Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Zwei Geschwister besitzen ein Haus

25.03.2013 13:08 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Wie ist die Situation, wenn eines der Geschwister stirbt und dem anderen seinen Anteil des Hauses vererbt. Es handelt sich um ein Zweifamilienhaus, jeweils eine Wohnung wird von einem Geschwister bewohnt.

Sehr geehrter Rechtsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte:

Aufgrund der Formulierung Ihrer Frage gehe ich davon aus, dass die Geschwister einander als Erben bestimmt haben, etwa in einem Testament.

Grundsätzlich steht es Ihnen und Ihrem Geschwister frei, sich gegenseitig als Erben einzusetzen. Im Erbfall erbt der Überlebende dann den Anteil an der Immobilie. Ggf. muss der Erbe Erbschaftssteuer zahlen, soweit Freibeträge überschritten werden.

Sollten neben dem erbenden Bruder/der erbenden Schwester noch weitere Hinterbliebene existieren, die im Falle der gesetzlichen Erbfolge vorrangig vor dem Bruder/der Schwester erben würden (z. B. Kinder, Enkel, Eltern, Ehegatte), so könnten auf den Erben weiterhin Pflichtteilansprüche dieser Personen (sog. Pflichtteilberechtigte) zukommen. Denn Pflichtteilberechtigte können nicht ohne weiteres von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen werden.

Allerdings sind Pflichtteilsansprüche nur auf Zahlung einer Geldsumme (Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils) gerichtet. Der Pflichtteilsberechtigte hat daher keinen Anspruch auf einen Anteil an der Immobilie. Entsprechendes gilt, wenn ein Pflichtteilberechtigter aufgrund der testamentarischen Gestaltung zwar Erbe bleibt, sein Erbanteil aber kleiner ist als die Hälfte desjenigen Anteils, den er bei Anwendung der gesetzlichen Erbfolge geerbt hätte. Dann ist durch eine Geldzahlung „aufzustocken".

Ich empfehle Ihnen, sich persönlich von einem Anwalt in Ihrer Nähe beraten zu lassen. Auf diese Weise lässt sich der Sachverhalt umfassend aufklären und klären, ob im Erbfall Ansprüche gegen den Erben bestehen. Außerdem kann der Anwalt Sie und Ihr Geschwister bei der Errichtung Ihres Testamentes unterstützen.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meinen Ausführungen weiterhelfen.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei den vorstehenden Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Sachverhaltsaufklärung nicht ersetzen kann. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen Ihrerseits kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Bei Unklarheiten können Sie gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch machen.

Mit freundlichen Grüßen

Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70852 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Schnelle Antwort, kompetent und hilfreich. Vielen lieben Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ich hätte nie gedacht, auf dieser Seite eine so kompetente Beratung bekommen zu können. Herr Lembcke geht sehr ins Detail und geht auf alle Fragen ein. Jederzeit wieder und vielen Dank nochmal! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort hat mein Recherchen bestätigt und wurde schnell, freundlich, sachlich und kompetent übermittelt. Sollte es erforderlich sein, melde ich mich in jedem Fall wieder! ...
FRAGESTELLER