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Zweite Meinung erbeten / Erst Mobbing dann betriebsbedingte Kündigung

| 20.01.2008 15:49 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

hier der Versuch einen umfangreichen Sachverhalt kurz zu schildern: ich habe als marketingleiterin sieben Jahre lang direkt an den Geschäftsführer berichtet. Seit April 2007 wurde ich dem neuen Produktmanager zugeordnet. Ich habe damale eine einvernehmliche Vertragsänderung unterzeichnet um weiteren chwierigkeiten aus dem Weg zu gehen, war aber damit nicht wirklich einverstanden. Einen Tag später wurde mir eine neue Stellenbeschreibung vorgelegt mit der ich ebenfalls nicht einverstanden war. Es folgten diverse Personalgespräche und die ersten Mobbingattacken, die im Laufe der Zeit so schlimm wurden, dass ich Ende des letzten Jahres sieben Wochen am Stück krankgeschrieben war. Dann habe ich noch in der Krankenzeit ein Schreiben von der Geschäftsführung bekommen in dem sie mir mitteilen, sie würden beabsichtigen das Arbeitsverhältnis aufgrund bestimmter Umstrukturierungen durch unseren Mutterkonzern fristgerecht zum 30.06.2008 zu beenden. Ganz bewußt haben sie auch geschrieben dies sei keine Kündigung, da auch sie wissen, dass sei mir keine Kündigung zusenden dürfen, wenn ich krank geschrieben bin. Die fristgerechte Künding erhielt ich Freitag vor Weihnachten.

Während der gesamten Zeit werde ich bereits von einem Arbeitsrechtler beraten und unterstützt. Mittlerweile hat dieser Klage beim Arbeitsgericht eingereicht und der Gütetermin ist für den 08.02.2008 festgelegt.

Nach dieser langen Vorrede, die aber notwendig war, um den Sachverhalt darzustellen, hier nun meine Frage: mein Anwalt sagte mir, da sich nach Prüfung herausgestellt hat, das es gute und auch wirklich bestehende Gründe für diese betriebsbedingte Kündigung gibt, die gesamte Vorgeschichte einschließlich des Mobbings, welches bis heute anhält und für welches es diverse schriftliche Bewesie gibt, vor Gericht kein Bedeutung habe, da dort einfach nur die betriebsbedingte Kündigung gelte.

Ich würde wirklich gerne wissen, ob ich mich damit zufrieden geben muss. Kann nicht vor Gericht derart argumentiert werden, dass man sagt: ja es ist eine betriebsbedingte Kündigung, aber auf Grund der gesamten langen Vorgeschichte mit Änderung der Position und vor allem mit diversen Mobbingattaken ist das Arbeitsverhältnis derart geschädigt, dass eine eine sofortige Freistellung unabdingbar ist und dass diese Vorgeschichte auch dazu dienen kann die Abfindung zu erhöhen? (Ich weiß, dass es kein gesetzliches Recht auf Abfindung gibt.) Dass diese langen Monate des Mobbings und des nun wirklich inzwischen unzumutbaren Zustandes überhaupt keine Handhabe vor Gericht haben soll, kann ich so nicht wirklich glauben. Es ist sogar so, dass mene Ärztin bereits angeboten hat auch zu bestätigen, dass ich durch die Verhältnisse krank geworden bin.

Auch wenn mir klar ist, dass ich hier nicht alle Details schildern konnte, so hoffe ich, dass meine Ausführungen dazu dienen eine qualifizierte zweite Meinung einzuholen für die ich schon jetzt sehr dankbar bin.

Nette Grüße
von ener Ratsuchenden

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Angaben beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Leider muss ich Ihrem Anwalt im Großen und Ganzen beipflichten.
Wenn Ihnen betriebsbedingt gekündigt wurde, dann geht es vor Gericht nur um diese betriebbedingte Kündigung. Das Mobbing bleibt prinzipiell außen vor, denn augenscheinlich bestand ja Grund zur betriebsbedingten Kündigung.

Aber es steht Ihnen natürlich frei, trotzdem vor Gericht von dem Mobbing zu erzählen.
Grundsätzlich geht es vorm Arbeitsgericht etwas „freier“ vor als in anderen Sachen, d.h. man kommt in der Regel mehr zu Wort und kann mehr vortragen.

Zur Sache gehört das Mobbing nicht, weshalb ich mir an Ihrer Stelle auch keine Hoffnungen machen würde dass ein diesbezüglicher Vortrag vor Gericht für Sie etwas ändern könnte.
Schaden wird es aber wohl kaum und wenn es Ihnen wichtig ist dann würde ich es auch vortragen.

Es tut mir leid, dass ich Ihnen keine positivere Antwort geben konnte und hoffe dass ich Ihnen trotzdem weiter helfen konnte.


Mit freundlichem Gruß


Thomas Will
Rechtsanwalt

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