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arcor


20.10.2007 16:22 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Hallo,

ich habe ein problem zur zeit mit arcor, als ich vor einem jahr zu arcor gewechselt bin wurde mir versichert das arcor alle alten verträge kündigt die auf meinem alten anschluss liefen das war ein telekom anschluss und ein arcor preselection vertrag. nach einem jahr fiel mir auf das arcor zwar den telekom anschluss gekündigt hatte aber nicht den preselection vertrag der mit einer telefonflat ja hinfällig wurde. nach einem anruf bei der arcor kundenhotline riet man mir ich solle den preselection vertrag kündigen. dies habe ich dann auch getan, und plötzlich kündigt mir arcor den kompletten anschluss und darauf hin solle ich 99€ zahlen, nach mehreren telefonachten mit arcor hiess es ich müsse die 99€ dennoch zahlen und sie würden einen neuen vertrag mit mir machen. wenig später buchte arcor mir ganz normale die gebühren ab aber überwies sie im gleichen moment wieder zurück. seit dem ist der anschluss tod und arcor fodert mittlerweile 374,93€ die gutschrift von 132€ will arcor nicht mit verrechnen. und eine ratenzahlung wollen sie nun auch nicht mehr machen, wie komme ich am besten aus dem vertrag und kann mir einen besseren anbieter suchen ohne das ich die 99€ zusätzlich nochmal bezahlen muss da ich den alten vertrag nicht gekündigt hatte ausser den preselction vertrag. und wie kann ich arcor dazu kriegen die ratenzahlung anzunehmen (bekomme harz 4)?

-- Einsatz geändert am 20.10.2007 16:24:35

-- Einsatz geändert am 20.10.2007 16:25:06

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Sehr geehrte Ratsuchende, sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Frage anhand Ihrer Sachverhaltsangaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes im Rahmen einer ersten rechtlichen Beratung wie folgt:

1.
Als erstes ist klarzustellen, dass beim Wechsel zu einem neuen Telefonanbieter in der Regel dieser die alten Verträge für Sie kündigt. In Ihrem Fall war dies wohl auch vereinbart. Es kam dann zu einem Fehler des Telefonanbieters in Zusammenhang mit dem Preselection-Vertrag.
Hierbei handelt es sich auch um einen „groben“ Fehler, denn es wäre denkbar, dass Sie dann – trotz Inhaberschaft einer Flatrate – dennoch die durch die Preselection anfallenden Gebühren bezahlen müssen.

2.
Nach Ihrer Schilderung haben sie (unter Absprache mit mit dem Anbieter!) diesen Vertrag, und zwar nur den Preselection Vertrag gekündigt.

Sofern Sie, wovon ich ausgehe, explizit darauf hingewiesen haben, dass NUR der Preselection-Vertrag gekündigt werden soll, dann ist auch nur die Kündigung DIESES Vertrages wirksam.

Eine Abschaltung Ihres kompletten Anschlusses wäre damit zu Unrecht erfolgt. Nach Ihrer Schilderung liegt hier wiederum ein Fehler des Anbieters vor.

3.
Was die 99 EUR angeht, nehme ich mangels Angaben an, dass es sich um eine Gebühr für die Aktivierung, bzw. Re-Aktivierung des Anschlusses handelt, eine Art Einrichtungsgebühr. Diese wäre aber nur dann rechtmäßig, wenn Sie den Anschluss tatsächlich komplett gekündigt hätten. Nach Ihrer Schilderung ist das aber nicht der Fall, sondern die Abschaltung des Anschlusses lag an einem Fehler des Anbieters.

4.
Woher der Zahlungsrückstand von ca. 374 EUR resultiert, kann ich Ihrem Sachverhalt nicht entnehmen. Ebenfalls ist mir die Herkunft der Gutschrift nicht bekannt. Sollte aber eine Gutschrift existieren, ist diese selbstverständlich auch zu verrechnen

Ihre Frage geht dahingehend, wie sie aus dem Vertrag „herauskommen“. Nach meiner Bewertung Ihres Sachverhaltes dürfte doch momentan überhaupt kein Vertrag mehr bestehen, denn der Anschluss wurde abgeschaltet.

