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angeblich Verkehrsunfall mit FF

| 04.07.2021 01:06 |
Preis: 40,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Anwälte,

ich benötige eine Wegweisung bezüglich folgenden Falles:

Anfang Juni fuhr ich mit meiner Familie (Frau und 2 Kleinkinder) eine Straße entlang als es plötzlich laut "klirrte". Wir haben sofort angenommen, dass ein Reifen geplatzt ist. Ich fuhr rechts ran (zweite Reihe neben parkende Autos) und stieg aus dem Fahrzeug. Tatsächlich befanden sich Glassplitter auf der Fahrbahn hinter uns. Ob wir oder jemand anderes auf die Glasflasche gefahren sind, können wir nicht beantworten. Ich kontrollierte meine Reifen und setzte die Fahrt fort.

3 Wochen später werde ich von meiner Versicherung informiert, dass sich ein Anwalt an meine KFZ-Versicherung gewandt hat und einen Schaden ersetzt haben will. Es handelt sich um einen Schaden an einem parkenden Fahrzeug mit anschließender Fahrerflucht. Ein Zeuge soll den Unfall beobachtet und die Polizei herbeigerufen haben. Der Halter des Fahrzeugs soll nicht zugegen gewesen sein. Datum, Ort und Zeit passen zu dem Glasvorfall. Der Schaden beläuft sich auf eine mittlere vierstellige Summe.

Von der Polizei selbst haben wir bis heute keinen Brief erhalten und wurden von dieser auch nicht besucht.
Da mir das ganze sehr suspekt vorkam, habe ich eine Wache aufgesucht und nachgefragt.
Tatsächlich soll ich eine Vorladung erhalten haben.

Vor einigen Tagen war bereits ein Sachverständiger meiner Versicherung vor Ort und hat sich meinen Wagen angesehen und entsprechend Fotos gemacht: Keinerlei Beschädigung/kein einziger Kratzer, der Sachverständiger bezeichnete den Zustand des Fahrzeugs als "praktisch brandneu" (zumal der Wagen gerade mal 3 Monate alt ist). Das Gegnerfahrzeug dagegen ist von Heckstange bis Fahrertür einmal längs ordentlich eingedrückt/zerkratzt. Der Sachverständige hat uns noch vor Ort mitgeteilt, dass der zuständige Sachbearbeiter die Forderung auf jeden Fall ablehnen wird.

Es handelt sich hier ganz offensichtlich nicht um einen von mir verursachten Schaden. Der blöde Glasvorfall muss den Zeugen dazu bewegt haben, uns für den Schaden an dem Fahrzeug verantwortlich zu machen.

Unsere Fragen:

Wie kommen wir aus dem Missverständnis raus?
Wie sollte ich mich verhalten?
Kann ich der Vorladung der Polizei folgen und meinen Wagen vorzeigen?
Ich habe keine Rechtschutzversicherung. Wenn ich zu diesem Zeitpunkt einen Anwalt beauftrage, kann ich die Kosten ersetzt bekommen?
Eigentlich sollte es doch für den Beweis meiner Unschuld ausreichen,
dass mein Wagen keinerlei Beschädigungen aufweist, oder?
Sehen Sie irgentwelche Gefahren für mich bei diesem Fall?

04.07.2021 | 07:42

Antwort

von


(131)
Wilhelmstrasse 16
52428 Jülich
Tel: 0246197420
Web: http://www.ratimrecht.de
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Nach Ihrer Darstellung haben Sie bislang weder von der örtlichen Polizei noch der Staatsanwaltschaft Post zu dem Vorfall erhalten, sondern bislang nur eine mündliche Vorladung, mit der Bitte, Ihren Pkw vorzuführen.

Da hier mit § 142 StGB (unerlaubtes Entfernen vom Unfallort) eine Straftat behauptet wird, die insbesondere die Entziehung der Fahrerlaubnis zur Folge haben kann, ist es bereits jetzt ratsam, von Ihrem Recht zu Schweigen Gebrauch zu machen und eine Anwältin/Anwalt zu beauftragen, der für Sie Akteneinsicht nimmt. Auch wenn angesichts des Umstandes, dass an Ihrem PKW keine Schäden vorhanden sind während das andere Fahrzeug massiv beschädigt ist, eine Unfallverursachung durch Sie sehr unwahrscheinlich ist, rate ich zur Herstellung der "Waffengleichheit" stets zu anwaltlicher Unterstützung. Und immerhin gibt es wohl aktuell einen Zeugen, der Sie mit dem Schaden am anderen Pkw und dem dann vorliegenden Unfall in Zusammenhang bringt.

