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anwaltskosten des vermieters


23.10.2006 23:40 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Elmar Dolscius



Ich habe wegen eines Wohnungsmangels (Lärm der Heizungspumpe über dem Schlafzimmer) seit zwei Monaten die Miete gekürzt. Mittlerweile hat der Vermieter mir gekündigt wegen Eigenbedarf. Ist zulässig lt. Mieterschutz. Ich will jetzt klein beigeben,da ich erstens nichts mehr von einer Beseitigung des Magels habe und zweitens die Folgenkosten (Gericht, Sachverständiger etc.) fürchte.Mein Vermieter hat für die Kündigung und wg. der Mietminderung einen Anwalt eingeschaltet. Muss ich jetzt die Kosten für den Anwalt zahlen, wenn ich nachgebe?
Ich brauche Ihren Rat. Danke.
Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Frage summarisch auf der Basis der mitgeteilten Informationen.

Grundsätzlich kann Ihr Vermieter nur die Kosten als Schadensersatz geltend machen, die durch Ihre Handlung verursacht wurden. Dies ist bei einer Eigenbedarfskündigung gerade nicht der Fall. Die Kosten für eine Kündigung aus Egenbedarf muss Ihr Vermieter daher selbst tragen.

Hinsichtlich der Einschaltung wegen der Mietminderung hängt es davon ab, ob diese berechtigt war. Sollte dies der Fall sein, könnte der Vermieter Ihnen theoretisch die Anwaltskosten in Rechnung stellen.

Da der Vermieter allerdings das Mietverhältnis beenden möchte und dies am einfachsten mit Ihrer Mitwirkung funktioniert, würde ich ihm den Vorschlag machen, dass Sie zum Ihnen nächstmöglichen Zeitpunkt die Wohnung verlassen, Sie dafür aber nichts mit den Anwaltskosten zu tun haben. Andernfalls könnten Sie der Eigenbedarfskündigung widersprechen und die Angelegenheit dauert für den Vermieter sehr viel länger. Im Normalfall wird der Vermieter darauf eingehen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung geben und wünsche Ihnen viel Erfolg in der Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Dolscius
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 24.10.2006 | 09:31

Sehr geehrter Herr Dolscius,
danke für Ihre Antwort. Bei diesem Vermieter muss ich leider mit dem Schlimmsten rechnen. Mündlich ist da nichts mehr zu machen. Muss ich – um Anwaltskosten zu vermeiden – in jedem Fall nachweisen, dass meine Mietminderung berechtigt war?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.10.2006 | 12:56

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworten möchte:

Leider wäre es in der Tat so, dass Sie bei einer unberechtigten Mietminderung für die Anwaltskosten verantwortlich wären. Sie hätten diese daher auch zu tragen.
Allerdings ist (vorbehaltlich einer genauen Prüfung) der von Ihnen erwähnte Mangel nicht dergestalt, dass eine Mietminderung undenkbar wäre. Es ist also fraglich, ob der Vermieter sich darauf einlassen wird, hier eine genaue Prüfung vornehmen zu lassen.

Ich würde Ihnen raten, sich auch anwaltlich vertreten zu lassen. Oft ist es einem Kollegen möglich, mit dem beauftragten Anwalt der Gegenseite eine Einigung herbei zu führen, ohne dass die Parteien selbst involviert werden. Gerne können Sie sich diesbezüglich auch an meine Kanzlei wenden.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage damit abschließend beantworten und wünsche Ihnen viel Erfolg in der Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Dolscius
Rechtsanwalt

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