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Zwangsversteigerung/Einräumung des Besitzes


15.12.2006 12:47 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir haben im Wege der Zwangsversteigerung eine Immobilie erworben. Dem dort noch wohnenden Ex-Eigentümer haben wir eine Frist von1 Monat zum Auszug gesetzt. Diese Frist ist gestern abgelaufen. Leider hat der ehemalige Eigentümer noch keine neue Bleibe gefunden. Wir haben ihm nun eine letzte Frist von einer Woche gesetzt, werden aber parallel dort anfangen zu renovieren. Er darf dort in seinem Zimmer wohnen und Bad und Küche benutzen. Er hat uns gestern auch die Schlüssel ausgehändigt (bis auf einen für sich).

Fragen: Sind wir nunmehr auch Besitzer geworden? Können wir beim nächsten Fristablauf in einer Woche die Schlösser auswechseln? Müssen wir sonst etwas beachten oder wie sollten wir uns verhalten?

Danke im Voraus

Mit freundlichem Gruß
15.12.2006 | 13:47

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

1.Mit Erhalt des Schlüssels sind Sie im Besitz der Immobilie.

2.Sie dürfen nicht einfach die Schlösser auswechseln. Vielmehr müssen Sie mit Ihrem Zuschlagbeschluß einen Gerichtsvollzieher mit der Räumung beauftragen., § 93 ZVG Sie können bei dem Gericht der Zwangsversteigerung erfragen, welcher Gerichtsvollzieher für Sie zuständig ist.

3.Sie sollten den Gerichtsvollzieher schnellstmöglich beauftragen, da es hier zu langen Wartezeiten kommen kann.
Sie sollten sich an dieses Vorgehen halten, um Gegenansprüche des ehemaligen Eigentümers zu vermeiden.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
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Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


Nachfrage vom Fragesteller 15.12.2006 | 22:03

Danke für die Antwort.
Warum darf ich nach angemessener Fristsetzung nicht einfach das Schloss auswechseln, wenn ich Eigentümer und Besitzer bin?
Das Haus ist ja annähernd geräumt und die noch verbliebenen Sachen werden nur wegen unseres Wohlwollens noch geduldet.
Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.12.2006 | 16:48

Sie können die Schlösser austauschen und abwarten, was passiert. Schlimmstenfalls wird im einstweiligen Verfahren dem ehemaligen Eigentümer das REcht zum Wohnen bis zur Räumung durch den GVZ eingeräumt, Schadensersatzansprüche kommen auch in Betracht. Bestenfalls haben Sie das Problem beseitigt.

Die von mir geschilderte Vorgehensweise ist der juristisch korrekte Weg. Ich rate Ihnen, diesen Weg einzuhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin

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