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absichtlich extrem laute Technomusik vom Hausnachbarn verhindert Hausverkauf

18.05.2019 23:04 |
Preis: 30,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tamás Asthoff


Guten Tag,
ich besitze ein Haus in einer Wochenendsiedlung.
Diese Siedlung besteht aus einem großen Gemeinschaftsgrundstück mit einer festgeschriebenen Anzahl an Häusern und den zugehörigen Grundstückseigentümern. Jedem Miteigentümer gehört ein entsprechender Anteil des Grundstücks.
Das Grundstück ist nicht offiziell vermessen, die Miteigentümer gestehen sich gegenseitig eine gewisse Grundstücksgröße zu.

Nun möchte ich mein Haus verkaufen, so wie bereits diverse andere Miteigentümer in den letzten Jahren.
Leider ist auf meinem direkten Nachbargrundstück vor knapp 2 Jahren ein neuer Miteigentümer eingezogen, der Musik hören sein Hobby nennt.
Seit ca. 1 Jahr bitte ich immer mal wieder (alle paar Monate einmal, wenn es wirklich nicht mehr aushaltbar ist) bei ihm um Ruhe. Bevorzugt seine Bässe gehen scheinbar ungefiltert durch meine Doppelverglasung im Wohnzimmer.

Inzwischen läuft diese Musik (oft Techno etc.) nahezu täglich und zu jeder Tages- und teilweise auch Nachtzeit, da er seit längerem nicht mehr arbeitet.
Mittlerweile ist auch absolut keine Einsicht mehr vorhanden auf seiner Seite. Ich habe mehrfach versucht mit ihm zu reden. (hierfür gibt es Zeugen und Chatverläufe)
Bisher habe ich auf das Hinzuziehen der Polizei und dem Erstatten von Owi-Anzeigen verzichtet.

Er sagt selbst, er habe sich schließlich ein eigenes Haus gekauft und da könne er machen was er will.
Oft genug ist die Musik sogar nachts bis zum Parkplatz, der einige hundert Meter entfernt liegt, zu hören.
Unsere (interne) Verwaltung weiß von dem Umstand unternimmt jedoch trotz Aufforderung bislang nichts.

Das Nachbarhaus steht Luftlinie keine 10 m von meinem Haus entfernt. Er spielt die Musik über einen Fernseher im Innenraum ab und sitzt dabei meistens bei geöffneter Tür draußen.

Die Krönung war jetzt, dass er vor einigen Tagen genau gesehen hat, dass ich mit fremden Personen Richtung Haus ging als er kurz vorher an mir vorbeilief. Ihm ist bekannt, dass ich mein Haus verkaufen will.
Kaum waren wir an meinem Haus angekommen hörten wir bereits vom weitem lauteste Technomusik von seinem Grundstück.
Diese Musik war anschließend auf dem gesamten Grundstück zu hören.

Wie erwartet sind die Kaufinteressenten, die tatsächlich sehr großes Interesse an meinem Haus hatten, aufgrund dieses Nachbarn abgesprungen. Dies habe ich sogar schriftlich vorliegen.
Somit entsteht mir allmählich ein Schaden im 6stelligen Bereich, ebenso wie dem Makler ein Schaden im fast 5stelligen Bereich entsteht. Eine weitere Interessentin führte u.a. auch die Musik vom Nachbarn als Ablehngrund an.

Daher lautet meine Frage:
Macht es Sinn anwaltlich gegen den Miteigentümer oder sogar gegen die gesamte Grundstücksgemeinschaft vorzugehen?
Wenn ja, welche Paragraphen liegen hier zugrunde?

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrter Fragesteller,

Nach §1004 BGB haben Sie als Eigentümer einen sog.Unterlassungsanspruch gegen den Nachbarn. Vor den Gerichten wird dies in der Praxis so formuliert, dass dem Nachbarn gegen Ordnungsgeld bei Zuwiderhandlung verboten wird, gewisse Handlungen vorzunehmen,wie etwa Musik über durchschnittlicher Lautstärke.

Da auch ein Verstoß gegen die Gemeinschaftsordnung vorliegen dürfte,kann je nach Rechtsgrundlage ein Anspruch gegen die Gemeinschaftsverwaltung zustehen. Im WEG Recht gibt es im schlimmsten Fall,sogar die die Zwangsenteignung.

Voraussetzung für einen Erfolg beim Erstgenannten ist in der Regel ein Lärmprotokoll oder ähnlicher Beweis- je genauer,desto besser.

Den Unterlassungsantrag kann jeder Anwalt gut für Sie formulieren.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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