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Zwangsversteigerung und Wohneigentumrecht


| 22.08.2005 21:40 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihnen mitteilen, dass meine Rechtsanwältin schon ein Einspruch gegen den Beschluss der Zwangsversteigerung beim Amtsgericht Lehrte eingereicht hatte.
Wir hatten beim Sozialamt Sehnde ein Antrag auf Wohngeld gestellt und das Amt zahlte nur im November und Dezember 2004 ein Betrag in Höhe von 644 EURO Wohngeld. Dieses Geld zahlten wir mit unserem Einkommen diese Ratezahlungen für unser Haus 591 EURO an die Sparda Bank. Nach der Bewillung vom 1.1.2005 durch die Arbeitsagentur hatte von Januar bis Juni 2005 das Sozialamt nicht gezahlt und daher konnten wir keine Rate mehr an die Sparda-Bank zahlen. Gegen das Sozialamt gibt ein Verfahren. Die Zwangsversteigerung ist schon eingeleitet.
Nach meiner Überlegungen soll den Schaden vollständig wegen Untätigkeit das Sozialamt übernehmen. Zu einem hatten wir von 1997 bis Ende Dezember 2004 ein Betrag in Höhe von 30.000 EURO wegen unser Haus eingezahlt. Auch mehrmaligen Angebote beim RA des Sparda-Bank hatte ich vorgelegt (letztes Angebot war 700 EURO).
Das Sozialamt soll bei der Umschuldung mindestens 700 EURO mitfinanzieren, weil das Sozialamt untätig waren. Das Kindergeld hatte die Familienkasse erst im Juni rückwirkend zum 1.Januar 2005 ein Betrag in Höhe von 1.300 EURO an uns gezahlt.
Mein Fazit lautet: Wenn das Sozialamt und die Familienkasse pünktlich gezahlt hätte, dann wäre nie und nimmer die Zwangsversteigerung gekommen. Nach meiner Meinung hatte das Sozialamt das Wohnrecht auch verstossen.
Nun haben wir ein erhebliches Problem wegen negativen Schufa-Eintrag und wir können keine neue Wohnung finden, weil unser SCHUFA-Eintrag negativ ist wegen Zwangsvollstreckung.
Meine Frage lautet: Kann man gegen das Sozialamt und gegen die Arbeitsagentur wegen der grossen Schaden einklagen, wenn die Zwangsversteigerung doch durchgeführt wird.Und was können wir gegen die Sparda-Bank umstimmen, dass das Darlehen wieder aufgenommen werden soll. Wir sind jetzt voll zahlungsfähig.

Für Ihre Mühe bedanke ich mich im Voraus.

MfG
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte:

Eine Untätigkeitsklage auf sozialgerichtlicher Ebene wäre möglich, wenn Sie gegen den Bescheid des Sozialamtes seinerzeit Widerspruch eingelegt haben. So könnten Sie zumindest die nicht gezahlten Zuschüsse rückwirkend einfordern.

Darüber hinaus verbleiben Ihnen mögliche Staatshaftungsansprüche gegenüber Sozialamt, Arbeitsamt und Familienkasse wegen all Ihrer durch die verzögerte Bearbeitung Ihres Falles entstandenen Schäden, insbesondere wegen der Kosten der Zwangsversteigerung, wobei diese Ansprüche nicht leicht durchzusetzen sein werden.
Gegebenenfalls kann auch eine Schufa-Berichtigung erwirkt werden, aber wohl erst, wenn die laufenden Verfahren für Sie erfolgreich verlaufen sind.

Anhand Ihrer Schilderungen bestehen aber durchaus gewisse Erfolgsaussichten bezüglich Ihrer Ansprüche.

Einstweilen sollten alle weiter erforderlichen Rechtsmittel und Rechtsbehelfe wahrgenommen werden, um eine Zwangsversteigerung zumindest hinauszuzögern.

Ich hoffe und denke dass Ihre Anwältin Sie hierzu umfassend beraten und die erforderlichen Schritte einleiten wird.
Sprechen Sie sie einfach auf die von mir dargestellten Punkte an.

Ich hoffe, Sie mit meinen Ausführungen für´s Erste beruhigt zu haben.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 23.08.2005 | 01:01

Sehr geehrter Herr Geyer,

Also habe ich kaum Chance, bei der Zwangsversteigerung abzuwenden.Kann man gegen die Sparda Bank wegen Wohnrecht einklagen?Schuld war vor allem die genannten Behörden. Welche Möglichkeiten gibt es noch?
Danke für Ihre Mühe und es hat mich gefreut.

MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 23.08.2005 | 02:49

Sehr geehrter Ratsuchender,

es ist nicht gesagt, dass Sie keinerlei Chancen gegenüber der drohenden Zwangsversteigerung haben. Allerdings dürfte die Zwangsvollstreckung gegen Sie derzeit berechtigt sein. Deshalb kommt es hier darauf an, rechtzeitig diejenigen Institutionen, die Ihnen den Schaden wohl letztendlich zugefügt haben, zur Rechenschaft zu ziehen.
Nötigenfalls per einstweiliger Verfügung.
Zur Neubeantragung eines Darlehens bei der Sparda-Bank werden Sie Ihre geänderten Bonitätsverhältnisse (gesicherte Einkünfte) darzulegen haben. Das noch andauernde Zwangsversteigerungsverfahren dürfte hierbei jedoch ein vorerst unüberwindbares Hindernis darstellen.
Ein Verschulden der Sparda-Bank („wegen Wohnrecht einklagen“) vermag ich nicht zu erkennen. Das kann aber auch wiederum anders sein, wenn die Sparda-Bank, die offenbar als Gläubigerin das Versteigerungsverfahren betreibt, vertrags- oder treuwidrig gegen Sie vorgeht.
Insofern wäre eine Vollstreckungsgegenklage das richtige Mittel.

Ihre Rechtsanwältin wird Sie hier sicherlich nicht im Stich lassen. Allerdings wird sie von Ihnen einen angemessenen (weiteren) Vorschuss verlangen, wenn sie für Sie an mehreren Fronten tätig sein muss.
Gegebenenfalls kommt für Sie Prozesskostenhilfe in Betracht.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

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