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Zwischenzeugnis nicht so gut wie erwartet

| 18.10.2011 19:35 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Ich habe bei meinem Arbeitgeber am 14. September fristgerecht zum 31.12.2011 meine Festanstellung (erstes Jahr als WP Assistent) gekündigt und sowohl ein qualifiziertes Zwischenzeugnis als auch Endzeugnis verlangt. Da ich im Jahr 2010 ein 4 monatiges Praktikum bei meinem jetzigen Arbeitgeber auf meiner jetzigen Position absolviert habe, bin ich von einem zumindest ähnlich guten Zwischenzeugnis ausgegangen - Noten im Zeugnis: durchgängig sehr gut. Begründung: gleiches Verhalten, voller Einsatz und obendrein mehr Erfahrung/Verantwortung als andere Mitarbeiter die mit mir angefangen haben.
Das Zwischenzeugnis bescheinigt mir nun im Schnitt schlechtere Leistungen. Besonders ärgerlich: mir wird nur ein einwandfreies Verhalten gegenüber Geschäftsführung, Kollegen und Mandanten bescheinigt - vorher: jederzeit einwandfrei. Darüber hinaus enthält es weder Dankesformel noch Zukunftsformel. Laut meinem direktem Vorgesetzten (= Verfasser des Zeugnisses) wird das endgültige Zeugnis sowohl eine Dankesformel als auch eine Zukunftsformel enthalten, aber aufgrund seiner persönlichen Enttäuschung von mir - hätte sich für meine Einstellung bei der Geschäftsführung stark gemacht und ich hätte erst nach einer betrieblichen Fortbildung (Dauer 3 Tage) über meine Kündigungsabsichten berichtet - würde er auf KEINEN FALL das Urteil über mein Verhalten ändern.

Meine Frage: Wie kann ich Vorgehen um am Ende ein Endzeugnis in Händen zu halten, was sowohl eine Danksagungsformel als auch eine Zukunftsformel enthält und mir zumindest ein stets einwandfreies Verhalten bescheinigt.
Ich Bitte zu bedenken, dass bei einem Vorgehen gegen mein Zwischenzeugnis mir die Danksagungs- und Zukunftsformel generell verwährt würde.

Danke im voraus

18.10.2011 | 21:42

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Fragen beantworte ich Ihnen unter Berücksichtigung Ihrer Schilderung und des gewählten Einsatzes im Rahmen einer Erstberatung gerne wie folgt.


In seinem Urteil vom 21. Mai 2008 (<a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=12%20Sa%20505/08" target="_blank" class="djo_link" title="LAG Düsseldorf, 21.05.2008 - 12 Sa 505/08: Arbeitszeugnis - Schlussformulierung (Dankes- und Wu...">12 Sa 505/08</a>) hat das LAG Düsseldorf entschieden, dass ein Arbeitnehmer keinen generellen Anspruch auf eine Dankes- und/oder Zukunftsformel hat. Damit hat es sich gegen eine zuvor ergangene Entscheidung des LAG Berlin gestellt.

Das Gericht führt aus, dass jedenfalls bei einer durchschnittlichen Beurteilung solche Formeln nicht verlangt werden können.

Falls Ihnen, wie Sie ausführen, eine überdurchschnittliche - wenn nicht gar sehr gute - Beurteilung zusteht, steht Ihnen im Umkehrschluss auch die Aufnahme der geforderten Formeln zu.


Dass Sie einen Anspruch auf eine sehr gute Beurteilung haben, müssen Sie - gegebenenfalls vor Gericht - nachweisen (Arbeitsgericht Kassel vom 3. Mai 2006, Az: <a href="http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=8%20Ca%20499/05" target="_blank" class="djo_link" title="ArbG Kassel, 03.05.2006 - 8 Ca 499/05">8 Ca 499/05</a>) . Ihr 1. Zeugnis ist sicherlich ein Indiz, allerdings nicht mehr. Gleiches gilt für die Tatsache, dass Sie fortgebildet worden sind.

Letztlich kommt es auf die genauen Umstände des Einzelfalls an. Diese können hier in diesem Forum nicht geklärt werden. Selbstverständlich darf sich Ihr Arbeitgeber/Personalleiter nicht aus persönlicher Enttäuschung an Ihnen "rächen".


Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben. Eine Einzelfalltätigkeit kann und will dieser Beitrag natürlich nicht ersetzen. Für Ihre weitere Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Sollte noch eine Unklarheit bestehen, können Sie selbstverständlich auch gerne von der kostenfreien Nachfragemöglichkeit Gebrauch machen.


Rechtsanwalt Christoph M. Huppertz

Rückfrage vom Fragesteller 18.10.2011 | 22:21

Verstehe ich sie richtig, dass ich erst beim Endzeugnis klagen sollte, da ich nicht in der Lage sein dürfte meine sehr guten Leistungen zu belegen (nur Indizien) und somit auch keinen Anspruch auf eine Dankes- und Zukunftsformel vor Gericht im Zwischenzeugnis geltend machen könnte?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 18.10.2011 | 23:18

Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Ihre sehr guten Leistungen müssen Sie in jedem Fall nachweisen, egal, ob beim Zwischenzeugnis oder später. Ob Sie dies können, kann hier nicht beurteilt werden. Dies bedeutet keinesfalls, dass der Nachweis nicht geführt werden kann. Die genannten Indizien sprechen bereits für Sie. Auch ist nicht abschätzbar, ob die Gegenseite vor Gericht wirklich Ihre sehr guten Leistungen in Abrede stellt.

Falls eine gerichtliche Auseinandersetzung angestrebt wird, kann diese selbstverständlich auch schon wegen des Zwischenzeugnisses geführt werden. Meines Erachtens nach ist dies konsequent.

Die Drohung, die Schlussformel(n) nicht im Abschlusszeugnis aufzunehmen, sollte Sie nicht einschüchtern. Bei überdurchschnittlichen Leistungen (nicht einmal notwendiger Weise sehr guten) besteht ein durchsetzbarer Anspruch Ihrerseits.

Dass sie nicht im Zwischenzeugnis enthalten ist, ist normal und nicht zu beanstanden. Dank, gute Wünsche und ein Abschiedsgruß erfolgen erst beim wirklichen Abschied.


Mit freundlichem Gruß


-Huppertz-
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 19.10.2011 | 08:10

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