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angeblicher Warenbetrug - Starfbefehl ergangen - massive Rufschädigung


10.08.2006 13:59 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Hallo Ratgebende !

wir betreiben einen I-Net Shop, der recht gut läuft ( oder lief ? ). Teilweise bieten wir auch über ebay an. Nun hat ein Käufer dieser Plattform eine Ware erworben, dessen Lieferung ihm aufgrund technischer Änderungen am Gerät zu lange dauerte und er hat deshalb seine Bestellung storniert. Die Erstattung des Kaufbetrages erfolgte sofort. Die Bewertung enthielt den Kommentar " das letzte Stündlein hat geschlagen " und in nachfolgender Korrespondenz über ebay und per E-Mail wurden wir beschimpft. Die letzte Mail enthielt den Satz " dann halt auf die harte Tour ". Danach haben wir ihn in den SPAM gesetzt.

Dieser Vorgang ist vier Monate her. Nun wunderten wir uns, dass unsere ebay-Umsätze wegbrachen, Lieferanten anfingen zu zicken ( nur noch Nachnahme oder Vorkasse ), Bestellungen bei ebay nicht erfüllt wurden, über einen anderen Marktplatz Bestellungen per Nachnahme aufgegeben wurden, deren Annahme dann verweigert, Bestellungen mit Widerruf zurückgesandt, kurzum, Lagerbestand baut sich auf, Erstattungsansprüche der Kunden laufen zusammen, Finanzierungsbedarf gestiegen, führt dann letztendlich zu erheblichem finanziellem Engpass und durch die Forderungen nach Vorkassen / Nachnahmen bei Lieferanten zu längeren Lieferzeiten.

Uns liegt zwischenzeitlich Mailverkehr zwischen Kunden ( ebay - Käufer ) und dem eingangs genannten Herrn vor, in dem klipp und klar zur sofortigen Strafanzeige aufgefordert wird. Dieser Käufer nimmt über das Verkaufsformular nach Kauf der Waren sofort Kontakt mit den Käufern auf ( Transaktionsübersicht ) mit den Worten "Probleme mit XYZ - sprechen Sie mich an " Es würde uns nicht wundern, wenn auch Lieferanten angesprochen wurden, zumindest der Bürgermeister unserer Gemeinde ( der auch der Vermieter unseres Ladengeschäftes ist ) wurde bereits mit Mail-Verkehr "informiert". Der Ablauf war immer der gleiche:
ebay-Verkauf, Zahlungseingang, 2 Tage später ganz böse Briefe, teilweise sofort Stornierung, Zahlungsfrist Erstattung 3-4 tage ( in dieser zeit ist grade die Ware eingetroffen, die wir dann auch bezahlt hatten ), kein Anwalt, sofort Strafanzeige nach Ablauf dieser Frist.

Ergo sind Ermittlungsverfahren aufgelaufen, die Erstattungen jedoch vorgenommen. Zivilrechtlich also nichts passiert.

Der Staatsanwalt ist jedoch der Meinung, einen Strafbefehl erlassen zu müssen, da er bedingten Vorsatz sieht. Selbstverständlich wurden Rücktritt und Strafanzeige mehr oder weniger zeitgleich erstellt und selbstverständlich zwar die Rückzahlung einkasiert, aber die Staatsanwaltschaft nicht informiert.

Um einen zeitlichen Ablauf zu definieren: Wir reden über Verträge, die ab März 2006 geschlossen wurden.

Vielleicht wichtig: Wir fordern auch bei Erstbestellern keine Vorkasse, dieses ist eine Variante von dreien ( auch über ebay ).

Der Strafbefehl enthält 90 Tagessätze, also keine Vorstrafe. Ist aber sachlich falsch, da der Staatsanwalt als Begründung angibt, das lediglich eine Erstattung von vier Vorgängen vorgenommen wurde. Ich habe nun 14 Tage Zeit zu entscheiden, den Strafbefehl zu akzeptieren oder nicht und müssen die Ermittlungsakten heranziehen. Wer macht das und was kostet das ?

Stellt sich dann die Frage nach dem Verhalten des ebay Kunden, der so unfverforen die Kundenbeziehung zerstört. Wir haben zwar inzwischen einen anderen ebay-account, ist aber nur eine Frage der Zeit, bis der junge Mann dieses mitbekommt, da unsere Anbieterkennzeichnung Pflicht ist. Über diesen Marktplatz haben wir in guten Zeiten mtl. einen vierstelligen Betrag an Nutzen erwirtschaftet.

vielen Dank.

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Sehr geehrter Herr, sehe geehrte Dame,

auf Grundlage der geschilderten Details erlaube ich mir, Ihre Frage wie folgt zu beantworten:

Hier geht es ersichtlich um einen existenzbedrohenden Fall – ggf. müssen auch schnell zivilrechtliche Schritte ergriffen werden. Ein Strafbefehl, gerade bei Internetfällen, wird oft schnell und hektisch erlassen und bedeutet in der Sache nicht, dass die Anschuldigungen so stimmen müssen. Sie sollten sofort einen Anwalt Ihres Vertrauens aufsuchen, der dann unverzüglich Einspruch gegen den Strafbefehl einlegen muss. Dieser kann später zur Not noch zurückgezogen werden. Dann muss Akteneinsicht genommen werden und die weitere Strategie erarbeitet werden.

Eine anwaltliche Betreuung wird im Regelfall hier zwischen 500 und 1000,-- zzgl. Auslagen und MwSt. kosten. Eine genaue Beurteilung kann erst nach persönlichem Gespräch und genauer Einschätzung der Sachlage abgegeben werden, dafür bitte ich um Verständnis. Natürlich steht Ihnen unsere Kanzlei für eine weitere Vertretung zur Verfügung, schreiben Sie mich dann bitte über die untenstehende email erst einmal unverbindlich an, ich rufe dann gerne für alles Weitere zurück!

Hochachtungsvoll

Rechtsanwalt Hinrichs
rahinrichs@gmx.de
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