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Zweitwohnung so von der Steuer absetzbar

| 04.02.2014 19:58 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Zusammenfassung: Hauptwohnung oder Nebenwohnung bzw. Zweitwohnung und doppelte Haushaltsführung

Sehr geehrte Anwälte,

ich arbeite seit 3,5 Jahre 170 km entfernt von meiner Heimat und habe seit dem auch eine Wohnung dort gemietet, bei der ich jedoch nicht gemeldet bin. Ich fahre aller zwei Wochen nach Hause.

Nun habe ich vor zwei Jahren ein Haus in der Heimat erworben, also nachdem ich den Job hatte.

Ist es möglich mein Haus als Hauptwohnsitz zu melden, danach meine Wohnung am Arbeitsort als Zweitwohnsitz und diese dann von der Steuer abzusetzen?

Vielen Dank für eine Antwort.

Einsatz editiert am 04.02.2014 20:08:18

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Für die Anmeldung als Hauptwohnung oder Nebenwohnung spielen unterschiedliche Faktoren nach dem Meldegesetz des jeweiligen Bundeslandes eine Rolle. Die Hauptwohnung von alleinstehenden Personen ist deren vorwiegend benutzte Wohnung. Haben Sie zwei Wohnungen, ist die Wohnung Hauptwohnung, die von Ihnen zeitlich überwiegend genutzt wird, also wohl die Wohnung am Arbeitsort bei einer normalen 5 Tage Arbeitswoche. Hauptwohnung eines verheirateten oder in eingetragener Lebenspartnerschaft lebenden Einwohners ist die überwiegend von der Familie gemeinsam genutzte Wohnung. Die andere Wohnung wird dann automatisch Nebenwohnung. Dadurch dass Sie sich nicht am Arbeitsort gemeldet haben, haben Sie ggfs. einen Ordnungswidrigkeitstatbestand nach dem Meldegesetz erfüllt. Steuerlich ist für die Anerkennung als doppelte Haushaltsführung allerdings nicht entscheidend, wo Sie nach dem Melderecht Ihre Hauptwohnung oder Nebenwohnung haben. Die doppelte Haushaltsführung können Sie auch noch drei Jahre nach Berufsstart anerkennen lassen, wenn sich Ihr Lebensmittelpunkt in Ihrer "alten Heimat" befindet und sich dort (noch immer) der Schwerpunkt Ihrer Lebensbeziehungen befindet. Zu den Lebensbeziehungen gehören Beziehungen zu Eltern, Partnern, Freunden, Bindungen an einen Beruf, an Vereine, Kirchengemeinden oder Parteien, etc.
Insoweit kommt es für das Finanzamt nicht zwingend auf den Meldestatus beim Einwohnermeldeamt als Hauptwohnung oder Nebenwohnung am Arbeitsort oder in der entfernten Heimat an, kann aber ein Indiz sein, dass der Hauptwohnsitz am Arbeitsort liegt, so dass die Geltendmachung von Werbungskosten für die doppelte Haushaltsführung nicht anerkannt wird.
GGfs. müssen Sie auch noch Zweitwohnungssteuer zahlen, wenn sich an dem Ort Ihrer Wohnung eine entsprechende Satzung gilt.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 04.02.2014 | 21:20

Bin alleinstehend, bis jetzt keine eigene Wohnung in der Heimat, nur Zimmer bei der Mutter. Freunde, etc. alles in der Heimat.

Also Meldung im eigenen Haus in der Heimat als Hauptwohnsitz und Wohnung im Arbeitsort als Nebenwohnsitz steuertechnisch sinnvoll, richtig?

Steuerliche Anerkennung Doppeltwohnsitz natürlich nur dann nach Meldung, Zimmer bei der Mutter zählt ja nicht.

Ansonsten Danke für die Antwort! :-)

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 04.02.2014 | 21:29

Falls Sie alleinstehend sind, werden Sie sich grundsätzlich nur mit Hauptwohnung am Arbeitsort melden können.
Richtig ist, dass wenn Sie nur eingegliedert sind im Elternhaus überhaupt keinen Hausstand unterhalten, so dass die Anerkennung als doppelte Haushaltsführung ausscheidet.
Die Antworten können Sie bewerten.

Bewertung des Fragestellers 04.02.2014 | 21:46

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