Was den Abschluss einer Ratenzahlungsvereinbarung angeht, geht hier ein Weg leider nur über das Einverständnis des Anbieters. Erzwingen können Sie eine solche Vereinbarung nicht.

5.
Ich rate Ihnen, den Sachverhalt unverzüglich schriftlich an Arcor zu übermitteln und den geltend gemachten Forderungen zu widersprechen. Sollte es sich aber noch um berechtigte Gebühren, jedenfalls teilweise, für Grundgebühren oder Telefonate handeln, sind diese natürlich zu bezahlen.

Bestehen Sie darauf, dass der Fehler auf Seiten des Anbieters liegt; ein weiterer, nicht erklärbarer Fehler liegt übrigens in der Rückbuchung des zuvor abgebuchten Geldes. Sofern Ihr Konto die notwendige Deckung aufwies, kann ich auch diesen Umstand nicht nachvollziehen.

Nochmals klarstellend: ich kann derweilen eine Rechtmäßigkeit der Forderung des Anbieters nicht erkennen, allerdings fehlen die Informationen, woher die hohe Summe resultieren soll.

Sollten Sie auf schriftlichem Weg keinen Erfolg haben, rate ich dringend den Weg zu einem Anwalt, der sich der Sache annimmt.

Für Nachfragen oder weitere Tätigkeit stehe ich Ihnen natürlich gerne jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

RA Alexander J. Boos

Nachfrage vom Fragesteller 20.10.2007 | 19:26

Die herkunft der gutschrift stammt nach langem hin und her vom gekündigtem presecletion vertrag den will arcor allerdings mit denn neuen monatsgrundgebühren verrechnen sind sie dazu berechtigt? mir ist aufgefallen das nachdem arcor den vertrag gekündigt hatte und darauf hin ich die kundenhotline darüber informiert hatte das diese einen fehler gemacht haben wurde mir ein neuer vertrag per telefon aufgeschwatzt da ich ja ein telefon brauche wegen zwei kindern. (mir wurde zugesagt ich würde sofort wieder freigeschaltet sein aber müsse einen neuen vertrag nehmen) habe ich bis dato auch keine unterlagen von arcor bekommen. diese 99 euro kommen von der abschaltung wohl gemerkt ich habe den vertrag nicht vorzeitig gekündigt sondern arcor. dennoch bestehen sie auf diese 99euro abschaltgebühr. ich kann mir nicht einen neuen anbieter suchen was ich nach der kündigung von arcor tun wollte, da wurde mir mit geteilt das arcor die leitung nicht freigeben würde ist das rechtens?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.10.2007 | 20:54

1.
Wenn neue Monatsgrundgebühren anfallen, dann ist grundsätzlich auch eine Verrechnung zulässig.

2.
Was den telefonischen Vertragsschluss angeht, ist es netürlich möglich, einen Vertrag telefonisch zu schließen. Ihnen stünde in diesem Fall ein Widerrufsrecht zu, sofern Sie nicht über Ihr recht belehrt wurde, könnten Sie wohl auch jetzt noch widerrufen.

3.
Die Abschaltgebühr ist sicher nicht rechtens, hierzu verweise ich auf die obigen Ausführungen und den Umstand, dass die Abschaltung offensichtlich unrechtmäßig erfolgte. Widersprechen Sie dieser Gebühr!

4.
Sofern Ihr Vertragsverhältnis mir Arcor beendet wäre, was aber wohl nach Ihren ergänzenden Infos nicht der Fall ist, müsste Arcor die Leitungen freigeben. Es ist aber erfahrungsgemäß so, dass beim Wechsel zu einem neuen Anbieter es einige Zeit dauert, bis die Letungen "frei" sind.

Bei weiteren Problemen wenden Sie sich an mich.

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