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Zweites Masterstudium für Ausländer (Arbeitssuche Wechsel zum Studium).

| 24.01.2021 11:16 |
Preis: 53,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


18:35

Zusammenfassung: Ein Zweitstudium wird von den Ausländerbehörden aufgrund § 16b Abs. 4 AufenthG (Zweckwechselverbot) nur ausnahmsweise zugelassen. Die Sperre erlischt jedoch nach einer Ausreise, so dass bei der deutschen Auslandsvertretung erneut ein Visum nach § 16b beantragt werden kann.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich komme aus Jordanien und bin im März 2018 nach Deutschland zwecks Studieren gekommen.
Ich habe letzten Sommer den Masterabschluss in Ingenieurwesen erfolgreich abgeschlossen und habe nun einen Aufenthaltstitel für die Arbeitssuche.
Ich will jetzt aber einen zweiten Master im Bereich Business Management/ Betriebswirtschaftslehre machen. Darf ich dann als Ausländer noch ein zweites Masterstudium machen und mein Aufenthaltstitel wieder in eine studentische umwandeln?
(Die Behörden in Aachen meinten als Ausländer darf ich nur ein Masterstudium machen, und ein zweites muss begründet werden oder so).

Bekomme ich die Arbeitssuche Möglichkeit wieder nach dem zweiten Masterstudium?

Vielen Dank im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen,
24.01.2021 | 12:30

Antwort

von


(869)
Bertha-von-Suttner-Straße 9
37085 Göttingen
Tel: 0551 707280
Web: http://rkm-goettingen.de/gero-geisslreiter-verwaltungsrecht
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Als Inhaber einer Aufenthaltserlaubnis nach § 20 Abs. 3 Nr. 1 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) ist es Ihnen nicht grundsätzlich verwehrt, in Deutschland erneut eine Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke eines Vollzeitstudiums zu beantragen (vgl. Fleuß, in: Kluth/Heusch [Hrsg.], Ausländerrecht, Kommentar, 2. Auflage 2021, § 16b AufenthG , Rz. 60). Das sog. Zweckwechselverbot des § 16b Abs. 4 AufenthG erlischt aber auf jeden Fall mit der Ausreise, so dass ein Zweitstudium in Deutschland aus dem Heimatland angegangen werden kann - liegen die Voraussetzungen vor, gewährt § 16b Abs. 1 Satz 1 AufenthG einen Anspruch auf Erteilung der Aufenthaltserlaubnis.

Ohne vorherige Ausreise tun sich die Ausländerbehörden schwer mit der Zulassung eines Zweitstudiums. Hier wird zumeist verlangt (und das auch nur im Rahmen einer Verlängerung(!) der bestehenden Aufenthaltserlaubnis nach § 16b AufenthG ), dass die deutsche Auslandsvertretung bestätigt, dass es für die Aufnahme des angestrebten Berufs nach den im Herkunftsland geltenden Regeln erforderlich ist (Marx, Aufenthalts-, Asyl- und Flüchtlingsrecht, 7. Auflage 2020, § 4 Rz. 64).

Wenn Sie später mit einer entsprechenden Aufenthaltserlaubnis ein Zweitstudium erfolgreich absolvieren, bekommen Sie erneut über § 20 AufenthG die Gelegenheit, in 18 Monaten einen Arbeitsplatz zu finden.

Es wird also wohl unvermeidlich sein, nach Jordanien auszureisen und von dort ein Visum nach § 16b AufenthG für das Zweitstudium in Deutschland zu beantragen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben, und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Gero Geißlreiter
Fachanwalt für Verwaltungsrecht

Rückfrage vom Fragesteller 24.01.2021 | 13:02

Vielen Dank für Ihre ausführliche und wertvolle Antwort.

Wo steht im Ausländergesetz genau dass das sog. Zweckwechselverbot des § 16b Abs. 4 AufenthG mit der Ausreise erlischt?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24.01.2021 | 18:35

Sehr geehrter Fragesteller,

das folgt mittelbar aus § 16b Abs. 4 AufenthG und ist allgemein anerkannt. Die Vorschrift regelt den Aufenthalt in Deutschland zu Studienzwecken und ob in dieser Zeit ein anderer Aufenthaltstitel (Zweckwechsel) erteilt werden darf.

Beste Grüße von Gero Geißlreiter, Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 24.01.2021 | 13:03

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