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Zwangsverwalter


06.09.2006 14:33 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler



Kann man einen Zwangsverwalter ablehnen.
Welche Begündung muiß das Gericht akzeptieren ?

Wir hatten vor Jahren mit einem Zwangsverwalter zu tun, der
einer ueberregionalen Sozietät angehört.
Die Leute waren hochnäsig und überhaupt nicht kooperativ.
Die Sache entwickelte sich zu unserem Nachteil--ca 500000 €
Verlust.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

aufgrund des von Ihnen dargelegten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Anfrage im Rahmen einer Erstberatung wie folgt:

Die Ablehnung eines Zwangsverwalters ist nicht möglich. Dieser wird von dem Vollstreckungsgericht gem. § 150 I ZVG (Gesetz über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung) bestellt. Dabei ist das Gericht bei der Auswahl des Verwalters frei, es hat nach pflichtgemäßem Ermessen zu handeln, und ist nicht an Anträge oder Vorschläge gebunden, es sei denn es liegt ein Spezialfall der §§ 150a ff. vor. Der zu bestellende Verwalter muss geeignet sein, bereit sein sowie von den Beteiligten unabhängig sein.

Sollten Sie im laufenden Verwaltungsverfahren mit den Leistungen des Zwangsverwalters unzufrieden sein, bestehen folgende Möglichkeiten, Ihre Interessen gegenüber dem Verwalter durchzusetzen:

Die Aufgaben, Rechte und Pflichten des Zwangsverwalters richten sich nach § 152 ZVG i.V.m. der Zwangsverwalterverordnung. Das Gericht hat die Verwaltung gem. § 153 ZVG zu beaufsichtigen, so dass über das Gericht mittelbar eine Einwirkung auf die Tätigkeit des Verwalters möglich ist. Gem. § 153 II ZVG kann das Gericht dem Verwalter die Leistung einer Sicherheit auferlegen, gegen ihn ein Zwangsgeld festsetzen und ihn auch ggf. entlassen.

Eine Entlassung wird bei schweren Pflichtwidrigkeiten, etwa Veruntreuungen, sowie offensichtlicher Unfähigkeit oder Unverträglichkeit mit dem Schuldner, wenn dadurch das Verfahren ernsthaft beeinträchtigt wird, in Betracht kommen.

Ihre Angaben: Zugehörigkeit zu einer überregionalen Sozietät, Hochnäsigkeit, unkooperativ halte ich aktuell nicht allein für ausreichend.

Für schuldhafte Pflichtverletzungen haftet der Verwalter den Beteiligten gegenüber gem. § 154 ZVG. Des weiteren ist er danach verpflichtet gegenüber den dem Gläubiger und dem Schuldner jährlich und nach der Beendigung der Verwaltung Rechnung zu legen.

Sollte ein Insolvenzverfahren eröffnet sein, besteht gem. § 153b ZVG darüber hinaus die Möglichkeit, die Zwangsverwaltung einzustellen, wenn die Zwangsverwaltung eine sinnvolle Nutzung der Masse durch den Insolvenzverwalter wesentlich erschwert.

Ich hoffe, dass Ihre Fragen in meinen Ausführungen zufriedenstellend beantwortet wurden und Ihnen einen ersten Überblick verschaffen konnte. Andernfalls darf ich Sie auf die Möglichkeit einer für Sie kostenlosen Nachfrage hinweisen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen

Martin P. Freisler
Rechtsanwalt
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