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Zwangsverwaltung


09.09.2005 16:59 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht



Hallo hier kommt ein Problem:
Ich habe eine Immobilie ersteigert und habe mich mit der Finanzierung überschätzt, kurz ich kann nicht bezahlen. Die Bank, bzw. das Gericht hat jetzt diese Immobilie unter Zwangs- verwaltung eines Rechtsanwalts und Notars gestellt.
Inzwischen habe ich Interessenten, welche dieses Objekt evtl. Kaufen wollen, allerdings wollen diese Leute die Immobilie vorher besichtigen. Der Zwangsverwalter rückt aber den Schlüssel nicht heraus, sondern gestattet eine Besichtigung nur in seinem Beisein.
Die Begründung hierfür ist, er wäre jetzt verantwortlich. Meine Frage ist dies Rechtens? Habe ich keine Möglichkeit mein Eigentum allein zu betreten?
Beim letzten Besuch eines Interessenten kamen dann Bemerkungen des RA. welche den Interessenten vom Zuschlag abhielten. Jetzt habe ich neue Interessenten und fürchte, dasselbe.
Die Bank, welche die Finanzierung gemacht hat sagt dies ist richtig und will mir nicht helfen.

Das Paradoxe an der Geschichte es gibt noch einen Schlüssel, welchen ein früherer Mieter hat, aber der behauptet er hätte denselben verloren.
Was passiert , wenn ich die Schlösser auswechseln würde
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

im Falle der Zwangsverwaltung gehen sowohl Nutzung als auch Verwaltung der Immobilie auf den Zwangverwalter über. § 148 ZVG stellt klar: "Durch die Beschlagnahme wird dem Schuldner die Verwaltung und Benutzung des Grundstücks entzogen." Es ist somit richtig, dass Sie das Grundstück nur noch mit Genehmigung des Zwangsverwalters betreten dürfen.

Es ist jedoch nicht rechtmäßig, dass der Zwangsverwalter Bemerkungen vor potentiellen Käufern macht, die den Verkauf behindern. Da der Zwangsverwalter für eine ordnungsgemäße Verwaltung der Immobilie zu sorgen hat, ist er auch verpflichtet alles erforderliche zu tun, um einen Verkauf zu ermöglichen. Bitte weisen Sie den Zwangsverwalter vor der nächsten Besichtigung darauf hin, dass er geschäftsschädigende Bemerkungen zu unterlassen habe.

Vom Auswechseln der Schlösser möchte ich Ihnen abraten, da dies widerrechtlich wäre und sowohl zivilrechtliche Schadenersatzansprüche nach sich ziehen würde als auch strafrechtlich geahndet werden könnte.

Mit freundlichen Grüssen
Nikolai Zimmermann
Rechtsanwalt

http://www.ra-zimmermann.com
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