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Zweitwohnsitz in Deutschland (Hautpsitz in Dubai)

25.03.2020 23:01 |
Preis: 63,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich ziehe Ende des Jahres nach Dubai und habe dort auch schon eine Wohnung gekauft.

Nun möchte ich in absehbarer Zeit eine zweite Wohnung in Deutschland kaufen, damit ich unter dem Jahr auch ganz bequem meine Familie und Freunde besuchen kann.

In der Wohnung in Deutschland werde ich dann unter dem Jahr, für die Dauer meines Aufenthalts, wohnen.

Ende des Jahres möchte ich mich hier auch soweit anmelden, dass ich hier nicht mehr steuerpflichtig sein muss, meine Firma etc hier anmelden und in Dubai anmelden.

Muss ich bei dem Wohnungskauf und der Nutzung der zweitWohnung hier in DE etwas besonderes beachten?

25.03.2020 | 23:44

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sobald Sie sich mit Ihrem deutschen Wohnsitz abgemeldet haben, unterliegen Sie nicht mehr der sog. Wohnsitzbesteuerung in Deutschland (unbeschränkte Steuerpflicht, § 1 EStG).

Weil Sie aber eine Wohnung in Deutschland kaufen und als vorübergehende Bleibe nutzen wollen, besteht für den Fiskus eine Vermutung, dass doch noch ein Wohnsitz in Deutschland besteht.

Daraus folgt allerdings solange nichts, wie Sie sich nicht länger als 6 Monate in Deutschland aufhalten (§ 9 AO) - was ja bei Familienbesuchen sicher nicht der Fall sein wird.

Sollten Sie diese Wohnung während der Zeiten Ihrer Abwesenheit vermieten, werden Sie beschränkt steuerpflichtig in Deutschland mit den aus den Mieteinnahmen erzielten Einkünften (§ 49 EStG), das heißt, Sie müssten (auch) in Deutschland eine Einkommensteuererklärung abgeben.

Problematisch wird es aber erst dann, wenn Sie in Deutschland einen Hauptwohnsitz behielten, denn das seit 2011 geltende DBA mit den VAE sieht vor, dass Deutschland hier nicht mit zwei Methoden zur Vermeidung der Doppelbesteuerung arbeitet (Freistellungsmethode und Anrechnungsmethode), sondern aus deutscher Sicht ausschließlich die Anrechnungsmethode zur Anwendung kommt. Im Rahmen der Anrechnungsmethode wird eine drohende Doppelbesteuerung gemäß deutschem Steuerrecht üblicherweise durch die Anrechnung der in den VAE tatsächlich gezahlten Steuer auf die deutsche Steuer vermieden. Da aber in den VAE keine Einkommensteuern erhoben werden, läuft die Anrechnung ins Leere, Deutschland würde die bei einer Tätigkeit in den VAE erzielten Einkünfte unter Beibehaltung des deutschen Wohnsitzes voll besteuern. Die Möglichkeit, einen Teil des Gehalts aufgrund der 183-Tage-Regelung faktisch steuerfrei zu erhalten, besteht dann auch nicht mehr. Des Weiteren sind sämtliche geldwerten Vorteile nach deutschen Kriterien zu beurteilen und folglich in voller Höhe in Deutschland zu versteuern. Diese Folge können Sie nur vermeiden, wenn Sie Ihren Wohnsitz in Deutschland komplett aufgeben.

Das haben Sie ja auch vor, aber ich empfehle zur Vermeidung jeglicher Missverständnisse, dem Finanzamt mitzuteilen, dass Sie Ihren Wohnsitz, das heißt Ihren Lebensmittelpunkt (=steuerlicher Wohnsitz) gänzlich nach Dubai verlegen und nur eine Art Ferienwohnung in Deutschland behalten werden.

Da Sie diese aber auch unter Ihrem Namen anmelden müssen, entsteht der Anschein, Sie behielten einen Wohnsitz - mit den genannten Risiken der Besteuerung. Hier hilft nur das aktive Herangehen an das Finanzamt, um die von Ihnen beabsichtigte Gestaltung klarzustellen.

Jede inländische Wohnadresse heißt im übrigen auch, dass Sie für deutsche Behörden unter dieser Anschrift erreichbar sind. Sie sollten also dafür sorgen, dass immer jemand nach der Post sieht in dieser Wohnung.

Ich hoffe, Ihre Frage beantwortet zu haben, und verbleibe mit freundlichen Grüßen!

Elisabeth v. Dorrien
Rechtsanwältin


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