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außergerichtliche Regelung-Täter-Opfer-Ausgleich


| 24.08.2005 16:27 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Hallo,
ich habe innerhalb von 2 Wochen zwei Anzeigen wegen Beleidigung und Verleumdung von ein und derselben Person (A) erhalten. Die erste Anzeige wurde bereits eingestellt. Bei der zweiten Anzeige handelt es sich um ein geführtes Telefongespräch, bei dem ich gegenüber einer dritten Person (B) Äußerungen getätigt habe, welche sofort von dieser Person weitergetragen wurden. Es sind Äußerungen durch mich gefallen wie: Die Person (A) arbeitet (im Finanzgeschäft) unseriös. Selbstverständlich stehe ich zu meiner Meinung und kann dies ggf. auch belegen. Es wurden Kunden massiv unter Druck gesetzt (nachweislich). Diese gemachte Äußerung stellt meine persönliche Meinung dar und aus diesem Grunde beendete ich auch sofort die Zusammenarbeit. Es folgten dann diese beiden Anzeigen sowie eine weitere beim Gewerbeamt, welche sofort aus der Welt geschafft werden konnte, da es sich um unwahre Behauptungen handelte.

Nun folgende Frage. Ich wurde von einer Konfliktschlichterin gebeten, mich bei dieser zu einem Termin einzufinden (freiwillig).

Da es keine Einigung geben wird, da ich u.a. auch eine Betrugsanzeige gegen die Person A gestellt habe und da ich auch nach wie vor zu meinen Äußerungen stehe, stelle ich mir schon die Frage, was soll dieser Termin bringen und was passiert, wenn ich nicht daran teilnehme? Bisher waren mir solche Opfer-Täter-Ausgleichsgespräche unbekannt. Ich bin mir nicht sicher ob es zu diesem Zeitpunkt nicht sinnvoller wäre, einen Anwalt einzuschalten.
Danke im voraus.

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Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Der Täter-Opfer-Ausgleich (kurz: TOA) ist eine besondere Möglichkeit, auf Straftaten zu reagieren, bei der die Wiedergutmachung im Vordergrund steht. In der Regel erhebt der Staatsanwalt nach Abschluss der Ermittlungen bei hinreichendem Tatverdacht Anklage gegen den Beschuldigten. Zur öffentlichen gerichtlichen Hauptverhandlung würde der Geschädigte als Zeuge geladen und insbesondere über den Tathergang und die Identität des Täters befragt. Der Täter müsste vor Gericht erscheinen und mit einer Verurteilung rechnen. Den ggf. eingetretenen Schaden müsste der Geschädigte jedoch selbst vor einem Zivilgericht geltend machen. Auch eine Aufarbeitung der weiteren Tatfolgen kann in der Gerichtsverhandlung in aller Regel nicht erfolgen.

Der TOA kann hier ggf. mehr erreichen. Nach Vorgesprächen mit einem Konfliktschlichter erfolgt ein gemeinsames Ausgleichsgespräch. Die Vermittler sind Fachleute. Sie besitzen eine abgeschlossene Ausbildung z. B. als Sozialarbeiter oder Pädagoge und verfügen über eine spezielle Zusatzqualifikation als Konfliktschlichter. Ihre schwierige Aufgabe ist es, Opfern und Tätern zu helfen, einen gemeinsamen Ausgleich zu finden.

Es gibt allerdings keinerlei Zwang für Täter oder Opfer, am TOA teilzunehmen. Es gilt das Prinzip der strikten Freiwilligkeit.

Ihrer Schilderung kann ich ein strafbares Handeln nicht entnehmen. Da Sie selbst der Ansicht sind, ist für einen TOA ohnehin kein Raum.

Sie sollten zunächst abwarten, ob überhaupt ein Strafverfahren eröffnet wird. Zuvor sollten Sie über einen Anwalt (Sie können auch unseren Service unter www.net-rechtsanwalt.de hier: Akteneinsicht-Online) Akteneinsicht beantragen. Sodann kann entschieden werden, ob ein Verteidiger überhaupt notwendig ist.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
Rechtsanwalt
www.net-rechtsanwalt.de

Nachfrage vom Fragesteller 24.08.2005 | 16:45

D.h., es ist scheinbar überhaupt noch nicht klar, ob überhaupt ein Verfahren stattfinden wird - sehe ich das richtig? Ist der TOA im Zusammenhang mit einem möglichen Verfahren zu sehen oder ist beides voneinander unabhängig zu betrachten?
Dankeschön für die superschnelle Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.08.2005 | 17:02

Der TOA kann, sofern dieser erfolgreich zu einer Vermittlung führt, ein Strafverfahren verhindern. Er läuft quasi parallel. Ein Ermittlungsverfahren, welches durch die Polizei eingeleitet wird, ist aber aufgrund der Strafanzeige bereits anhängig. Ob diese eingestellt wird, oder eine Anklage erhoben wird, hängt davon ab, ob die Ermittlungsbehörde (Staatsanwaltschaft) einen Tatverdacht feststellt.

Ich wünsche Ihnen noch einen sonnigen Rest-Mittwoch.

Bewertung des Fragestellers |


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