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Zweitwohnsitz und doppelte Haushaltsführung

16.11.2012 11:24 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Guten Tag,

ich arbeite seit 1 Jahr in einem Betrieb (Krankenhaus) 58 km von meinem Wohnort entfernt, die einfache Fahrt dorthin beträgt 55 Minuten, bin also täglich mit Hin- und Rückfahrt etwas unter 2 Stunden unterwegs (weil nur Landstraße, kaum Überholmöglichkeiten etc.).
Nach einem Jahr ist mir das nun doch zu belastend und ich möchte ab Januar ein Zimmer im Personalwohnheim des Krankenhauses mieten, allerdings nur für 6 Monate, weil ich dann sowieso zu einer wohnortnahen Arbeitsstelle wechseln werde.

Ich bin verheiratet, ledig und wohne mit meinem Mann zusammen in einem Haus, welches wir gerade abbezahlen. Mein Mann arbeitet im Ort, wo das Haus steht. Mein persönlicher Lebensmittelpunkt ist daher bei meinem Mann im gemeinsamen Haus.

Über doppelte Haushaltsführung habe ich mich bereits etwas informiert. Meine Fragen nun noch dazu:

1. Ist der Fahrtweg von knapp 1 Stunde (bei 5-6-Tage-Woche) und 58 km (für die einfache Fahrt = bei Hin- und Rückfahrt doppelt so viel) ausreichend, dass das Finanzamt eine doppelte Haushaltsführung als Zweitwohnsitz genehmigt oder ist das zu wenig? Und ist das egal, dass es nur für 6 Monate sein wird?

2. Muss ich unbedingt für die 6 Monate mich für das Zimmer im Personalwohnheim beim Einwohnermeldeamt dort anmelden? (Für das Einwohnermeldeamt würde dann ja dort mein Erstwohnsitz sein, weil ich dort die meiste Zeit verbringe in der Woche). Oder ist es dem Finanzamt egal, ob ich bei der doppelten Haushaltsführung an beiden Orten gemeldet bin?

Vielen Dank schon mal für die Antwort.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
1.Entscheidend ist, ob gerade die Begründung (nicht die Führung) des zweiten Hausstandes geeignet ist, den Beruf des Stpfl. zu fördern.Dies ist der Fall, wenn der Arbeitnehmer durch die Einrichtung des zweiten Haushalts am Beschäftigungsort erhebliche Zeit- oder Fahrtkosten einsparen kann. Dies ist bei Ihnen m.E. der Fall. Sie haben allerdings nicht mitgeteilt, wie lange Sie sodann zur Arbeitsstelle benötigen, wenn Sie den Zweitwohnsitz beziehen. Unschädlich wäre auch, dass Sie die Zweitwohnung nur für sechs Monate inne haben.
2. Da Sie verheiratet sind, bleibt Hauptwohnsitz Ihr Familienwohnsitz, wo auch Ihr Mann wohnt. Aufgrund melderechtlicher Vorgaben haben Sie sich an Beschäftigungsort mit Nebenwohnsitz anzumelden. Das Finanzamt bleibt gleich zuständig, also an Ihrem Hauptwohnsitz für Sie zuständig.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Hermes, Rechtsanwalt

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