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arbeitsunfall oder leichtsinn ?

31.01.2011 08:30 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


am 8.12.10 warfen 2 kollegen wärende der arbeitszeit / baustelle einen schneeball aus 6 m höhe. der ball traf mich im nacken.

div. zähne gesplittert muss mit nachfolge schäden rechnen. die dann nicht durch die kasse abgedeckt sind. den ersten schaden hat der arzt mit der kasse verrechnet obwohl als unfall gemeldet.

weder arbeitgeber noch die beiden verursacher
habe diesen vorfall gemeldet.

was muss ich tun, damit ein ich zukünftig keinen ärger habe ? verjährung / hafbarhaltung n die firma und die beiden verursacher.

Sehr geehrter Fragesteller,

unter Schilderung Ihres Sachverhalts möchte ich Ihre Frage gerne wie folgt beantworten. Ich möchte zusätzlich darauf hinweisen, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen einen anderen Sachverhalt ergeben kann, der rechtlich anders zu bewerten ist. Ich bitte daher darum, diese Antwort nur als erste Einschätzung zu betrachten.

Sie beschreiben den "Unfall" so, dass Arbeitskollegen von Ihnen aus einer großen Höhe einen Schneeball auf Sie haben herabfallen lassen, so dass Sie hierdurch Verletzungen erlitten.

Nach dieser Schilderung handelt es sich nicht um einen Arbeitsunfall. Ein Arbeitsunfall i.S.d. § 8 SGB VII liegt vor, wenn ein Arbeitnehmer bei Ausführung der Arbeit durch ein Ereignis verletzt wird, dass einen zumindest inneren Zusammenhang zwischen der Arbeit selbst, der verrichteten Tätigkeit, und der versicherten Tätigkeit selbst, also Ihrem Arbeitsvertrag hat. Bei dem Werfen des Schneeballs handelt es sich jedoch keineswegs um die Ausführung der Arbeitsleistung, so dass dies keinen Arbeitsunfall darstellen kann.

Vielmehr haben Sie direkt einen Schadensersatzanspruch aus § 823 I BGB , §§ 823 II BGB i.V.m. §§ 223 I, 224 I Nr. 2 StGB wegen gefährlicher Körperverletzung, in jedem Falle aber einen solchen aus fahrlässiger Körperverletzung nach § 823 II BGB i.V.m. § 229 StGB gegen Ihre Arbeitskollegen bzw. denjenigen, der den Schneeball tatsächlich geworfen hat. Im Zweifel waren dies beide zusammen als Mittäter.

Diese sind Ihnen direkt zum Ersatz des Schadens aus der Verletzung und damit jedwede Arztrechnung und auch Folgeschäden verpflichtet.

Problematisch kann in diesem Zusammenhang sein, dass Sie für den gesamten Vorfall als Anspruchssteller die Beweispflicht trifft. Sie müssen also den Nachweis erbringen, dass sich der Schaden so wie hier beschrieben ereignet hat. Sie sollten mithin schauen, ob es für diesen Vorfall noch andere Zeugen gibt, die notfalls in einem gerichtlichen Verfahren auf Schadensersatz für Sie aussagen könnten. Die beiden Verursacher werden dies nach hiesiger Einschätzung regelmäßig nicht machen.

Die Verjährungsfrist für die Ansprüche richtet sich nach §§ 195 , 199 BGB und beträgt 3 Jahre. Diese Frist hat am 1.1.2011 begonnen und endet am 31.12.2013. Jedoch sollten Sie nicht so lange warten, um die Ansprüche geltend zu machen. Die Beweislage wird im Laufe der Zeit nicht besser.

Sie sollen daher, wenn die beiden Verursacher Ihre Einstandspflicht verneinen, einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Vertretung Ihrer Interessen beauftragen, da gerade bei Zahnschäden die Nachbehandlungskosten erheblich sein können.

Sollte ein Aspekt nicht angesprochen worden sein, so nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

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