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Zwangsverwalter


24.06.2005 08:39 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen




Kann man einen Zwangsverwalter ablehnen ?

Ein Zwangsverwalter wurde eingesetzt. Es handelt sich
hierbei um ein überregionalen Verwalter, der in Anwalts-
kreisen einen schlechten Ruf geniesst.

Wie ist dem Gericht dieses zu verklickern ??
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Ablehnung eines Zwangsverwalters ist nicht möglich.

Denkbar wäre die Möglichkeit, gegen den Beschluss über die Bestellung eines Zwangsverwalters sofortige Beschwerde gemäß
§ 95 des Gesetzes über die Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung (ZVG) einzulegen. Zu beachten ist dabei die für die sofortige Beschwerde geltende Frist von zwei Wochen.

Eine Begründung der Beschwerde allein damit, der Zwangsverwalter genieße einen schlechten Ruf, wird allerdings nicht ausreichen. Es müssen schon konkrete Grüne aufgeführt werden, die auf eine Unzuverlässigkeit des Zwangsverwalters schließen lassen.

Sollten Sie diese Möglichkeit in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen dringend, einen Rechtsanwalt vor Ort zu konsultieren und ihn gegebenenfalls mit der Einlegung und Begründung der sofortigen Beschwerde zu beauftragen.

Für den Fall, dass die Beschwerdefrist abgelaufen ist oder kein für eine Beschwerde ausreichender Grund vorliegt, möchte ich auf § 153 ZVG verweisen. Diese Vorschrift sieht Möglichkeiten zur "Disziplinierung" des Zwangsverwalters vor.

Gemäß § 153 Abs. 1 ZVG hat das Gericht u.a. den Verwalter nach Anhörung des Gläubigers und des Schuldners mit der erforderlichen Anweisung für die Verwaltung zu versehen und die Geschäftsführung zu beaufsichtigen. Nach Absatz 2 dieser Vorschrift kann das Gericht dem Verwalter die Leistung einer Sicherheit auferlegen, gegen ihn Zwangsgeld festsetzen und ihn entlassen.

Im Übrigen ist der Verwalter gemäß § 154 ZVG für die Erfüllung der ihm obliegenden Verpflichtungen allen Beteiligten gegenüber verantwortlich. Er hat dem Gläubiger und dem Schuldner jährlich und nach der Beendigung der Verwaltung Rechnung zu legen. Die Rechnung ist dem Gericht einzureichen und von diesem dem Gläubiger und dem Schuldner vorzulegen.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführungen weitergeholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Ingo Kruppa
Rechtsanwalt
www.kruppa-ruprecht.de
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