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alleiniges Hausrecht im gesamten Haus? (Wohnrecht laut Testament)

| 11.11.2020 11:45 |
Preis: 49,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Bernhard Müller


Hallo.

Laut rechtskräftigen Erbschein bin ich in einer Erbengemeinschaft mit Vater und Bruder nach dem 1. Erbfall. (Frist für Rechtsmittel ist vorbei und es wurde keins eingelegt.) Es gibt drei kleine Häuser. Im Grundbuch stehen noch die Eltern und das wird bald berichtigt. Im Elternhaus wo mein Vater mit mir wohnt habe NUR ich laut Testament Wohnrecht. Wir beide sind hier ganz normal gemeldet; ich wohne seit Januar hier.

>>> Ich möchte wissen, ob ich schon jetzt das alleinige Hausrecht für das gesamte Haus habe. oder erst wenn wir drei als Eigentümer im Grundbuch stehen. <<<

Hier gibt es keine abgetrennten Wohnungen, in den 2 anderen Häusern schon.

Das Testament lautet wörtlich (Namen und Anschriften habe ich rausgenommen):

„Wir, Eheleute (Vater) und (Mutter) sind uns einig dass nach unserem Tod unsere Tochter (Name) das Haus und Grund in (Haus A) erben soll. Unser Sohn (Name) soll die Häuser in (Ort) erben, die Grundstücke (Häuser B1 und B2). Solang einer von uns am Leben ist dürfen die Häuser nicht verkauft werden. Desweiteren schließen wir eine Flichtteilsforderung seitens unserer Kinder aus. Nach dem Tod eines von uns hat unsere Tochter ein Wohnrecht in (Anschrift Haus A) und unser Sohn in (Anschrift Haus B2)."

(Datum) (Unterschrift von Mutter) (Unterschift von Vater)

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Durch Testament kann jeder nur über das Verfügen, was ihm vor seinem Tod gehört hat. Wenn Ihre Mutter vor dem Tod die Alleineigentümerin des Hauses war, haben Sie mit Eintritt des Erbfalls das alleinige Hausrecht.
Sie schreiben jedoch, dass beide Elternteile im Grundbuch stehen. Also hat auch Ihr Vater einen Miteigentumsanteil am Grundstück. Dieser ist nicht mit Ihrem Wohnrecht belastet, weil Ihr Vater noch lebt. Daher müssen Sie sich das Wohnrecht noch mit Ihrem Vater teilen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 14.11.2020 | 18:09

Sehr geehrter Herr RA Bernhard Müller,

danke für die Beantwortung. Wenn ich nun eine Klage auf Eintragung meines dinglichen Wohnrechts betreiben möchte, ist ein Anwalt dann zwingend für mich? Sprich vorm LG herrscht ja meist (nicht immer) Anwaltszwang. Das schuldrechtliche kann man ja nicht ins Grundbuch eintragen lassen, soweit mir bekannt.

Und gegen wen wäre die Klage dann zu richten; nur gegen meinen Vater oder gegen Vater und Bruder, in diesem Fall hier? Und sehen Sie selbst Erfolg darin?

Mit freundlichen Grüßen, nach Berlin

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.11.2020 | 18:16

Sehr geehrte Fragestellerin,

die Klage müsste gegen die Erbengemeinschaft gerichtet werden. Anwaltszwang besteht. Sie müssten die Klage darauf beschränken, dass der Miteigentumsanteil der Erbengemeinschaft mit dem Wohnrecht belastet wird.

Der Erfolg, dass Sie das alleinige Hausrecht haben, kann dadurch nicht eintreten. Denn der Miteigentumsanteil, den Ihr Vater an dem Haus bereits vor Eintritt des Erbfalls hatte, kann nicht gegen den Willen Ihres Vaters belastet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 17.11.2020 | 00:43

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"Ich muss mich entschuldigen ... Die Sache hat mich so enorm aufgewühlt, aber Sie haben wohl recht und man muss es leider akzeptieren.
Ich habe meine Bewertung korrigiert."
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