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Abgelaufener Mietvertrag - Befristeter Mietvertrag mündliche Verlängerung durch Vermieter


09.08.2007 10:12 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Haeske



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein befristeter mietvertrag ist abgelaufen.im vertrag steht ," das der vertrag bis zum 01.01.2003(nicht mehr als 5 jahre)befristet ist . es endet, ohne daß es einer weiteren erklärung bedarf.grund für die befristung ist die verkaufsabsicht der vermietrin" vertragsbeginn war am 01.01.2000. nach ablauf des vertrages am 01.01.2005 wurde uns auf unbestimmte zeit das mietrecht mündlich zugesagt.
nun möchte die vermieterin die wohnung verkaufen.

meine frage an Sie : wie lange haben wir das mietrecht,da eine vergleichbare wohnung in der umgebung mangelware ist?

Besten Dank im Voraus!
mfg j.r.
Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

haben Sie eine Verlängerung des Mietverhältnisses auf unbestimmte Zeit vereinbart, muss die Vermieterin erst eine wirksame, schriftliche Kündigung aussprechen, damit das Mietverhältnis endet. Damit die Kündigung wirksam ist, muss ein berechtigtes Interesse an der Beendigung des Mietverhältnisses bestehen. Dazu reicht es nicht aus, dass die Wohnung an einen anderen verkauft werden soll, sondern die Vermieterin muss durch die Fortsetzung des Mietverhältnisses an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung des Grundstücks gehindert werden und dadurch erhebliche Nachteile erleiden ( § 573 BGB ). Inwieweit das im Falle eines beabsichtigten Verkaufs für sie der Fall ist, müsste sie in dem Kündigungsschreiben angeben. Wenn keine anderen Kündigungsfristen vereinbart wurden, gilt die gesetzliche Kündigungsfrist. Diese beträgt für die Vermieterin zur Zeit sechs Monate. Wenn acht Jahre seit der Überlassung des Wohnraums vergangen sind, verlängt sich die Frist nochmals um drei Monate auf neun Monate ( § 573 c BGB).

Stellt die Kündigung für den Mieter nach einer Abwägung auch mit den Interessen des Vermieters eine nicht zu rechtfertigende Härte dar, kann der Mieter nach §§ 574 ff. BGB der Kündigung widersprechen und eine den Umständen angemessene Fortsetzung des Mietverhältnis verlangen (i.d.R. aber nur befristet). Eine Härte liegt auch vor, wenn angemessener Ersatzwohnraum zu zumutbaren Bedingungen nicht beschafft werden kann. Der Widerspruch muss schriftlich erfolgen und muss i.d.R. spätestens zwei Monate vor Beendigung des Mietverhältnisses erklärt werden.

Wird bei einem auf unbestimmte Zeit verlängerten Mietverhältnis keine wirksame Kündigung ausgesprochen, läuft das Mietverhältnis auch nach einem Verkauf weiter und der Erwerber tritt dann anstelle der bisherigen Vermieterin in die Rechten und Pflichten aus dem Mietvertrag ein (§ 566 BGB).

Ich hoffe, dies hilft Ihnen als erste rechtliche Orientierung in Ihrer Angelegenheit weiter.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Haeske
Rechtsanwältin
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