Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
493.090
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Zweitwohnsitz vergessen anzumelden - nachträglich melden?


01.02.2018 19:33 |
Preis: 53,00 € |

Verwaltungsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst meine Situation:
Ich habe zwei Jahre lang als WG-Mitbewohner in unterschiedlichen WGs in Mainz gelebt (arbeitsbedingt und nie als Hauptmieter).
Meinen Hauptwohnsitz habe ich die ganze Zeit bei meinen Eltern, da ich jedes Wochenende nach Hause zu meiner Partnerin (nicht verheiratet) und meinen Freunden in diese Stadt (wie Hauptwohnsitz) fahre - sie stellt für mich den Lebensmittelpunkt dar.

In dieser Zeit habe ich ganz am Anfang einen Versuch beim Bürgeramt in Mainz unternommen, musste jedoch wegen einem weiteren dringenden Termin wieder davon ablassen - seitdem habe ich durch meinen Arbeitsstress leider nicht nochmal daran gedacht.

Nun habe ich für diese zwei Jahre eine Steuererklärung erstellt und die WGs als Zweitwohnsitze angegeben. Dabei ist mir eingefallen, dass ich damals die Meldung versäumt habe. Momentan lebe ich in einem anderen Bundesland (ebenfalls Zweitwohnsitz, jedoch wird von dieser Gemeinde keine Zweitwohnsitzsteuer erhoben).

Ich möchte mich gern zu dem Versäumnis bekennen, weil ich keinesfalls beabsichtige Steuern zu hinterziehen und mich bei dem Mainzer Bürgeramt melden (rückwirkend für die zwei Jahre).

Zu dieser Situation habe ich folgende Fragen:

1. Besteht die Möglichkeit der rückwirkenden Meldung, auch wenn man bereits nicht mehr in dieser Stadt/Bundesland wohnt?
2. Welche Folgen würde die rückwirkende Meldung potentiell mit sich bringen (Steuer nachzahlen/Ordnungswidrigkeit)?
3. Welche Folgen haben diese Umstände auf meine eingereichte Steuererklärung (in dieser sind z. B. die Heimfahrten vom Zweitwohnsitz angegeben)? Besteht die Gefahr gem. § 370 AO belangt zu werden?
4. Welche Vorgehensweise würden Sie mir in dieser Situation vorschlagen?

Vielen Dank vorab für die Beantwortung meiner Fragen.
01.02.2018 | 20:38

Antwort

von


1749 Bewertungen
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihren Fragen:

1. Besteht die Möglichkeit der rückwirkenden Meldung, auch wenn man bereits nicht mehr in dieser Stadt/Bundesland wohnt?

Ja, das ist kein Problem.

2. Welche Folgen würde die rückwirkende Meldung potentiell mit sich bringen (Steuer nachzahlen/Ordnungswidrigkeit)?

Je nach Gemeinde käme eine Nachzahlung einer Zweitwohnsitzsteuer in Betracht. Es wäre zwar auch eine Ordnungswidrigkeit, allerdings wird diese erfahrungsgemäß bei einer Selbstanzeige regelmäßig ohne Bußgeld eingestellt.

3. Welche Folgen haben diese Umstände auf meine eingereichte Steuererklärung (in dieser sind z. B. die Heimfahrten vom Zweitwohnsitz angegeben)? Besteht die Gefahr gem. § 370 AO belangt zu werden?

Es bestünde hier bei die Möglichkeit, dass der Steuerbescheid nachträglich aufgehoben würde. Eine Straftat Stunde hier zwar im Raume, würde allerdings wie bereits oben gesagt meist nicht verfolgt werden, wenn die Anzeige von Ihnen gekommen ist.

4. Welche Vorgehensweise würden Sie mir in dieser Situation vorschlagen?

Wenn Sie der Behörde diesen Umstand mitteilen wollen, dann sollten Sie dies zunächst erklären. Auch sollte eine Begründung dabei sein, warum Sie dies damals nicht angegeben hatten. Die Begründung sollte nicht auf Bequemlichkeit beruhen, sondern auf Vergessen oder Unkenntnis. Dieses schützt zwar nicht vor Strafe, allerdings würde das den Vorsatz ausschließen und eine Einstellung eines Strafverfahrens oder einer Geldbuße sehr wahrscheinlich machen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt



Wir
empfehlen

Die Anwalt Flatrate

Sie müssen sich neben Ihrer Arbeit auch noch um rechtliche Fragen und Belange kümmern? Das raubt Zeit und Nerven. Für Sie haben wir die Flatrate für Rechtsberatung entwickelt.

Mehr Informationen
ANTWORT VON

1749 Bewertungen

Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
Tel: 0511 1322 1696
Tel: 0177 2993178
Web: http://www.anwalt-prime.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Strafrecht, Verkehrsrecht, Vertragsrecht, Kaufrecht, Miet und Pachtrecht, Erbrecht, Verwaltungsrecht, Baurecht, Internet und Computerrecht, Zivilrecht, Arbeitsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 62789 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Antwort war verständlich, klar und ausführlich. ...
FRAGESTELLER
3,6/5,0
Da ich den Sachverhalt relativ ausführlich beschrieben habe fand ich die erste Antwort etwas oberflächlich. Ich bin da von vorherigen Konsultationen ausführlichere Antworten gewohnt. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Mehr als 5 Sterne kann ich leider nicht vergeben, sonst würde ich es tun. Herzlichen Dank, Herr Munz, für diese ausführliche, kompetente, verständliche und schnelle Information, die mir sehr weiterhilft. Herr Munz hat sogar ... ...
FRAGESTELLER