Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

angeblich defekter Computer versendet


24.03.2006 17:12 |
Preis: ***,00 € |

Internetauktionen


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Ich bin gewerblicher Verkäufer bei Ebay und habe einen gebrauchten Computer verkauft. Dieser PC wurde hier von mir getestet und funktionierte ohne Probleme und Fehler. Ich habe alles sorgfältig verpackt und per versicherten Versand an den Käufer gesendet.
Der Käufer meldete sich nach fast 3 Wochen telefonisch bei mir und reklamierte, dass der PC defekt sei, da der Lüfter falsch eingebaut wäre (was schon technisch nicht möglich ist) und beim Transport oder vorher abgefallen sei und dabei den Prozessor beschädigt habe. Auf meine Aufforderung mir digitale Fotos zu senden oder einen sonstigen Beweis zu liefern reagierte er nicht. Erst wieder nach mehr als einer Woche kam ein Anruf er sei bei einem Reparaturdienst gewesen und die hätten den Defekt des Prozessors bestätigt.
Hat der Käufer Anspruch auf Gewährleistung wenn er doch den PC geöffnet hat ohne mich vorher zu informieren das er nicht bei ihm funktioniert?? Wie kann ich nachvollziehen bzw mich absichern, dass er nicht den PC geöffnet hat, einen alten kaputten Prozessor oder sonstiges eingebaut und jetzt von mir Ersatz oder Rückabwicklung verlangt?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich aufgrund Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte:


Nach § 476 BGB wird eine gesetzliche Vermutung dahingehend aufgestellt, dass ein Sachmangel, der sich innerhalb von 6 Monaten seit Gefahrübergang zeigt, auch schon zum Zeitpunkt des Gefahrübergangs vorlag.

Diese Beweislastumkehr ist grundsätzlich auch auf gebrauchte Sachen anwendbar.


Sie müssten daher beweisen können, dass der Computer den Mangel zum Zeitpunkt der Versendung noch nicht aufgewiesen hat. Dieser Beweis kann auch dadurch gelingen, wenn es offensichtlich ist, dass der Käufer den Computer unsachgemäß gebraucht hat. Wenn es tatsächlich technisch nicht möglich ist, dass der Lüfter verkehrt eingebaut wurde, so würde ich mich darauf berufen, denn dann kann die vom Käufer reklamierte Beschädigung des Prozessors auch nicht darauf beruhen.


Ich hoffe, diese Antwort war Ihnen soweit behilflich und verbleibe mit freundlichen Grüßen


Sabine Reeder
Rechtsanwältin
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER