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absetzen von renovierungskosten - eigennutzung


23.10.2005 15:42 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Ich bin seit 1993 Eigentümerin einer 3-Zimmerwohnung in Bad Homburg, die
meine Mutter gemietet hat.

Mein Mutter (Mieterin) ist Demenzkrank und im September 2004 (nach einem längeren
Krankenhausaufenthalt) in Altenpflegeheim nach Frankfurt umgezogen. Ich habe
Sie ordnungsgemäß in Bad Homburg und Frankfurt ab/angemeldet. Der Mietvertrag blieb
unverändert, da man nicht wußte, ob sie wieder zurückkommen würde. Aufgrund ihrer Krankheit war die Wohnung in einem sehr ungepflegten Zustand und ich entschied mich zu einer Grundsanierung. Die Mietzahlungen wurden bis einschliesslich Dezember geleistet. Als sich herausstellte, dass meine Mutter nicht mehr in die Wohnung nach Bad Homburg zurückkehren würde, habe ich mich entschieden, selbst in die Wohnung einzuziehen. Dies geschah im Januuar 2005

Ich war der Meinung, dass ich die nich unerheblichen Renovierungskosten absetzen könnte, doch leider erhielt ich vom Finanzamt einen negativen Bescheid.
Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Da Sie die Renovierung noch während der Zeit der vermietung der Wohnung an die Mutter durchgeführt haben, können Sie als Vermieter die Aufwendungen in voller Höhe als Werbungskosten absetzen.

Dies ergibts sich unter anderem aus folgenden Urteilen:
BFH-Urteil vom 10.10.2000, BStBl. 2001 II S. 787; ebenso BFH-Urteil vom 20.2.2001, BFH/NV 2001 S. 1022

Nach Auffassung des BFH ist bei Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten, die während der Vermietungszeit durchgeführt werden, davon auszugehen, dass diese noch der Einkunftserzielung dienen und die dadurch entstandenen Aufwendungen grundsätzlich als Werbungskosten zu berücksichtigen sind.

Es ist danach unerheblich, wenn diese Investitionen dem Eigentümer bei der späteren Selbstnutzung zugute kommen.

Auch das Finanzamt erkennt das zitierte Urteil des BFH vom Grundsatz her an.

Allerdings machen die Finanzbeamten eine wichtige Einschränkung: Die Renovierungskosten während der Vermietungszeit sollen ausnahmsweise nicht anerkannt werden, wenn die Erhaltungsmaßnahmen für die Selbstnutzung bestimmt sind und in die Vermietungszeit vorverlagert werden.

Entscheidend ist letztlich, dass die Renovierung während der Zeit der Vermietung erfolgt.

Ein weiteres Problem stellt die vereinbarte Miete mit der Mutter dar. Lag diese unterhalb der sog. ortsüblichen Miete, werden auch die Werbungskosten (Renovierungskosten) nicht in voller Höhe berücksichtigt.

Sie sollten daher gegen den Bescheid des Finanzamtes zunächst Einspruch einlegen und darlegen, dass die Renovierung noch während der Zeit der Vermietungb an die Mutter erfolgte. legen Sie den Mietvertrag und die Rechnung der Renovierung bei.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
-Rechtsanwalt-

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