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abo bei Primesingle

| 21.01.2016 13:27 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 1 Stunde
Guten Tag,
leider bin ich durch ein Schnupperangebot über 14 Tage bei Primesingle gelinkt worden. Ich habe versucht wiederholt und rechtzeitig mit dem Kundenservice Kontakt aufzunehmen, dies blieb ohne Erfolg. Dann habe ich über Aboalarm und auch über Volders 3 Kündigungen per Fax rausgeschickt , nur leider schreibt mir jetzt Primesingle dass dies nicht rechtsgültig wäre. Alle meine Anfragen an den Kundenservice wurden nie beantwortet, so dass ich keine Chance hatte das Zeitlimit einzuhalten. Nun habe ich ein Abo über 6 Monate und das auch noch sehr teuer, monatlich um die 86,00 Euro Und das geht mir jetzt echt zu weit. Ich erreiche dort keinen Ansprechpartner und erhalte auch keinerlei Auskünfte, nur den Hinweis dass ich an den Vertrag gebunden wäre.
Ich bitte hiermit um eine mögliche Hilfe, da ich leider auch finanziell nicht einfach so in der Lage bin diese Kosten zu tragen.(Alleinerziehend ) Ich bin äußerst entsetzt über diese Geschäftspolitik von Primesingle. MFG
21.01.2016 | 13:55

Antwort

von


(938)
Golmsdorfer Str. 11
07749 Jena
Tel: 036412692037
Web: http://www.jena-rechtsberatung.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Hier sollte dann der Widerruf des Vertrages erklärt und dieser vorsorglich auch noch angefochten werden. Mit dieser Vorgehensweise sind Sie auf der sicheren Seite.

Ich empfehle Ihnen, ein Schreiben folgenden Inhalts aufzusetzen:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

die gegenständliche Leistung ist hier nicht entstanden. Ein Abonnement bzw. einen 12-Monatszugang zu Ihrem System haben wir hier jedenfalls nicht abgeschlossen.
Es ist kein Vertrag zustande gekommen.

Der von Ihnen geforderte Betrag wird von mir schon deswegen nicht bezahlt, weil es insoweit an einem wirksamen Vertragsschluss fehlt.

Die Gegenleistung, nämlich das zu zahlende Entgelt taucht nur im „Kleingedruckten" auf, so dass ich, wie wohl jeder durchschnittliche User davon ausgehen musste, dass es sich nicht um ein kostenpflichtiges Angebot handelt.

Eine entsprechende Klausel ist nach einer Entscheidung des Amtsgerichts München vom 16.01.2007 (Az: <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=161%20C%2023695/06" target="_blank" class="djo_link" title="AG München, 16.01.2007 - 161 C 23695/06: Nicht alles im Internet ist kostenlos, aber nicht alle...">161 C 23695/06</a> ) als überraschend anzusehen. Es fehlt somit bereits an zwei übereinstimmenden Willenserklärungen und damit an einem wirksamen Vertrag.

Darüber hinaus wäre ein Vertrag auch wegen Sittenwidrigkeit nichtig, weil die von Ihnen angebotene Leistung offensichtlich in einem krassen Missverhältnis zu dem verlangten Entgelt steht.

Hilfsweise erkläre ich den Widerruf, der - mangels ausreichender Belehrung - auch noch rechtzeitig ist.

Entgegen Ihren Angaben erfolgt keine ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung, sodass die 14-tägige Widerrufsfrist hier nicht zu laufen begann und der Widerruf daher - hilfsweise - auch jetzt noch erklärt werden kann.

Das Widerrufsrecht ist auch nicht ausgeschlossen oder erloschen.

Hilfsweise und rein vorsorglich erkläre ich hiermit auch eine Anfechtung wegen Irrtums und arglistiger Täuschung. Ihr Angebot ist von vornherein darauf ausgelegt, den User über die Kostenpflichtigkeit zu täuschen. Weiterhin war lediglich eine kostenlose Nutzung gewollt und kein kostenpflichtiges Abo.

Ich werde hier keinerlei Zahlung leisten. Es wird erwogen, Ihr Unternehmen auf Schadensersatz in Höhe der durch meine Inanspruchnahme entstandenen Kosten in Anspruch zu nehmen.

Ein solches Vorgehen sowie strafrechtliche Schritte bleiben vorerst vorbehalten."

Mit diesem Schreiben sind Sie auf der sicheren Seite.

Sollten Sie im weiteren Verlauf weitere Mahnungen, Inkassoschreiben oder Briefe von Rechtsanwälten erhalten, so ist auch das als übliches Vorgehen derartiger Seitenbetreiber zu sehen. Es ist dann kein weiterer Handlungsbedarf gegeben. Archivieren Sie diese Schreiben lediglich. Druckausübung über Zusatzkosten, Androhung weiterer rechtlicher Schritte etc. gehört zum gewöhnlichen Vorgehen dieser Anbieter. Dadurch sollen Angeschriebene verunsichert und zur Zahlung verleitet werden.

Ansonsten sollten Sie sich einen Anwalt nehmen. In den meisten Fällen wird erst dann eingelenkt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Steffan Schwerin

Bewertung des Fragestellers 23.01.2016 | 03:23

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"Ich war grundsätzlich zufrieden, sehr ausführlich . Nun hoffe ich auch, dass mir das vorgeschlagene Schreiben weiterhilft. Vielen Dank"
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 23.01.2016
5/5,0

Ich war grundsätzlich zufrieden, sehr ausführlich . Nun hoffe ich auch, dass mir das vorgeschlagene Schreiben weiterhilft. Vielen Dank


ANTWORT VON

(938)

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