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Zwischenzeugnis


| 29.06.2006 21:17 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund einer Unstimmigkeiten mit meinem Vorgesetzten habe ich folgendes Zwischenzeugnis erhalten

..............
... hat sich in kurzer Zeit in seine Aufgabenbereiche eingear-beitet. Er führte ... zu sehr guten Ergebnissen.

... identifiziert sich mit seinen Aufgaben. Er arbeitet mit sehr viel Engagement und großer Eigenmotivation. Er ist ein ausdauernder und belastbarer Mitarbeiter. Auch unter den schwierigen Rahmenbedingungen der letzten Monate..., hat er alle Aufgaben erfolgreich zum Ziel geführt.

... besitzt die Fähigkeit, effiziente Strukturen einzuführen und umzusetzen. So wurden von ihm ....

...erfasst schwierige Situationen sofort und hat einen sicheren Blick für vorausschauende Entwicklungen. Er bewältigt seine Aufgaben sicher und arbeitet rationell.

... plant alle Projekte sehr sorgfältig, fördert die inhaltlich konzeptionelle Arbeit im Mitarbeiterteam, legt sinnvolle Meilensteine fest und organisiert eine konsequente und zeitnahe Umsetzung.

Auf der Grundlage seiner Arbeitsergebnisse bestätigen wir ... gerne, dass er die ihm übertragenen Aufgaben zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt.

... pflegt einen offenen, auf Kooperation und Überzeugungskraft aufbauenden Führungsstil. Er motiviert seine Mitarbeiter auch in Zeiten höchster Arbeitsbelastung zu sehr guter Leistung. Er zeichnet sich besonders durch ein hohes Verantwortungsbewusst-sein für seine Mitarbeiter aus. Durch seine Motivationsfähigkeit ermutigt und stärkt er seine Mitarbeiter, indem er mit ihnen klare und herausfordernde Ziele vereinbart. ... versteht es außerdem, die Aufgaben entsprechend den Fähigkeiten seiner Mitarbeiter optimal zu delegieren, was zu einer hohen Arbeitsmotivation und einem guten Betriebsklima in der Abteilung beiträgt. Er genießt als Vorgesetzte die volle Anerkennung seiner Mitarbeiter.

... ist stets daran interessiert seine Fachkenntnisse durch interne und externe Fortbildungen zu erweitern. Um ...hat er ... besucht.

Das Verhalten von ... gegenüber Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeitern ist einwandfrei. Gegenüber ... sowie relevanten Einrichtungen, tritt ... kompetent, zuvorkommend und sicher auf.

... erhält dieses Zwischenzeugnis auf eigenen Wunsch, aufgrund der Befristung seines Arbeitsverhältnisses. Wir möchten die Gelegenheit nutzen und ... für die bisherige engagierte Zusammenarbeit zu danken und hoffen auf eine weitere gute Zusammenarbeit in der noch verbleibende Zeit.

Meine Fragen:
wie schätze Sie das Zeugnis ein?

Zunächst habe ich ein Zeugnis erhalten mit "das Verhalten gegenüber Kollegen und Mitarbeitern war stets einwandfrei". Dieses habe ich bemängelt da der Vorgesetzte gefehlt hat und im Gespräch ein "ist einwandfrei" ausgehandelt.
Inhalt dieses Gespräches war nie mein Verhalten gegenüber Kollegen und Mitarbeitern, da dieses für mich ja bereits korrekt dokumentiert war.
Jetzt habe ich ein Zeugnis erhalten, in dem mein Verhalten auch gegenüber den Kollegen und Mitarbeitern nur mit "ist einwandfrei" beurteilt wurde.

Da dies ganz sicher nicht stimmt, da ich mit Kollegen und auch mit meinen Mitarbeitern ein sehr gutes Verhältnis habe, habe ich um eine erneute Berichtigung geben. Dazu ist mein Vorgesetzter jedoch nicht bereit.
Meine Frage, muss ich so eine Gesamtbeurteilung annehmen, aufgrund einer Unstimmigkeit mit meinem Vorgesetzten?

Ist ein anrufen des Arbeitsgerichtes sinnvoll?

Mein Vertrag läuft in einigen Monaten aus, deshalb würde für eine Außeinandersetzung vor dem Arbeitsgericht auf mein Endzeugnis warten, welches vermutlich gleich ausfallen wird.

Welche Kosten können vor dem Arbeitsgericht etwa auf mich zukommen?


Vielen Dank für Ihre Hilfe.



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Sehr geehrter Ratsuchender,

insgesamt halte ich das Zeugnis für ziemlich ansprechend und aussagekräftig, auch unter dem Aspekt, dass Sie offenbar auch zukünftig eine leitende Tätigkeit ausüben wollen.

An einigen Stellen ist das Zeugnis etwas verbesserungswürdig, es enthält aber nach meiner vorläufigen Einschätzung keine unzulässigen „codes“, also Formulierungen oder Zusammenhänge, die eine nachteilige Auslegung zulassen.
Darüber hinaus besteht nur Anspruch auf ein wohlwollendes, nicht aber auf ein perfektes Zeugnis. Dieser Anspruch ist meines Erachtens hier gewahrt.


Ich gehe davon aus, dass die Art der Tätigkeit und Ihre konkreten Einsatzbereiche eingangs vor der eigentlichen Bewertung umfassend dargestellt werden, dies ist schon eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Zeugnis.

Insgesamt kommt die Würdigung von Fleiß und Arbeitstempo ein wenig zu kurz („arbeitet rationell“, „zeitnahe Umsetzung“ = befriedigend).

Der „Beitrag zum guten Betriebsklima“ kann in anderen Zusammenhängen als abwertend gesehen werden, in dem hier genannten Kontext ist es in Ordnung, da auch auf Ihre Führungsqualitäten eingegangen wird.

Ansonsten liegen alle Bewertungen im Bereich „gut“ bis „sehr gut“. Der Aufbau entspricht dem gängigen Standard. Sie können durchaus zufrieden sein.
Auch die konkrete Nennung von Ihnen besuchter Fortbildungsveranstaltungen wirkt sich sicherlich positiv aus.

An der Formulierung „einwandfrei“ anstelle von „stets einwandfrei“ sollten Sie sich nicht zu sehr aufhängen. Auch an anderen Stellen haben Sie hier nicht die maximal positive Bewertung erhalten. Wichtiger ist z.B. die Erfüllung der Aufgaben „zur vollsten Zufriedenheit“.

Auf der anderen Seite ist Ihr Arbeitgeber nicht berechtigt, die einmal verfasste Teilbewertung in eine weniger günstige abzuändern.

Bedenken Sie aber, dass die von Ihnen anscheinend gewünschte Abstufung zwischen Vorgesetzten („einwandfrei“) und Kollegen und Mitarbeitern („stets einwandfrei“) sich dann eher negativ auswirken kann.


Ein arbeitsgerichtliches Verfahren halte ich hier nicht für allzu aussichtsreich und es wird Ihnen auch im Falle des Obsiegens wohl keine großen Vorteile bieten.

Der Streitwert bemisst sich hier nach dem Monatsgehalt. Beträgt dies z.B. € 3.000, kommen auf Sie für die I. Instanz mit mündlicher Verhandlung Anwalts- und Gerichtskosten in Höhe von ca. € 500 bis € 700 zu.


Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine Entscheidungshilfe an die Hand gegeben zu haben.

Sollten meine Ausführungen noch Unklarheiten enthalten, nützen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt
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