Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

auskunftspflicht gegenüber dem prozessgegner bei insolvenz einer GmbH

13. Oktober 2014 20:17 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


1. eine GmbH verliert einen Prozess und ist im Urteil zur Offenlegung der Bücher
(auskunftspflicht) verurteilt. Das Urteil ist vollstreckbar durch Sicherheitsleistung des Klägers.
Die firma ist durch die prozesskosten eigentlich pleite.
wenn also insolvenz angemeldet wird, ist dann der Geschäftsführer weiterhin zur auskunft verpflichtet? durch die insolvenz ist er ja seines postens enthoben, oder ?
Ist dann aber der Insolvenzverwalter zur Auskunft gegenüber dem prozessgegner verpflichtet
und muss er z.b. die Kunden und die Lieferanten nennen?

2.Die GmbH als Beklagte hat Berufung eingelegt. Was macht der insolvenzverwalter, wenn Aussicht auf Erfolg besteht ? Durch ein Berufungsurteil würde die GmbH wieder zu Geld kommen. Allerdings würde bei einer Bestätigung des Urteils aus 1. Instanz ein weiterer
Gläubiger mit einer erheblichen Summe dazu kommen.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. eine GmbH verliert einen Prozess und ist im Urteil zur Offenlegung der Bücher
(auskunftspflicht) verurteilt. Das Urteil ist vollstreckbar durch Sicherheitsleistung des Klägers.
Die firma ist durch die prozesskosten eigentlich pleite.
wenn also insolvenz angemeldet wird, ist dann der Geschäftsführer weiterhin zur auskunft verpflichtet? durch die insolvenz ist er ja seines postens enthoben, oder ?

Der Geschäftsführer bleibt während der Insolvenz in seiner Position. Nur die Verwaltungs- und Verfügungsrechte gehen auf den Insolvenzverwalter über. Da somit bei Eröffnung des Insolvenzverfahren die Verwaltungsbefugnis auf den Verwalter übergeht, ist dieser verpflichtet, die Auskunft zu erteilen. Während des Eröffnungsverfahren kommt es darauf an, inwieweit das Gericht Beschlüsse erlässt. Sie sollten hier bei der Stellung des Insolvenzantrages auf diese Verpflichtung aufmerksam machen.


Ist dann aber der Insolvenzverwalter zur Auskunft gegenüber dem prozessgegner verpflichtet
und muss er z.b. die Kunden und die Lieferanten nennen? Ja, wenn das Insolvenzverfahren eröffnet wurde.

2.Die GmbH als Beklagte hat Berufung eingelegt. Was macht der insolvenzverwalter, wenn Aussicht auf Erfolg besteht ? Durch ein Berufungsurteil würde die GmbH wieder zu Geld kommen. Allerdings würde bei einer Bestätigung des Urteils aus 1. Instanz ein weiterer
Gläubiger mit einer erheblichen Summe dazu kommen. Ist die Berufung erfolgreich, so wird diese weiterverfolgt werden. Ggf. ist die Zustimmung des einzurichtenden Gläubigerausschluss notwendig.

Am Schluss muss ich Sie darauf hinweisen, dass Sie verpflichtet sind,unverzüglich Insolvenzantrag zu stellen, wenn die GmbH zahlungsunfähig oder überschuldet ist. Eine Überschuldung ist dann nicht gegeben, wenn eine Fortsetzung des Unternehmens überwiegend wahrscheinlich ist.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 13. Oktober 2014 | 21:20

durch die auskunft würden die kunden vom Kläger mit mahnbescheiden angeschrieben werden können. die kosten würden sie sicher
von der gmbh zurückfordern, da sie sich einer verletzung
der Rechte des Prozessgegners nicht bewusst waren.
es würde ein erheblicher Betrag durch die Vielzahl der kunden zusammen kommen.
Würde der Insolvenzverwalter dann nicht gegen das Interesse der Gläubiger handeln?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 13. Oktober 2014 | 21:29

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Insolvenzverwalter kann die Auskunfz nicht verweigern, da die GmbH aufgrund des Urtreils diese Verpflichtung feststeht. Würde sich der Verwalter weigern, würde es durch Zwangsvollstreckungsmaßnahmen und deren Kosten zu einer Schmälerung der Masse kommen. Auch hat der Insolvenzverwalter nicht die Interessen der Gläubiger zu vertreten, sondern muss unparteiisch das Verfahren durchführen.

FRAGESTELLER 28. September 2022 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 96582 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Alles OK ...
FRAGESTELLER
3,4/5,0
Die konkrete Fragestellung wurde leider nicht beantwortet, sondern allgemeine Rahmenbedingungen um die Situation herum erlaeutert. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Klare Antwort, kurz und eindeutig. ...
FRAGESTELLER