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Zwischenzeugnis bei Geschäftsführungswechsel

24.01.2019 20:43 |
Preis: 30,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt


Ich habe am 1.8.2018 einen unbefristeten Arbeitsvertrag unterschrieben. Seit diesem Zeitpunkt ist mein Vorgesetzter unser geschäftsführender Vorstandsvorsitzender. Dieser wird zum 1.2. (wie es der Zufall will einen Tag nach dem Ende meiner 6-monatigen Probezeit) seine Doppelfunktion beenden und wir werden einen neuen Geschäftsführer bekommen, demzufolge ich auch einen neuen Vorgesetzten. In diesem Zusammenhang habe ich nun folgende Fragen:

1) Habe ich durch diesen Geschäftsführer- bzw. Vorgesetzenwechsel einen rechtlichen Anspruch auf die Ausstellung eines Zwischenzeugnisses? Falls ja, auf welcher gesetzlichen Grundlage?

2) Ich werde in der nächsten Woche ein abschließendes Gespräch mit unserem geschäftsführenden Vorstandsvorsitzenden über unser Arbeitsverhältnis haben. Dort möchte ich ihm einen Entwurf eines Zwischenzeugnisses vorlegen. Falls diesen ablehnt wird, wären wir wieder bei der ersten Frage mit dem Zusatz (Falls ja): In welchem zeitlichen Rahmen habe ich Anspruch auf die Ausstellung eines Zwischenzeugnisses? Gibt es formale/inhaltliche bzw. rechtliche Unterschiede zwischen einem Zwischen- und einem Arbeitszeugnis? Wenn ja, welche und auf welcher rechtlichen/gesetzlichen Grundlage? Gibt es sonst noch irgendwas was ich in diesem Zusammenhang beachten sollte/muss?

Ich bitte nur um Beantwortung meiner Fragen, wenn Sie mir Rechtssicherheit bieten.

Vielen herzlichen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Fragen gerne wie folgt

1) Habe ich durch diesen Geschäftsführer- bzw. Vorgesetzenwechsel einen rechtlichen Anspruch auf die Ausstellung eines Zwischenzeugnisses? Falls ja, auf welcher gesetzlichen Grundlage?

Ja, bei einem Vorgesetztenwechsel wird das berechtigte Interesse für ein Zwischenzeugnis bejaht. Rechtsgrundlage für ein Zeugnis ist § 109 GewO. Bezüglich des Zwischenzeugnisses handelt es sich um richterrechtliche Rechtsfortbildung.

2) Ich werde in der nächsten Woche ein abschließendes Gespräch mit unserem geschäftsführenden Vorstandsvorsitzenden über unser Arbeitsverhältnis haben. Dort möchte ich ihm einen Entwurf eines Zwischenzeugnisses vorlegen. Falls diesen ablehnt wird, wären wir wieder bei der ersten Frage mit dem Zusatz (Falls ja): In welchem zeitlichen Rahmen habe ich Anspruch auf die Ausstellung eines Zwischenzeugnisses? Gibt es formale/inhaltliche bzw. rechtliche Unterschiede zwischen einem Zwischen- und einem Arbeitszeugnis? Wenn ja, welche und auf welcher rechtlichen/gesetzlichen Grundlage? Gibt es sonst noch irgendwas was ich in diesem Zusammenhang beachten sollte/muss?

Sie sollten das Zwischenzeugnis sehr zeitnah verlangen, da die Rechtsprechung teilweise schon nach drei Monate Zeugnisberichtigungsansprüche als verwirkt ansieht. Ein Zwischenzeugnis wird im laufenden Arbeitsverhältnis erstellt, ein Abschlusszeugnis am Ende. Das Zwischenzeugnis muss in der Gegenwartsform geschrieben werden, das Endzeugnis in der Vergangenheitsform. Die Dankes- und Schlussformel, soweit diese verwendet wird, wird anders formuliert. Inhaltlich und vom Aufbau her sind beide gleich. Zeugnisse müssen auf dem Briefbogen der Firma verfasst werden, dürfen nicht wie ein Brief geknickt sein und kein ausgefülltes Adressfeld enthalten.

Inhaltlich sollten Sie das Zeugnis prüfen lassen. Ich kann nur vor selbst verfassten Zeugnissen warnen.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Mit freundlichen Grüßen
Draudt
Rechtsanwältin

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