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Zweitwohnsitz Steuerfrage

17.05.2019 04:55 |
Preis: 50,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Diplom Kaufmann Peter Fricke


Ich möchte eine günstige Wohnung anmieten, dort aber nicht einziehen und nicht wohnen. Der Vermieter verlangt aber, dass ich mindestens einen Zweitwohnsitz anmelde sonst bekomme ich den Mietvertrag nicht. Mein Hauptwohnsitz liegt 36km von meiner Arbeitsstelle. Die Wohnung welche ich anmieten möchte liegt 16km von meiner Arbeitsstelle.
Hauptwohnsitz liegt in Rheinlandpfalz.
Arbeitsstelle und Wohnung die ich anmieten möchte liegen in Hessen.

Kann das Finanzamt mir nach Anmeldung eines Zweitwohnsitzes unterstellen, dass ich jetzt dort wohne und mir die Pendlerpauschale von 36km auf 16km kürzen?

Fall das Finanzamt jetzt davon ausgeht ich Wohne dort und mir nur 16km Wegstrecke erstattet, kann ich dann die Wohnung voll als doppelten Haushalt geltend machen?

Einsatz editiert am 17.05.2019 19:30:53

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Antwort gibt bereits das Gesetz vor und zwar im Einkommensteuergesetz und dort unter § 9 Absatz 1 Nr. 4 Satz 6. Dort heisst es:

"Hat ein Arbeitnehmer mehrere Wohnungen, so sind die Wege von einer Wohnung, die nicht der ersten Tätigkeitsstätte am nächsten liegt, nur zu berücksichtigen, wenn sie den Mittelpunkt der Lebensinteressen des Arbeitnehmers bildet und nicht nur gelegentlich aufgesucht wird".

Auf deutsch: Es kommt darauf an, wo Sie wirklich wohnen und von wo aus die Anfahrten zur Arbeitsstätte erfolgen. Wenn dies im entfernteren ersten Zuhause der Fall ist, kann dies zweifelsfrei belegt werden und muss vom Finanzamt auch aktzeptiert werden.

Kosten der doppelten Haushaltsführung bei einer Wohnung, die nur 20 km von Ihrer eigentlichen Wohnung entfernt ist und die Entfernung zur Arbeitsstätte um diesen kleinen Betrag erhöht, dürften hier auf Anerkennungsprobleme beim Finanzamt stoßen. Auch hier wird auf den Lebensmittelpunkt abgestellt, der dann in Ihrer Zweitwohnung liegen müsste. Das wird schwer zu belegen sein und wird von Ihnen wohl auch nicht gewollt sein.

Stellen Sie nach obiger Maßgabe auf die weitere Wegstrecke ab und Sie werden keine Abzugsprobleme bekommen.

Mit besten Grüssen
Fricke
RA und Dipl. Kfm.

Nachfrage vom Fragesteller 19.05.2019 | 08:24

Hallo und Danke für die Antwort.
Eine Rückfrage noch die aus meinem Text wohl nicht richtig ersichtlich war:

Sollte das Finanzamt sich NICHT überzeugen lassen, dass mein Lebensmittelpunkt am weiter entfernten Ort liegt und mir zwanghaft unterstellen ich wohne am näherliegenden Ort. MUSS es dann nicht auch den doppelte Haushalt anerkennen?

Die meisten Leute kämpfen ja dafür, dass der doppelte Haushalt anerkannt wird. Dieser Kampf hätte sich nach meiner Auffassung doch erledigt da das Finanzamt mit der "Senkung" der Steuerpauschale den Wohnsitz automatisch anerkennen müsste. Das Finanzamt kann doch in der Kilometerfrage nicht sagen ich wohne da und in der Haushaltsfrage sagen ich wohne dort?!?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.05.2019 | 13:20

Sehr geehrter Nachfragender,

wer ihnen die Kilometerpauschale versagt, der müsste Ihnen natürlich zwangsläufig auch die Kosten der doppelten Haushaltsführung anerkennen. Davon bin ich bei meiner Antwort eigentlich ausgegangen, denn primär dürfte es Ihnen wohl darum gehen, die Kilometer anerkannt zu bekommen.

Mit besten Grüssen

Fricke
RA

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