Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Zweifamilienhaus im Außenbereich

13.10.2019 12:44 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,
Wir haben ein Zweifamilienhaus mit Gewerbeteil im Außenbereich geerbt.
Wir haben vor mit unseren Kinder dies zu nutzen, weil wir es nicht verkauft bekommen und es nicht verfallen lassen wollen und es zur Bauruine wird.
Die Gewerbehalle soll abgerissen werden und wieder entsiegelt werden.
Wir würden für uns gerne die Garage/Waschraum/Hühnerstall für uns als Wohnung umbauen.
Es soll nicht angebaut werden, so das die äußere Gestalt des Gebäudes gewährt bleibt.
Alle Gebäude sind genehmigt worden vor 1960.
Das Bauamt sperrt sich nun, da die Fläche nur für Landwirtschaftliche Nutzung vorgesehen ist und denen unverständlich ist das dort überhaupt gebaut werden durfte.
Am liebsten wäre denen, das wir das Gebäude abreißen und das Grundstück an einen Landwirt verkaufen.
Unser Haus steht etwa 20 Meter neben einer Wohnsiedlung, ist an die Kanalisation und dem
Stromnetz angeschlossen. Ist wie der Rest der Wohnsiedlung mit dem gleichen Abstand zur Straße.
Es Grenzen keine Landwirtschaftlichenflächen an unser Grundstück.

Besteht eine Möglichkeit, für uns dies zu realisieren?

Freundliche Grüße

13.10.2019 | 15:51

Antwort

von


(1730)
Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das dürfte in der Tat leider nicht funktionieren.
Im Einzelnen:

Im Außenbereich ist ein Vorhaben nur zulässig, wenn öffentliche Belange nicht entgegenstehen, die ausreichende Erschließung gesichert ist und wenn es insbesondere einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb dient und nur einen untergeordneten Teil der Betriebsfläche einnimmt, was hier ausscheidet, vgl. § 35 BauGB: Bauen im Außenbereich Baugesetzbuch.

Sonstige Vorhaben können nach Absatz 2 im Einzelfall zugelassen werden, wenn ihre Ausführung oder Benutzung öffentliche Belange nicht beeinträchtigt und die Erschließung gesichert ist.

Eine Änderung der bisherigen Nutzung eines Gebäudes im Sinne des Absatzes 1 Nummer 1 ist nur unter folgenden Voraussetzungen möglich, vgl. Absatz 4:

1.

a)
das Vorhaben dient einer zweckmäßigen Verwendung erhaltenswerter Bausubstanz,

b)
die äußere Gestalt des Gebäudes bleibt im Wesentlichen gewahrt,

c)
die Aufgabe der bisherigen Nutzung liegt nicht länger als sieben Jahre zurück,

d)
das Gebäude ist vor mehr als sieben Jahren zulässigerweise errichtet worden,

e)
das Gebäude steht im räumlich-funktionalen Zusammenhang mit der Hofstelle des land- oder forstwirtschaftlichen Betriebs,

f)
im Falle der Änderung zu Wohnzwecken entstehen neben den bisher nach Absatz 1 Nummer 1 zulässigen Wohnungen höchstens drei Wohnungen je Hofstelle und

g)
es wird eine Verpflichtung übernommen, keine Neubebauung als Ersatz für die aufgegebene Nutzung vorzunehmen, es sei denn, die Neubebauung wird im Interesse der Entwicklung des Betriebs im Sinne des Absatzes 1 Nummer 1 erforderlich,

2.
die Neuerrichtung eines gleichartigen Wohngebäudes an gleicher Stelle unter folgenden Voraussetzungen:

a)
das vorhandene Gebäude ist zulässigerweise errichtet worden,

b)
das vorhandene Gebäude weist Missstände oder Mängel auf,

c)
das vorhandene Gebäude wird seit längerer Zeit vom Eigentümer selbst genutzt und

d)
Tatsachen rechtfertigen die Annahme, dass das neu errichtete Gebäude für den Eigenbedarf des bisherigen Eigentümers oder seiner Familie genutzt wird; hat der Eigentümer das vorhandene Gebäude im Wege der Erbfolge von einem Voreigentümer erworben, der es seit längerer Zeit selbst genutzt hat, reicht es aus, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass das neu errichtete Gebäude für den Eigenbedarf des Eigentümers oder seiner Familie genutzt wird.

Deswegen ist ein Bezug auf die Landwirtschaft leider immer noch notwendig, weshalb das Bauaufsichtsamt Recht hat.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

ANTWORT VON

(1730)

Marktstraße 17/19
70372 Stuttgart
Tel: 0711-7223-6737
Web: http://www.hsv-rechtsanwaelte.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Arbeitsrecht, Erbrecht, Miet und Pachtrecht, Vertragsrecht, Zivilrecht, Baurecht, Verwaltungsrecht, Ausländerrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 81030 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Danke für die schnelle Info ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr freundlich, kompetent, hilfreich ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Eine schnelle, präzise und unmissverständliche Antwort – vielen Dank! ...
FRAGESTELLER