Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

ausgewandert


| 19.06.2006 08:44 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Guten Tag,
ich lebe seit Juli 2005 auf den Philippinen und habe mich in Deutschland abgemeldet. Fliege 1 mal im Jahr fuer ca 6-8-Wochen nach Deutschland.
Fuer 2006 habe ich Kapitaleinkuenfte in Deutschland aus Aktien.
Desweiteren verkaufe ich ein Haus in Hawaii, wobei diese Steuern dort bezahlt werden. Sonst keine Einkuenfte.
Ab 2007 habe ich nur Kapitaleinkuenfte in Deutschland aus Aktien.
Frage: Ich nehme an, ich bin beschraenkt steuerpflichtig. Wie hoch ist mein Steuersatz? Ist es besser ab 2007 unbeschraenkt steuerpflichtig zu sein, da kein Einkommen mehr im Ausland?

Vielen Dank und einen schoenen Tag noch.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Anfrage beantworte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt:

Die Einkommenssteuer für beschränkt steuerpflichtige bemisst sich nach dem Einkommenssteuertarif gem. § 32 a EstG, wobei die Steuerlast in Abweichung zu dem Einkommenssteuertarif mindestens 25 % gem. § 50 Abs. 3 EstG beträgt.

Insoweit ist der konkrete Steuersatz von der Höhe der Einkommen abhängig.

Gem. § 50 Abs. 5 EstG gilt bei beschränkt Steuerpflichtigen durch den Steuerabzug beispielsweise durch die Bank bereits als abgegolten.

Die beschränkte Steuerpflicht sieht im Gegensatz zur unbeschränkten Steuerpflicht keine Anrechung von Verlusten aus anderen Einkunftsarten vor. Auch das Ehegattensplitting ist nicht anwendbar.

Durch die Regelung in § 50 Abs. 3 EstG unterliegen Sie ab dem ersten Euro der Einkommenssteuer von mindestens 25 %. Durch den Wechsel in die unbeschränkte Steuerpflicht ab 2007 würden Sie zum einen in den Genuß von Freibeträgen kommen, zum anderen einer möglichen niedrigeren Besteuerung unterliegen, je nach Höhe der Einkünfte. Allerdings ist auch zu beachten, dass die Steuer durch den Steuerabzug nach § 50 Abs. 5 EstG als abgegolten angesehen wird.

In Ihrem Falle bedarf es daher eine genauen Berechung anhand der Höhe der Einkünfte, ob sich ein Wechsel in die unbeschränkte Steuerpflicht lohnt. Eine entsprechende Aussage kann daher ohne die relevanten Daten nicht erfolgen. Gerne stehe ich Ihnen für eine weitere Beratung zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

RA Schröter
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Danke, hat mir sehr geholfen "