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Zwangsvollstreckung niedriger Preis


17.12.2009 22:02 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Hallo. Folgender Fall: An einem Grundstück bin ich Gläubiger mit 10.000,-(Rang 2) und im Grundbuch nach der Bank (Rang 1)mit 11.000,- eingetragen. Nach mir ist noch ein Gläubiger (Rang 3) mit 3.000,- eingetragen (Der soll nichts kriegen). Jetzt möchte ich da ich mein Geld nicht bekomme und einen Titel habe es zur ZV bringen. Nun meine Frage: Ich möchte das es ein bekannter von mir für 11.000,- erhält (Lastenfrei). Ich möchte nichts haben da ich ihm sehr viel mehr schulde und so alles ok wäre. Kann ich bei der Versteigerung sagen wenn er z.b. 11.000,- (zzgl. Versteigerungsgebühren) bietet das ich einverstanden bin und so die Versteigerung zu seinem Gunsten stoppen auch wenn andere mehr bieten würden??? Kann ich bei einem höheren Gebot den Zuschlag versagen???
Wie soll ich es "anstellen" das mein Anliegen gelingt??
MFG
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Nach Versagung des Zuschlages kann gem. § 74a ZVG erfolgen, wenn das Meistgebot einschließlich der bestehen leibenden Rechte 7/10 des Verkehrswertes nicht erreicht (7/10 Grenze). Weitere Voraussetzung ist, dass seine Ansprüche durch das Meistgebot ganz oder teilweise nicht gedeckt sind.
Gem. § 85 a ZVG kann der betreibende Gläubiger den Zuschlag versagen, wenn das Meistgebot einschließlich der bestehen bleibenden Rechte 5/10 des Verkehrswertes nicht erreicht.
Wurde im ersten Termin der Zuschlag aufgrund der 5/10 oder 7/10 Grenze versagt, gelten diese grenzen im zweiten Termin nicht mehr. Gleichwohl können Sie als betreibende Gläubiger die Einstellung des Verfahrens beantragt, so dass der Zuschlag versagt wird. Im Folgenden wird ein weiterer Versteigerungstermin anberaumt.
Der betreibende Gläubiger kann die Einstellung des Verfahrens nur insgesamt 3 mal beantragen, wobei jedoch die dritte Einstellungsbewilligung kraft Gesetzes als Rücknahme des Versteigerungsantrages gewertet wird, die dann das Zwangsversteigerungsverfahren endgültig beendet.
Soweit ein Gläubiger über EUR 21.000,- bietet zzgl. Der Grundschuldzinsen können Sie den Zuschlag nicht versagen. Soweit ein anderer und nicht der von Ihnen gewünschte Bieter bis zu EUR 21.000,- zzgl. Der Grundschuldzinsen können Sie das verfahren einstweilen einstellen, müssen aber dann damit rechnen, dass Sie die zunächst die Kosten des Verkehrswertgutachtens zu tragen haben.

Möglich wäre auch das Sie bis zur Abdeckung Ihrer Grundschuld selbst mitbieten und den Zuschlag dann an Ihren Bekannten abtreten.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick verschaffen. Im Rahmen der Nachfragefunktion stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung.

Mit besten Grüßen
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