Allerdings sind die Kosten der anwaltlichen Vertretung hier von Ihnen zu tragen. Selbst wenn es -wovon angesichts des nicht vorhandenen Schadenbildes an Ihrem Pkw ausgegangen werden kann- zu einer Einstellung des Strafverfahrens nach § 170 StPO kommt, tragen Sie Ihre eigenen Anwaltskosten . Hier kommt allenfalls eine Überwälzung der Anwaltskosten auf den Anzeigeerstatter in Betracht, was aber voraussetzt, dass dieser vorsätzlich oder leichtfertig eine unwahre Anzeige erstattet hat. Nach Ihren Schilderungen kann man davon aber nicht ausgehen.

Es ist -darauf möchte ich Sie hinweisen- nicht Ihre Aufgabe, Ihre Unschuld nachzuweisen, sondern man muss Ihnen nachweisen, dass Sie die Straftat begangen haben. Da § 142 StGB ein Delikt ist, bei dem erhebliche Konsequenzen drohen, rate ich Ihnen hier aus meiner anwaltlichen Erfahrung zur Beauftragung einer anwaltlichen Unterstützung.

Ich hoffe, Ihnen hiermit vorab geholfen zu haben und stehe für kostenfreie Rückfragen jederzeit zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Klein


Rechtsanwalt Thomas Klein
Fachanwalt für Familienrecht, Fachanwalt für Verkehrsrecht, Fachanwalt für Steuerrecht

Rückfrage vom Fragesteller 04.07.2021 | 08:43

Hallo Herr Klein,

vielen Dank für Ihre Einschätzung.

Ich müsste die Anwaltskosten also selbst tragen. Können Sie mir plus minus sagen,
wie hoch die Kosten für die anwaltliche Vertretung wären?

Vertritt mich dieser Anwalt gleichwohl gegenüber der Polizei (Strafrecht) als auch gegenüber der Gegnerseite (Zivilrecht) zum genannten Preis oder ist das sozusagen eine Doppelvertretung mit 2fachen Kosten?

Liege ich richtig in der Annahme, dass, mal angenommen die Gegnerseite entscheidet sich die Sache vor Gericht auszutragen, meine Anwaltskosten dann übernommen werden, wenn der Prozess gewonnen wird?
Gilt dies dann für den Gesamtbetrag oder nur für den "zivilrechtlichen Teil"?
Muss ich die Kosten des Verfahrens (Gericht, 2 Anwälte, etc) im Falle einer Niederlage komplett selbst tragen oder übernimmt dies meine Versicherung (außer meinen Anwalt)?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.07.2021 | 08:56

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

1.

Soweit die Strafsache bereits im Vorverfahren -also ohne dass es zu einer Anklageerhebung kommt- erledigt wird, können Sie mit Kosten von rund 600 Euro rechnen. Dies aber nur dann, wenn Ihre anwaltliche Vertretung nach den gesetzlichen Gebühren des RVG abrechnet. Wird hier eine Pauschale oder eine Abrechnung auf Stundenbasis vereinbart, so können die Kosten auch höher liegen.

2.

Sollte es zu einer zivillrechtlicher Auseinandersetzung wegen der Folgen des angeblichen Unfalls kommen, so ist Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung sozusagen Ihr Anwalt und kümmert sich um die Abwehr von Schadensersatzansprüchen. Die Kfz-Haftpflichtversicherung wehrt für Sie hier Ansprüche ab, ohne dass Ihnen hier Kosten entstehen. Sollte es dann zu einem Zivilprozess kommen, "stellt" Ihre Kfz-haftpflichtversicherung in der Regel die anwaltliche Vertretung und übernimmt auch deren Kosten. Sie brauchen hier keinen eigenen Anwalt einzuschalten. Tun Sie es dennoch, würde diese kostentechnisch zu Ihren Lasten gehen.

3.

Wenn ein Zivilprozeß geführt wird, dann trägt am Ende derjenige der Kosten, der verliert. Hierzu zählen auch die Kosten Ihrer anwaltlichen Vertretung, für die aber ohnehin Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung die Kosten übernimmt. Dies würde auch dann gelten, wenn der Zivilprozeß verloren ginge, wobei dann -wenn man hier den Straftatbestand des § 142 StGB annehmen würde- die Versicherung bei Ihnen Regreß nehmen könnte.

Die Kosten der Vertretung im Strafverfahren tragen Sie. Hier kommt es nur dann zu einer Kostenübernahme durch die Staatskasse, wenn hier in diesem Verfahren, also in einer Hauptverhandlung, ein Freispruch erfolgt. Wenn man aber davon ausgeht, dass ein ggf. vorhandenes Gutachten Ihrer Kfz-Haftpflichtversicherung Schäden an Ihrem Pkw verneint, erscheint eine Schadensverursachung durch Sie fernliegend, so dass hier in der Regel eine Einstellung bereits im strafrechtlichen Vorverfahren erfolgen wird und auch primäres Ziel sein sollte.

Ich hoffe, Ihnen hiermit geholfen zu haben und stehe für Rückfragen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Klein

Bewertung des Fragestellers 04.07.2021 | 09:14

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Stellungnahme vom Anwalt:

Vielen Dank!

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