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ausländerrecht anerkannte flüchtlinge

08.09.2018 10:00 |
Preis: 35,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


uten Tag, ich habe eine womöglich etwas komplizierte Situation:

Ich wohne seit 6 jaren in deutschland under seit 2015 hab ich aufenhaltstitel 25 abs 2 als anerkannte flüchtlinge.

Der Fall:

Meine geschwester und ich haben ein haus in meiner heimat und die wollen es verkaufen. Mein Bruder hat mich kontaktiert dass er vollmacht braucht damit er aus meiner seite erlaubniss bekommen kann dass wir alle geschwester einverstanden sind und dafür brauchte er vollmacht mit begelsubigen von der botschaft.

Leider habe ich jetzt gewusst dass asylgestetz 72 in betracht kommt wenn man sein botschaft als anerkannte flüchtlinge besucht.unwissenheit bin ich zu der Botschaft gegangen damit ich vollmacht begelaubigt könnte. Jetzt hab ich voll angst dass Mein schutzstatus erlöhschen wird und damit die Abschiebung drot werde .

Jetzt meine Fragen an ihnen.
1 Wie soll ich jetzt verhalten.

2 habe ich ein chance dass ich irgendwie aus diesem problems raus kommen kann.

3 wenn bamf wiederuf einleitet welche möglichkeiten habe ich.


4 habe angst dass ohne wiederruf besheid kann ein Abschiebung drohen ohnee dass ich beofre einen wiederruf bescheid bekomme.

5 muss ich jetzt einen antwalt einschalten und ob er mir etwas dabei helfen kann


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Da droht Ihnen nichts negatives, womit ich Sie also beruhigen kann:

Asylgesetz (AsylG)

§ 72 Erlöschen

"(1) Die Anerkennung als Asylberechtigter und die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft erlöschen, wenn der Ausländer

1.
sich freiwillig durch Annahme oder Erneuerung eines Nationalpasses oder durch sonstige Handlungen erneut dem Schutz des Staates, dessen Staatsangehörigkeit er besitzt, unterstellt,
1a.
freiwillig in das Land, das er aus Furcht vor Verfolgung verlassen hat oder außerhalb dessen er sich aus Furcht vor Verfolgung befindet, zurückgekehrt ist und sich dort niedergelassen hat,
2.
nach Verlust seiner Staatsangehörigkeit diese freiwillig wiedererlangt hat,
3.
auf Antrag eine neue Staatsangehörigkeit erworben hat und den Schutz des Staates, dessen Staatsangehörigkeit er erworben hat, genießt oder
4.
auf sie verzichtet oder vor Eintritt der Unanfechtbarkeit der Entscheidung des Bundesamtes den Antrag zurücknimmt. [...]."

Nur Absatz 1 Nr. 1 käme hier in Betracht.

Der Tatbestand des § 15 Abs. 1 Nr. 1 AsylVfG alte Fassung (jetzt der § 72) setzt von seiten des Asylberechtigten die Annahme eines "Vorteils" durch den Heimatstaat voraus, insbesondere in Form der Paßerlangung oder -verlängerung, ferner die Freiwilligkeit dieser Annahme und darüber hinaus, daß die Vornahme der Handlung objektiv als eine solche Unterschutzstellung zu werten ist.
So kann die bloße Inanspruchnahme einer Dienstleistung der Auslandsvertretung des Heimatstaates zur Überwindung bürokratischer Hindernisse für Amtshandlungen von Behörden der Bundesrepublik Deutschland nicht ausreichend sein, um den Rechtsverlust herbeizuführen, zumal es hier nur um eine beglaubigte Vollmacht ging für Handlungen Ihrer Verwandten im Ausland.

Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 27.07.2017 – 1 C 28.16, Urteil vom 02.12.1991 – 9 C 126.90.

Die Asylberechtigung erlischt vielmehr erst dann, wenn der Ausländer die rechtlichen Beziehungen zu seinem Heimatstaat dauerhaft wiederherstellt.

Das liegt hier nicht vor.

Sollte Ihnen wider Erwarten behördlicherseits Schwierigkeiten bereitet werden, sollten Sie einen Anwalt vor Ort aufsuchen.
Das gilt für den Fall, dass man sich auf den § 72 Abs. 1 Nr. 1 berufen sollte.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 09.09.2018 | 08:41

Sehr geehrte Herr Rechtsanwalt Daniel Hesterberg.

Vielen dank für ihre antwort.

Ich hätte noch einpaar fragen.

1 Unbedingt meldet die Botschaft über die Vollmacht bei der Ausländerbehörde oder muss es nicht sein!

2 Können sie mir Raten ob Ich es bei der Botschaft versuchen soll, das Fall nicht zu Ausländerbehörde weiter leiten.

3 In wie viel monaten muss Ich rechnen dass Ich Etwas vom behörden höre also meine probleme.

Mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.09.2018 | 08:47

Sehr geehrter Fragesteller,

ich antworte Ihnen gerne wie folgt:

Dass hier die Botschaft der Ausländerbehörde etwas melden wird, kann ich so nicht erkennen. Dafür eignet sich wie gesagt der Fall gar nicht.
Da haben Sie aller Voraussicht nach nichts zu befürchten. Sollte die Botschaft dennoch etwas melden, werden Sie diese nicht davon abhalten können.
Dann können Sie aber immer noch gegen einen Bescheid der Behörde vorgehen, wobei ich diesen hier wie gesagt nicht erwartete. Dieser Sachverhalt darf nicht dazu führen, dass die Behörde hier gegenüber Ihnen etwas Negatives veranlasst.

Bis da etwas passiert, können Monate allerdings leider vergehen.

Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

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