Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

änderung Steuerbescheid - Einspruch einlegen oder nicht?

16.01.2011 17:39 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Marlies Zerban


Mein Steuerbescheid fuer 2007 wurde Ende 2010 geaendert:
Als Erlaeuterung wird folgendes angegeben:
Durch eine Lohnsteuer Aussenpruefung beim Arbeitgeber wurde festgestellt dass Arbeitsmittel, Dienstreisen und Telefonkosten nicht als Werbungskosten geltend gemacht werden, da diese vom Arbeitgeber uebernommen worden sind.
Mein urspruengliches Steuerbescheid fuer 2007 ist gemaess § 165 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 AO vorlaeufig.
Erwaehnt sei noch dass ich seit 2008 keinen staendigen Wohnsitz in Deutschland habe und auch abgemeldet bin. Kurz gefasst: Ich bin 2008 ausgewandert.
Einspruch einlegen oder nicht? Dadurch dass ich im Ausland bin habe ich relativ spaet die Aenderung erhalten und hat dieses Auswirkungen auf die Einspruchsfrist?
Wird dass oben angefuehrte auch auf 2006 zutreffen?

Danke im voraus



Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte gerne Ihre Fragen im Rahmen einer Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und den Vorgaben dieser Plattform.

1. Änderung Seuerbescheid fuer 2007 Ende 2010

Wenn es zutrifft, dass Sie selbst die Aufwendungen nicht gezahlt haben, sondern der Arbeitgeber, dann konnte das Finanzamt den Steuerbescheid 2007 auf Grund einer "neuen Tatsace" nach § 173 AO den Steuerbescheid ändern 2007 ändern. Für den Veranlagungsbeamten bei Ihrem Wohnsitzfinanzamt war es ja neu, dass tatsächlich keine Aufwendungen für Werbungskosten vorlagen.

Die Vorläufigkeit nach § 165 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 AO bezieht sich auf eine Reihe von anhängigen Verfahren beim Bundesfinanzhof und wirkt sich hier nicht aus.

Wenn Sie allerdings nun andere Werbungskosten hatten, die Sie in der Steuererklärung 2007 noch nicht angesetzt haben, können diese Werbungskosten im Rahmen eines Einspruchsverfahrens geltend gemacht werden. 2007 wurde beispielsweise die Pendlerpauschale rückwirkend wieder anerkannt. Wenn Sie bei Dienstreisen keine Erstattung von Verpflegungsmehraufwendungen erhielten, können Sie das nun nachholen.

Wenn Sie sich in Deutschland abgemeldet haben und der Bescheid über Dritte zu Ihnen kam, dann können Sie geltend machen, dass der Zugang tatsächlich erst viel später war. Sie können auch rein vorsorglich Einspruch einlegen zur Fristwahrung und dann prüfen, ob ein Einspruch sich lohnt.

Wird dass oben angefuehrte auch auf 2006 zutreffen?

Wenn die Lohnsteuerprüfung sich auch auf 2006 erstreckt hat, müssen Sie mit einer Änderung durch das Finanzamt rechnen. Falls nicht, so müssten Sie von sich aus die Änderung nach § 153 AO vornehmen. Die Festsetzungsverjährung von vier Jahren, § 169 AO ist noch nicht abgelaufen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und stehe für eine Nachfrage gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Marlies Zerban
Rechtsanwältin
Steuerberaterin

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70954 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Prima Service ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Kurze und aussagefähige Antwort, und darüber hinaus noch wertvolle Tips für das eigene Vorgehen - sehr empfehlenswert! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort vom Anwalt hat mir sehr weitergeholfen. Hat sich gelohnt für wenig Geld einen Anwalt hier zu kontaktieren. ...
FRAGESTELLER