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ausstehende mietzahlungen, beschaedigungen am haus ect.

15.10.2010 13:58 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


guten tag,

einer mieterin in oldenburg (i.O.) wurde auf grund von mietschulden (1.440,- euro) gekuendigt.
sie ist dann auch termingerecht ausgezogen, hat aber ein voellig verwahrlostes haus hinterlassen. ausserdem fehlt seit ihrem auszug eine restmuelltonne und ein fenster der terassentuer ist beschaedigt.

da ich selbst fuer ein paar tage in oldenburg war, habe ich versucht die frau aufzusuchen. leider wohnt sie scheinbar auch nicht mehr in der zuletzt bekannten wohnung.

a) laesst sich die frau mit hilfe einer anfrage beim einwohnermeldeamt finden auch wenn sie nicht mehr in oldenburg wohnt ?

b) es ist bekannt das mindestens zwei inkassounternehmen nach der frau "fahnden" . lohnt sich trotzdem der versuch die mietschulden einzufordern & mit welchen kosten ist zu rechnen ?

schon jetzt vielen dank fuer ihre bemuehungen.


mfg - m.peter

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung gern wie folgt beantworte:

1) Anfrage beim Einwohnermeldeamt
Grundsätzlich ist es möglich, die neue Anschrift der ehemaligen Mieterin auch dann über das Einwohnermeldeamt festzustellen, wenn sie nicht mehr in Oldenburg wohnt. Voraussetzung ist allerdings, dass sich die Mieterin ordnungsgemäß ab- bzw. umgemeldet hat.

Da eine Einwohnermeldeauskunft relativ günstig ist, lohnt es sich auf jeden Fall, diese Anfrage zur Ermittlung der jetzigen Anschrift zu stellen. Die aktuelle Anschrift werden Sie auch für das weitere Vorgehen wie z. B. außergerichtliche Zahlungsaufforderung, eine Klage oder das gerichtliche Mahnverfahren benötigen.

Haben Sie die aktuelle Anschrift, könnte vor der Einleitung weiterer kostenträchtiger Maßnahmen noch einmal versucht werden, die Mieterin zur Zahlung aufzufordern.

2) weitere Verfolgung der Mietschulden
Es ist grundsätzlich immer ratsam, ausstehende Forderungen erst einmal weiter zu verfolgen, auch wenn der Schuldner bekanntermaßen noch andere Schulden hat. Wenn noch andere Forderungen gegen die Schuldnerin bestehen, heißt das noch nicht automatisch, dass Sie auf keinen Fall mehr Geld von ihr bekommen. Allerdings ist auch zu bedenken, dass die Wahrscheinlichkeit, doch noch Geld von der Schuldnerin zu bekommen deutlich davon abhängen wird, wie viel andere Schulden noch bestehen und inwieweit die Schuldnerin zahlungsfähig und -willig ist.

Solange eine Beitreibung der Forderung z. B. aufgrund der bekannten weiteren Schulden oder wegen des bisherigen Verhaltens der Schuldnerin nicht absolut hoffnungslos erscheint, sollte daher m. E. der Mietrückstand tituliert werden. Für eine spätere Zwangsvollstreckung ist es notwendig, dass ein Gerichtsurteil oder ein Vollstreckungsbescheid vorliegt. Dies gilt erst recht, wenn eine freiwillige Zahlung von der Schuldnerin nicht mehr zu erwarten ist.

Wenn nicht zu erwarten ist, dass gegen einen gerichtlichen Mahnbescheid Widerspruch eingelegt wird, ist das gerichtliche Mahnverfahren der günstigste und schnellste Weg, um den Vollstreckungsbescheid und damit einen vollstreckbaren Titel zu erlangen. Die Gerichtskosten für das Mahnbescheidsverfahren würden sich auf 32,50 € belaufen und könnten im Rahmen einer Zwangsvollstreckungsmaßnahme erstattet verlangt werden.

Die Gerichtskosten für ein Klageverfahren belaufen sich bei einer Forderung von bis zu 1.500,00 Euro auf 195,00 Euro. Diese Kosten würden auch dann entstehen, wenn gegen den Mahnbescheid Widerspruch eingelegt und dann das sogenannte streitige Verfahren vor Gericht durchgeführt werden würde. Die bereits gezahlten Kosten für das gerichtliche Mahnverfahren würden dann allerdings auf die 195,00 Euro angerechnet.

Sowohl für das gerichtliche Mahnverfahren als auch für ein Klageverfahren vor dem Amtsgericht besteht kein Anwaltszwang, so dass Sie die Verfahren selbst führen können. Damit könnten Sie sich ggf. die Anwaltskosten ersparen. Ansonsten kämen bei einem gerichtlichen Mahnverfahren noch 243,73 Euro Anwaltskosten hinzu. Bei einem Klageverfahren betragen die Anwaltskosten bei einer Verurteilung der ehemaligen Mieterin 336,18 Euro. Die Anwaltskosten müssten von der Mieterin an Sie erstattet werden.

Sollte die Mieterin auch nach Zustellung eines Vollstreckungsbescheids oder eines Urteils die Forderung nicht freiwillig begleichen, müsste nötigenfalls eine Zwangsvollstreckung durchgeführt werden. Die Kosten hierfür hängen u. a. von der Art der Zwangsvollstreckung ab (Kontenpfändung, Pfändung durch Gerichtsvollzieher). Auch diese Kosten müsste Ihnen die Schulderin im Ergebnis erstatten.

Ein vollstreckbarer Titel aus einem Urteil oder Vollstreckungsbescheid hält 30 Jahre. Sie hätten also über mehrere Jahre die Möglichkeit, die Forderung vielleicht doch noch beizutrieben. Eine Garantie, dass Sie das Geld erhalten, gibt es jedoch leider nicht.

Auch wenn Sie zunächst weitere Kosten tragen müssten, sollten Sie erwägen, die Forderung zumindest titulieren zu lassen, um sich den Weg zur Zwangsvollstreckung vorzubehalten.

Mindestens aber sollten Sie die Einwohnermeldeanfrage starten, um die Mieterin noch einmal zur Mietzahlung aufzufordern und ggf. für eine weiteres Vorgehen eine zustellfähige Anschrift zu haben.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit eine erste Orientierung für das weitere Vorgehen geben.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin

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