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angeblicher ladendiebstahl


24.11.2005 16:26 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich bin 30 Jahre alt und bin vor ca.11 Jahren wegen fahrl. Körperverletzung,per Strafbefehl zu 15 TS(450,-DM) verurteilt worden.

Am 15.10.2005 gegen 16.50 Uhr wurde ich des Diebstahls eines Rückschlagventils(Warenwert: 2,09 Euro) für Aquariumluftschläuche bezichtigt. Jenes Rückschlagventil hatte ich jedoch bereits 12.55 Uhr in diesem Geschäft gekauft, was ich mittels Kassenbon belegen kann.
Ich hatte diesen Artikel jedoch noch in meiner Jackentasche, als ich das Geschäft zum zweiten Mal gegen 16.30 Uhr betrat, um einen anderen Artikel zu kaufen.
Ich habe den Artikel, welchen ich kaufen wollte und auch kaufte vom Warenregal genommen, und meine Geldbörse zusammen mit dem bereits gekauften Rückschlagventil aus meiner Jackentasche genommen .In einem Gang zur Kasse habe ich dann das Rückschlagventil in meine Jackentasche zurückgesteckt, was vom Hausdetektiv wahrscheinlich gesehen wurde und den Verdacht des Diebstahls aufkommen lies. Daraufhin von Ihm angesprochen, gingen wir in sein Büro, wo er die Meinung vertrat, er hätte gesehen wie ich das Rückschlagventil vom Warenträger genommen habe. Wie er so etwas gesehen haben will, weis ich nicht, da er mir im Gang gleich um die Ecke entgegen kam, er somit um die Ecke gucken können müsste.
Im Büro ließ er sich nicht von seiner Meinung abbringen, was er ziemlich deutlich machte. Ich war so von Ihm eingeschüchtert und durcheinander, dass ich nicht wusste, was ich machen soll. Mir wurde erklärt, dass es keinen Sinn macht etwas anderes zu behaupten, die Beweislage sei eindeutig und er sonst die Polizei hole und es anschließend zu einem Gerichtsverfahren kommt, bei dem ich mit meiner Aussage eh keine Chance hätte gegen Ihn, da Aussage gegen Aussage stehen würde und dann sehr hohe Kosten auf mich zukommen würden.
Um ein solches Gerichtsverfahren(da ich in einer bayrischen Firma angestellt bin und meist erst Donnerstags wieder zu Hause bin, müsste ich wegen eines Gerichtsverfahrens unter der Woche, die gesamte Woche Urlaub nehmen) und die Polizei zu vermeiden, habe ich an Ort und Stelle ein Formular unterzeichnet und 150.-Euro Fangprämie bezahlt.
Ich war so perplex, dass ich gar nicht an den Kassenbon dachte, welchen ich hätte ihm ja später beibringen können, da ich ihn zu Hause hatte.
Meiner Meinung nach hat es nun zivilrechtlich wenig Sinn, auf die Rückgabe der Fangprämie gegen die Behauptung des Sicherheitspersonals vorzugehen, da Aussage gegen Aussage steht, und ich leider schon ein Formular unterschrieben habe. Dies bezüglich habe ich mich mit dem Geschäftsführer auch noch mal in Verbindung gesetzt, welcher meine Meinung bestätigte und deutlich machte, dass die Behauptungen des Sicherheitspersonals aufgrund der langen Zusammenarbeit mit der Sicherheitsfirma, für Ihn bindend sei.
Diese Aussage habe ich bereits der Polizei in dem mir zugeschickten Anhörungsbogen schriftlich mitgeteilt.
Da ich ja entgegen der Aussage im Protokoll,welches ich im Büro des Hausdetektives unterschrieben habe, behaupte nicht gestohlen zu haben,würde ich gern erfahren,ob für die Staatsanwaltschaft ein öffentl. Interresse besteht,den Sachverhalt aufzuklären und ich noch vor Gericht muss,oder ob es auch zu einer Einstellung des Verfahrens kommen kann?
Für Ihre hilfreichen Antworten und Ihre Bemühungen bedanke ich mich schon mal ganz herzlich!

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Nach Ihrer Schilderung dürfte die Staatsanwaltschaft wohl zunächst von einem Diebstahl ausgehen und die weitere Aufklärung einer Hauptverhandlung in einem Strafverfahren überlassen, da ihre Erklärung auf dem von Ihnen unterschriebenen Formular und Ihre jetzige Einlassung sich wohl widersprechen.

Soweit dies allerdings Ihr erster Kontakt mit der Staatsanwaltschaft ist dürfte auch eine Einstellung des Ermittlungsverfahrens, ggfs. gegen eine kleine Geldbuße, in Betracht kommen, ohne dass es zu einer Anklage kommt.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen Angaben geholfen habe.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Meisen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 24.11.2005 | 17:14

danke für Ihre Antwort.
Wie könnte denn eine Aufklärung in einer Hauptverhandlung aussehen,da ja Aussage gegen Aussade steht und ich mittels Kassenbon belegen kann,dass ich jenen Artikel bereits 4 Stunden zuvor gekauft habe?Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.11.2005 | 17:17

Der Kassenbon belegt noch nicht, dass Sie nichts gestohlen haben. Schließlich könnten Sie nach dem ersten Einkauf ja noch einmal mit dem Bon zurück gekommen sein und ein zweites Exemplar eingesteckt haben.

Insoweit wird es in der Hauptverhandlung darauf ankommen, ob Sie Ihre Version so glaubwürdig erzählen, daß Ihnen der Richter glaubt.

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