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Zwangsvollstreckung ergebnislos


18.10.2005 21:47 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Ich habe vor einiger Zeit einen Wagen von einem gewerblichen Autohändler gekauft. Mit dem Wagen gab es nach kurzer Zeit viel Ärger und viel hin und her vor Gericht, am Ende habe ich einen Titel gegen den Verkäufer in Höhe von ca. 2200,- € in der Hand gehabt.

Nun nach längerer Zeit kommt mir das Ergebnis der Zwangsvollstreckung ins Haus. Sie sei ergebnislos verlaufen, wie ich auf dem beigelegten Vermögensverzeichnis nachlesen könne. Es wird mir von meinem Anwalt geraten, aus Kostenersparnis die Sache zunächst abzuschließen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufzunehmen.

Im Vermögensverzeichnis gibt der Schuldner unter B.11. an, dass er monatlich 1000-1500€ Netto als selbstständiger Autohändler verdient.

Ich frage mich hierbei natürlich, warum die Sache hier so einfach beendet werden soll, wenn der Schuldner doch über so ein hohes Einkommen regelmäßig verfügt.

Was kann ich tun, was kann ich in die Wege leiten um noch an mein Geld zu kommen? Ist sowas üblich, dass nicht einmal versucht wird, per Ratenzahlung an das Geld zu kommen (wurde im Brief von meinem RA vorgeschlagen)?

Ich bitte hierbei um eine zweite Meinung und Ratschläge eines RA aus diesem Forum, um doch noch in naher oder ferner Zukunft an das Geld zu kommen.


Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Natürlich ist es schwierig, die Erfolgsaussichten einer Zwangsvollstreckung zu beurteilen – noch dazu in diesem Medium.

Vorsichtig geschätzt könnte eine Vollstreckung nicht ganz aussichtslos sein. Immerhin verfügt der Schuldner offenbar zum einen über Einkommen (welches bei Selbständigen nicht den starren Freibeträgen des § 850 c ZPO unterliegt). Zum anderen ist zu erwarten, dass auch Gelder über das Konto aus dem Handel fließen.

Wenn es tatsächlich einen Autohandel gibt, könnte auch dass ein Ansatzpunkt sein. Ohne Vorlage des Vermögensverzeichnisses ist eine Bewertung natürlich nicht möglich.

Nach Abgabe der EV würde auch ich keine weitere Ratenzahlung mehr anbieten. Dies mag ggf. im Rahmen der Vollstreckung durch den Gerichtsvollzieher erfolgen.

Bitte beachten Sie, dass Ihnen niemand den Erfolg der Maßnahmen versprechen kann und dass die Vollstreckungsversuche mit weiteren Kosten verbunden ist.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Für Rückfragen und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

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