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außerordentliche kündigung wegen psycosomatische erkrankungen

| 28.04.2009 01:18 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla




ich hab da mal eine frage wenn man als arbeitnehmer kündigen möchte oder gar muss weil es einem psychisch nicht gut geht und schon öfters deshalb krank war bzw immer wieder ist! Magen probleme und co. die auch teilweise länger anhalten.
Man auch schon in einer kur war und sich hat betrieblich versetzten lassen ... aber trotzdem nicht besser wurde, kann man dann eine außerordentliche kündingung (fristlos) machen ?? denn so wie es momentan aussieht wird es bei diesem arbeitgeber nicht mehr besser,.. sondern man macht sich nur kaputt!!

und wenn eine ausserordentliche kündigung wie ist das dann mit der kündigungsfrist?? 8 jahre öffentlicher dienst !! wenn ich heute kündige dann 4 wochen frist oder wie lange ?? und muss ich einen grund angeben ..bzw muss ich rein schreiben das es psychosomatisch ist .. oder schreibt das mein arzt??

DANKE IM VORFELD

gruss penomenope

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!

Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtung des von Ihnen geschilderten Sachverhalts zu Ihren Fragen wie folgt Stellung nehmen:


Eine Außerordentliche Kündigung kann gem. § 626 BGB grundsätzlich bei vorliegen eines wichtigen Grundes beim Arbeitgeber eingereicht werden.

Ein solcher wichtiger Grund kann insbesondere in einer gesundheitlichen Beeinträchtigung liegen, wenn die Beeinträchtigung von einiger Heftigkeit ist und diese Beeinträchtigung diese in Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz steht.

Dies ist nach Ihrer Schilderung ja eindeutig der Fall. Sie haben gesundheitliche Beeinträchtigungen erlitten bzw. erleiden diese immer wieder .

Die von Ihnen geschilderten Beschwerden sind in der Tat häufig auf arbeitsbedingte Stressüberlastungen zurückzuführen und können grundsätzlich eine außerordentliche Kündigung Ihrerseits rechtfertigen.

Ich rate Ihnen insoweit an, dass Sie nochmals Ihren Arzt konsultieren, der Ihnen zunächst eine Krankschreibung ausstellen kann, falls Sie akute gesundheitliche Probleme haben .

Weiterhin kann Ihnen der Arzt bescheinigen, dass die von Ihnen aktuell ausgeführte Tätigkeit Ihnen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumutbar ist, vorausgesetzt dieser Befund liegt bei Ihnen vor, was ich aus der Ferne in Ermangelung medizinischer Fachkenntnisse nicht abschließend beurteilen kann, was aber nach Ihren Schilderungen sehr wahrscheinlich ist.

Mit einem solchen Attest kann dann auch eine fristlose Kündigung begründet werden.

Die außerordentliche Kündigung ist in Ihrem Fall grundsätzlich an keine Frist gebunden, so dass Sie fristlos kündigen können.

Weiterhin gebe ich noch zu bedenken, dass die Kündigung gegenüber Ihrem Arbeitgeber erfolgen muss.

In diesem Schreiben sind zudem die Kündigungsgründe von Ihnen aufzuführen, also dass Sie aufgrund Ihrer gesundheitlichen Situation nicht mehr in der Lage ist die Tätigkeit wie bisher auszuführen. Den Attest Ihres Arztes sollten Sie dann der Kündigung unbedingt beifügen.

Zum Nachweis des Zugangs des Kündigungsschreibens sollten Sie die Kündigung entweder unter Zeugen Ihrem Arbeitgeber übergeben oder zumindest per Einschreiben mit Rückschein versenden.

Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen für Ihr weiteres Vorhaben noch alles Gute und viel Erfolg!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.

