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auswandern nach Österreich

| 11.04.2017 23:24 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Hallo,ich bekomme volle erwerbsminderungsrente und möchte nach östereich auswandern hier in deutschland gilt die grenze des nebenverdienstes bei 450 euro wäre das dann auch in österreich so oder kann ich mehr verdienen? Wie verhält sich das steuerlich ich würde gar den wohnsitz in östereich als hauptwohnsitz anmelden?wie verhält sich das ganze wenn das konto in deutschland gepfändet wird vielen dank
Eingrenzung vom Fragesteller
12.04.2017 | 01:11
12.04.2017 | 09:55

Antwort

von


(83)
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04318 Leipzig
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Aufgrund Ihres Freizügigkeitsrechts zum Aufenthalt und zur Niederlassung sind Sie grundsätzlich dazu berechtigt, sich länger als 3 Monate in Österreich aufzuhalten. Dieses Niederlassungsfreiheit gilt nicht uneingeschränkt, sondern nur dann, wenn Sie
-in Österreich Arbeitnehmer oder Selbstständiger sind;
bzw.
-für sich und Ihre Familienangehörigen über ausreichende Existenzmittel und einen umfassenden Krankenversicherungsschutz verfügen (Sie müssen ohne Sozialhilfeleistung auskommen)

Dazu von mir noch der Hinweis: Seit 2006 müssen Sie und Ihre Angehörigen(bei Aufenthalt über 3 Monate) spätestens innerhalb von 4 Monaten ab Einreise anzeigen und eine Anmeldebescheinigung(15EUR) beantragen. Sollten Sie das nicht tun, egal aus welchem Grund, müssen Sie mit einer Geldstrafe rechnen.

Sie erhalten Ihre EU Rente natürlich weiterhin. Das bedeutet aber auch, dass wenn Sie deutsche Rente beziehen, Sie weiter an die deutschen Anspruchsvoraussetzungen gebunden sind. Dazu zählt auch die Verdienstgrenze.

Bezüglich der Wohnsitzänderung gebe ich Ihnen mit auf den Weg:

Wenn Sie in Deutschland abgemeldet und in Österreich angemeldet sind, kann im Reisepass, im Kinderreisepass oder im Personalausweis die Wohnsitzänderung durch die Botschaft vorgenommen werden. Diese Änderung ist gebührenfrei. Im Personalausweis kann allerdings nur die Eintragung „keine Hauptwohnung in Deutschland" erfolgen. (So eigenartig das klingt, es ist so)
Der Botschaft wären folgende Dokumente vorzulegen:
-Ihr deutscher Pass bzw. Kinderreisepass oder Personalausweis
-die Abmeldung des bisherigen Wohnsitzes und
-die Meldebestätigung von Österreich

Steuerlich können Sie das mit dem Hauptwohnsitz machen, besondere Vorteile sehe ich da aber jetzt keine.

Wenn bei Ihnen die Gefahr von Pfändung besteht, ist mein erster Rat natürlich die Einrichtung eines Pfändungsschutzkontos, ganz einfach um Ihnen die Existenz zu sichern.
Den österreichischen Behörden ist das völlig egal, solange Sie ohne Inanspruchnahme von deren Sozialleistungen auskommen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Vicky Neubert, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 12.04.2017 | 10:24

Also verstehe ich das richtig wenn ich zum beispiel ein teilzeitjob in österreich hätte und würde dann 1000 euro verdienen wäre dann meine volle erwerbsminderungsrente in deutschland gekürzt kann die deutsche rentenversicherung sowas in österreich prüfen was passiert wenn ich den verdienst gar nicht angebe danke schonmal für die rasche antwort

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.04.2017 | 10:46

Das verstehen Sie völlig richtig. Die deutsche Rentenversicherung kann und wird bei Verdachtsmomenten auch prüfen. Zum Beispiel indem Sie Formulare erhalten mit welchen Sie Ihren Verdienst nachweisen müssen.

Was passiert, wenn Sie den Verdienst nicht angeben, ist, dass Sie sich des Sozialbetruges strafbar machen. Ich verstehe Ihren Gedankengang, aber bitte haben Sie Verständnis, dass ich Ihnen-gerade als Strafverteidiger- ein solches Vorgehen nicht empfehlen, noch nähere Tipps dazu geben kann.
Sie kennen das sicherlich aus der Alltagserfahrung: Irgendwann kommt es immer raus. Also rate ich Ihnen ersparen Sie sich diesen wirklich ungemein großen Ärger.

Beste Grüße

V. Neubert

Bewertung des Fragestellers 12.04.2017 | 19:14

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