen. Jedenfalls für den Temperaturgeber und die Koppelstangen erscheint mir fraglich, dass dies Verschleiß sein soll. Allerdings bin ich natürlich nicht vom Fach! Sollten Sie Zweifel haben, sollten Sie einmal ein unabhängiges Autohaus ganz unverbindlich dazu befragen und, falls dort Ihre Bedenken bestätigt werden, über einen Anwalt Ihrer Wahl dem Autohaus eine letzte Frist zur Fehlerbeseitigung setzen. Sollte dies nicht fruchten, wird wohl nur eine Klage helfen.
In dem Zusammenhang (oder schon vorher) böte sich dann auch ein selbständiges gerichtliches Beweissicherungsverfahren an, da Sie darlegen und beweisen müssen, dass die angesprochenen Mängel bereits bei Gefahrübergang vorlagen. Ein solches Gutachten wäre dann auch gerichtlich verwertbar.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Prüfung der Rechtslage eine hilfreiche, erste Orientierung gegeben zu haben. Gerne stehe ich auch für die weitere Vertretung zur Verfügung. Kontaktieren Sie mich dazu einfach über den untenstehenden link!

Mit freundlichen Grüßen
Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-

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Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

Nachfrage vom Fragesteller 20.09.2005 | 14:17

das Autohaus hat angeboten von der ursprünglichen Rechnung(550 Euro)200 Euro zu übernehmen.zusätzlich eine Rechnung für die Durchsicht des PKW gestellt, in Höhe von 70,- Euro.Der Chef beruft sich darauf das die Mängel erst nach 6 Monaten nach Gefahrenübergang gemeldet wurden. Meine Verlobte hat leider diese Frist verschlafen.Es gibt aber Zeugen die bestätigen können, das der Großteil der Mängel schon seit dem Kauf bestanden hat.
Lohnt der Aufwand, ein unabhängiges Gutachten erstellen zu lassen und/oder einen Rechtsanwalt zu beauftragen?
mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.09.2005 | 09:55

Wenn Sie Zeugen haben, die bestätigen können, dass die Mängel schon vorab vorhanden waren, lohnt es sich natürlich, zumal dann fraglich ist, ob ein Gutachten überhaupt erforderlich ist.

Hochachtungsvoll

RA Hellmann

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