Auch stehe ich Ihnen sehr gerne für eine weitergehende Interessenvertretung zur Verfügung. Den hier im Forum geleisteten Erstberatungsbetrag würde ich Ihnen im Fall einer Beauftragung in voller Höhe anrechnen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagmorgen!


mit freundlichem Gruß

Dipl.-jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
kanzlei.newerla@web.de
Tel. 0471/3088132
Fax 0471/3088316

Nachfrage vom Fragesteller 30.04.2009 | 00:14

hallo und danke nochmals für die schnelle antwort!


hier nochmalkurz ein paar fragen.


ich habe mir im internet ein paar muster für kündigungen heruntergelden und dort steht immer dabei " rein vorsorglich erklare ich hilfsweise die ordentliche kündigung" das wären ja 3 monate und die halt ich dort nicht mehr aus !

das heist?? ich würde mich doch an fristen binden oder? und wie ist das wegen meinem krankenschein ? verlängert sich dann die frist?? lieber gestern weg wie morgen !

und wie ist das mit den zwei wochen kündigungszeitraum der im § 626 bgb steht ?? heute kündigen und auf den 15.05 warten und dann ist alles geregelt ?

Nachfrage vom Fragesteller 30.04.2009 | 00:15

hallo und danke nochmals für die schnelle antwort!


hier nochmalkurz ein paar fragen.


ich habe mir im internet ein paar muster für kündigungen heruntergelden und dort steht immer dabei " rein vorsorglich erklare ich hilfsweise die ordentliche kündigung" das wären ja 3 monate und die halt ich dort nicht mehr aus !

das heist?? ich würde mich doch an fristen binden oder? und wie ist das wegen meinem krankenschein ? verlängert sich dann die frist?? lieber gestern weg wie morgen !

und wie ist das mit den zwei wochen kündigungszeitraum der im § 626 bgb steht ?? heute kündigen und auf den 15.05 warten und dann ist alles geregelt ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.04.2009 | 00:57

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank zunächst für Ihre sehr freundliche Bewertung.
Zu Ihren Nachfragen nehme ich sehr gerne wie folgt Stellung:

Bei der von Ihne nangegebenen Formulierung binden Sie sich nichr an fristen. Die Formulierung "hilfsweise" stellt nur klar, dass für den Fall, dass die außerordentliche fristlose Kündigung unwirksam sein sollte , weil etwa kein wichtiger Kündigungsgrund im Sinne von § 626 BGB vorliegt, zumindest die ordentliche also fristgebundene Kündigung greifen soll.

In Ihrem Fall sehe ich aber keinen Anlaß dafür , dass die außerordentliche Kündigung nicht greift, vorausgesetzt, Ihr Arzt attestieret Ihnen, dass Sie die Tätigkeit aufgrund Ihrer psychosomatischen Beschwerden nicht mehr länger ausführen können, ohne ernsthaftere gesundheitliche Folgeschäden zu befürchten.

Wie bereits gesagt, brauchen Sie keine Kündigungsfrist voraussichtlich einzuhalten. Sollte dies aber doch der Fall sein, so würde sich aufgrund einer Krankschreibung während der Frist diese nicht verlängern. Sie könnten sich also nach der Kündigung krankschreiben lassen und bräuchten die Zeit der Krankheit nicht hinten anhängen.

Die von Ihnen angesprochene Regelung in BGB betrifft vor allem Kündigungen durc hden Arbeitgeber.

Wenn dieser ein Fehlverhalten des Arbeitnehemers festgestellt hat, welches ihn zur außerordentlichen Kündigung berechtigt, so muss der Arbeitgeber innerhalb von 14 Tagen nach Bekanntwerden dieses Grundes die Kündigung aussprechen.

Dies betrifft aber Ihren Fall nicht. Aus gesundheitlichen Gründen kann grundsätzlich jederzeit außerordentlich gekündigt werden.

Ich hoffe Ihre Nachfragen zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch alles Gute sowie einen angenehmen Donnerstagmorgen.

Mit freundlichem Gruß

Dipl.-jur. Danjel Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 28.04.2009 | 01:46

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 28.04.2009 5/5,0
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