Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

andere Eingruppierung als in Stellenausschreibung

20.07.2008 17:53 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Ich arbeite seit mehreren Jahren bei einem großen deutschen Unternehmen. Zum 01.12.2007 habe ich unternehmensintern meine Stelle gewechselt. Die Stelle war nach dem gültigen Tarifvertrag mit AT1, der ersten außertariflichen Stufe bewertet – dies konnte man der Stellenbeschreibung in der unternehmensinternen Jobbörse entnehmen. Mein Arbeitsvertrag wurde allerdings mit E11, der letzten tariflichen Stufe ausgestellt – eine Differenz zu AT1 von ca. 1100 EUR brutto/Monat. Dies mit der Begründung, dass ich noch jung sei und ansonsten einen Sprung von E10 (die Bewertung meiner Stelle bis zum 30.11.) auf AT1 machen würde, dies sei „nicht möglich“. Meine Qualifikation wurde außer acht gelassen. Aufgrund meines Wechselwunsches habe ich den Arbeitsvertrag für die neue Stelle unterschrieben. Im Arbeitsvertrag ist eine Klausel enthalten, dass nach einem Jahr, also im Dezember 2008, eine Überprüfung der Gehaltsstufe stattfinde.

Nun ist zwischenzeitlich ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen worden, der die bisherigen Gruppen neu ordnet. Zwischen E11 und AT1 hat man noch eine Zwischenstufe (nennen wir sie der Einfachheit halber E12) eingezogen. Selbst wenn nun eine Überprüfung des Gehaltsstufe tatsächlich stattfindet, wird man mich maximal in E12 eingruppieren und nicht in AT1. Dies bedeutet ggü. AT1 einen „Verlust“ von 500 EUR brutto/Monat.

Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich AT1 zu bekommen? Die Gewerkschaft ist der Meinung, dass ein Arbeitsvertrag entsprechend der Ausschreibung ausgestellt werden müsse und ich vor dem Arbeitsgericht klagen könne. Hätte so etwas tatsächlich Aussicht auf Erfolg? Was raten Sie mir?

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und in Ansehung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Die Aussage der Gewerkschaft hinsichtlich der Möglichkeit vor dem Arbeitsgericht auf die Einstufung bezüglich AT1 klagen zu können ist korrekt.

Jedoch sollten Sie nicht außer Acht lassen, ob die Wahrnehmung der Klagemöglichkeit ausreichend Aussicht auf Erfolg bietet. Als problematisch könnte in Ihrem Fall vor allem die Ihnen obliegende Beweislast einzustufen sein.

Zunächst beurteilt sich Ihr Anspruch auf Entlohnung nach dem geschlossenen Vertrag.

Dieser weist Ihren Aussagen zu Folge einen Vergütungsanspruch gemäß E11 aus.

Das bedeutete, dass Sie nunmehr beweise müssten, dass der Arbeitsvertrag mit der Vergütung entsprechend der Ausschreibung geschlossen wurde bzw. die von Ihnen besetzte Stelle zwingend mit AT1 zu vergüten ist, z.B. weil jegliche Mitarbeiter, welche die gleiche Stelle wie Sie besetzen derart vergütet werden.

Sofern Ihre Bewerbung jedoch nicht auf die von Ihnen genannten Ausschreibung hin erfolgt und in den Vertragsverhandlungen Ihnen niemals eine Vergütung AT1 angeboten wurde, könnten die Erfolgsaussichten mangels Erweislichkeit Ihrer Anspruchs als nicht eindeutig zu Ihren Gunsten eingestuft werden.

Ich rate Ihnen daher einen Rechtsanwalt Ihrer Vertrauens mit der Begutachtung der Erfolgsaussichten eines derartigen gerichtlichen Vorgehens zu beauftragen, um eine aussichtslose Rechtsverfolgung auszuschließen.

---

Abschließend erlaube ich mir, Sie auf Folgendes hinzuweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 68649 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Herr Dr. Hoffmeyer konnte mir klar direkt und deutlich meine Frage beantworten und mir auch Tipps für weitere Schritte geben. Sehr nett und empfehlenswert ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Schnell und kompetent ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Auch wenn mir die Antwort vom Ergebnis nicht gefällt wurde sie schnell und kompetent beantwortet. ...
FRAGESTELLER