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auszubildende


05.06.2007 14:22 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Guido Matthes



eine auszubildende die um sich auf der abschlussprüfung vorzubereiten mehrere wochen in urlaub ist erschien nicht zur prüfung bei der ihk. als arbeitgeber wurde ich erst 3 wochen danach informiert. kann ich dies als kündigung ihrerseits bewerten ? kann ich kündigen ?

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Sehr geehrter Fragesteller,

die Kündigung eines Ausbildungsverhältnisses ist nur schriftlich möglich. Die Nichtteilnahme an der Abschlussprüfung ist nicht als schlüssige Kündigung der Auszubildenden zu werten.

Das Verhalten der Auszubildenden kann Sie unter Umständen zu einer fristlosen Kündigung berechtigen. Dies wäre aber im Einzelfall zu prüfen. Insoweit ist zu berücksichtigen, dass Ihnen als Ausbildender besondere Schutz- und Fürsorgepflichten gegenüber der Auszubildenden obliegen. Diese sind höher, falls die Auszubildende noch minderjährig sein sollte; Alter und Reife der Auszubildenden sind zu berücksichtigen.

Aufgrund dieser Pflichten sind Sie zunächst gehalten, zugunsten der Auszubildenden den kompletten Sachverhalt aufzuklären und die Gründe zu ermitteln, aus denen die Auszubildende nicht an der Prüfung teilgenommen hat. Allein aufgrund der Mitteilung der IHK werden Sie nicht kündigen können. Fordern Sie sie dazu zunächst schriftlich auf, sofort wieder zur Arbeit zu erscheinen und bitten Sie die Auszubildende zu einem persönlichen Gespräch (möglichst mit Zeugen) in dem Sie die Hintergründe aufklären. Falls die Auszubildende minderjährig ist, sollte sich ein Gespräch mit den Eltern (möglichst auch mit Zeugen) anschliessen.

Je nach den Gründen für die Nichtteilnahme an der Prüfung und eine ggf. im Zusammenhang stehendes Fernbleiben vom Arbeitsplatz sollte dann entschieden werden, ob das Verhalten sanktionslos bleiben kann, eine Abmahnung nach sich ziehen sollte oder Sie sogar zur fristlosen Kündigung berechtigt. Die Aufklärung der Hintergründe sollte mit der gebotenen Eile erfolgen. Falls tatsächlich ein Grund zur fristlosen Kündigung besteht, kann eine solcher nur binnen zwei Wochen nach Kenntnis der Kündigungsgründe erfolgen. Vorsorglich sollten Sie bis zur weiteren Klärung von der Mitteilung der IHK als Fristbeginn ausgehen.

Eine pauschale Antwort kann ich Ihnen leider nicht geben. Im Rahmen der anzustellenden Interessenabwägung sollten Sie sich ggf. ergänzend durch einen Anwalt beraten lassen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick verschafft zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Matthes
Rechtsanwalt
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