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arbeitsrechtliche Maßnahme?


| 22.10.2005 08:29 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht




Bei uns in der Firma lag über Wochen ein Dokument (Stellungnahme zu einem Ereignis) für die Mitarbeiter aus. Nachdem es ausgefüllt und von einigen Mitarbeitern Unterschrieben ist, wurde dieses an den Regionalleiter per FAX versendet. Wenn ein Mitarbeiter im Nachhinein dieses Dokument nochmals anschauen möchte, weil über ihn ohne sein Wissen eine negative Beurteilung hineingeschrieben wurde. Und er dazu das Büro betritt.
(Der Büroraum ist für die Mitarbeiter im Zuge des Arbeitsablaufes frei zugänglich.) Und das Dokument unter anderen offiziellen Papieren auf dem Schreibtisch hervornimmt und liest.

Erfüllt dies in irgendeiner, weise die Kreterin für eine arbeitsrechtliche Maßnahme?

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Guten Morgen,

ich habe den Verdacht, daß Ihre Frage nur die Spitze des Eisbergs erkennen läßt. Insbesondere wäre ich schon daran interessiert, was für einen Inhalt dieses Dokument hat.

Aber zu Ihrer Frage:

ein Mitarbeiter ist nicht berechtigt, irgendwelche Papiere, gleich welchen Inhaltes, im Büro hervorzusuchen und zu lesen. Eine Ausnahme besteht -natürlich- dann, wenn dies zu seinem Arbeitsablauf gehört.

Mit dem Suchen und Lesen des Papieres verstößt der Arbeitnehmer zunächst einmal gegen sein Nebenpflichten aus dem Arbeitsvertrag. Dies kann je nach Schwere zumindest eine Abmahnung, möglicherweise eine Kündigung rechtfertigen. Es kommt hier auf den Einzelfall an. Eine Kündigung halte ich aber nur dann für diskutabel, wenn es sich um einen schweren Vorfall handelt (hängt auch von dem Inhalt des Papieres ab) und dies nicht der erste Vorfall dieser Art war und wegen früherer Vorfälle bereits abgemahnt worden ist.

Hinweisen möchte ich noch darauf, daß der Mitarbeiter jederzeit Anspruch auf Einblick in seine Personalakte hat. Sofern das Dokument hierfür relevant ist, kann er dort dann Einblick erhalten.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de

Nachfrage vom Fragesteller 22.10.2005 | 11:08

Sehr geehrter Herr

Ich möchte ihnen kurz schildern, worum es geht.
Ich arbeite in einer Großen Schweizer Modekette. Ich hatte nie Probleme mit der Chefin wurde nur gelobt aber bin mit der Kollegin befreundet, die im Moment Mode ist ( Frau Weidner ) sie macht im Moment nichts richtig was ihr aber nie Persönlich gesagt wird nur zu dritten .
In Aufenthaltsraum unserer Filiale lag über eine Woche ein Dokument aus, indem zu einem Ereignis (Modeball 50% Rabat für Kunden schlechtes Ergebnis Umsatz) Stellung genommen werden sollte. Nachdem ich diese gelesen habe, habe ich unsere Stellvertreterin danach gefragt die Antwort war das muss ausgefüllt werden. Einige Tage später hat die Filialleiterin zu mir gesagt sie musste noch dieses Schreiben ausfüllen, ich sagte noch das ist nichts weiter das sind ja nur ein Par Sätze darauf hat sie schon launisch reagiert. Am selben Tag abends haben die Filialleiterin und die Stellvertretung an diesem Dokument geschrieben im Vorbeigehen habe ich nur gehört, wie gesagt wurde „wir schreiben rein das sich die nicht beteiligt haben„. Da ich nicht wusste was dieser Satz sollte habe ich nicht darauf reagiert. Am nächsten Morgen kahm mir das doch komisch vor und ich habe mir dann das Dokument auf dem Schreibtisch meiner Chefin rausgesucht (es lag unter anderen offiziellen Dokumenten der Filiale im Büro, das frei zugänglich ist). Auf diesen Schreiben standen dann als Unterzeichner drei Namen ( Chef, Stellvertreter, eine Verkäuferin ) von sechs ( Frau Weitner war zu diesem Zeitpunkt, um den es geht, krank ,eine Kollegin hat das schreiben gesehen hatte dann aber Urlaub und wurde nicht erwähnt) darunter der Satz die Mitarbeiter Baensch und Weitner haben sich aus Interesselosigkeit nicht beteiligt, ich habe sofort meine Chefin angesprochen diese meinte nur es hätte sich jeder daran beteiligen müssen und ich hätte dies nicht getan. Mein Argument, das ich sowohl mit der Regionalleiterin und der Stellvertreterin darüber detailliert geredet habe lies sie nicht gelten. Ich hätte nicht gesagt das Es dabei um die Stellungnahme ging.

Am Samstag habe ich dann meine Chefin darüber informiert das Ich die Möglichkeit haben möchte mich dazu bei der Regionalleiterin zu äußern. Nach anfänglicher Ablehnung hat sie dann trotzig zugestimmt. Die Regionalleiterin konnte sich an unsere Gespräch erinnern und meinte es müsse eine Regelung getroffen werden das so etwas nicht mehr vorkommt und alle eindeutig wissen, woran sie sich zu beteiligen haben.und sagte es wäre Richtig gewesen das ich Angerufen habe.

Durch einen Zufall habe ich jetzt mitbekommen das die Regionalleiterin am Dienstag kommt meine Chefin meint ich hätte sie nicht Anrufen dürfen da ich sie mit dieser Kleinigkeit nicht belästigen dürfte und es hätte die Personalleiterin gestört das Ich das Schreiben genommen hätte.

Nun habe ich die Befürchtung das mir Konsequenzen daraus entstehen. Obwohl die eigentlichen Verstöße von der Filialleiterin gemacht werden.Nur einige Beispiele. Pausen werden überzogen um Stunden. Während der Arbeitszeit wird Sekt getrunken 1 bis 2 Flaschen in der Woche. Teilweise sind die Mitarbeiter sieben stunden alleine im Laden trotz Anweisung das mindestens zwei da sein Sollen. Die anderen 2- 3 sitzen im Büro und Reden (feiern). Sachen werden ohne Bezahlung angezogen und dann einen Tag später wieder hingehängt und noch einiges mehr.

Was halten sie davon ? Und ist es notwendig die Regionalleiterin über die Zustände zu informieren. Bisher wollte ich dies, nur wenn sie mich abmahnen oder Entlassen wollen!!

Mit freundlichen Grüßen Diana Baensch

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.10.2005 | 16:38

Guten Tag,

auch wenn Ihre Situation sicherlich verzwickt ist, möchte ich Ihnen raten, Ihre Filialleiterin nicht zu umgehen und nicht direkt an die Regionaldirektion Stellung zu nehmen. Sie stehen ja nicht in der Verpflichtung, nach oben Bericht zu erstatten; die Organisation der Arbeit ist Aufgabe der Filialleiterin. Wenn Sie die Dienstwege umgehen, kann Ihnen dies negativ ausgelegt werden.

Sie sollten aber vorsichtshalber sämtliche Vorfälle aufsschreiben, um sich gegen etwaige Vorwürfe schützen zu können.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß

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Nur soviel ich habe meine Chefin nicht übergangen. Wenn ich aber berichte was sie alles so macht werde ich mich direkt an den Bereichsleiter wenden. Oder Nicht ? "
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