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Zwangsversteigerung oder Teilungsversteigerung beantragen?

29.04.2014 12:01 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Zusammenfassung: Zwangsversteigerung oder Teilungsversteigerung bei Miteigentum von Eheleuten.

Guten Tag,

ich benötige eine Orientierung:

Ich bin seit drei Jahren von meinem Mann geschieden. Zusammen sind wir immer noch seit Jahrzehnten Eigentümer einer Eigentumswohnung und jeweils zu 50% im Grundbuch eingetragen.

Ich habe titulierte Forderungen gegen meinen Mann, die ich im Grundbuch habe eintragen lassen über Sicherungshypotheken.

Nun möchte ich in die Zwangsversteigerung der Wohnung gehen. Ich will auch meine Hälfte nicht mehr haben.

Meine Fragen:

1. Beantrage ich eine Teilungsversteigerung oder eine "normale" Zwangsversteigerung wegen meiner grundbuchlich gesicherten Forderungen? Ich will natürlich so wenig eigene Kosten haben wie möglich. Bei einer Teilungsversteigerung müsste ich doch bestimmt die Kosten eines Wertgutachtens zur Hälfte übernehmen?

2. Wird bei einer "normalen" Zwangsversteigerung nur die Wohnungs-Hälfte meines Mannes versteigert? Meine gesicherten Forderung lasten auf jeden Fall nur auf seiner Hälfte. So sind sie eingetragen worden.

Vielen Dank schon einmal

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie haben die Möglichkeit, sowohl eine Zwangsversteigerung als auch eine Teilungsversteigerung zur Aufhebung der Gemeinschaft durchzuführen.

Beantragen Sie die Zwangsversteigerung ist diese auf den Miteigentumsanteil begrenzt. Voraussichtlich wird es hierfür auch nur wenige Interessenten geben. Unter Umständen könnten Sie selbst den Miteigentumsanteil ersteigern und im Anschluss die Wohnung verkaufen.

Der Vorteil bei einer Zwangsversteigerung ist, das Sie wenn Sie den Miteigentumsanteil selbst ersteigern die Wohnung im Anschluss freihändig veräußern können und gegenüber einer Teilungsversteigerung einen höheren Wert erzielen.

Auf den Erlös aus dieser Versteigerung werden die Kosten gezahlt u.a. das Gutachten. Den Restbetrag erhalten Sie als Gläubigerin, wenn kein vorrangiger Gläubiger eingetragen ist. Der Erlös ist dann auf die Forderung gegen Ihren Mann anzurechnen.

Beantragen Sie eine Teilungsversteigerungen kommen beide Miteigentumsanteile zur Versteigerung. Sicherlich finden sich hier mehr Interessenten. Die Kosten für das Verfahren u.a. das Gutachten werden aus dem gesamten Erlös befriedigt, so dass Sie die Kosten im Ergebnis zur Hälfte mittragen.

Wenn Sie mit dem Verkauf der Wohnung Zeit haben, kann es sicherlich sinnvoll sein, die Zwangsversteigerung zu beantragen, um den Miteigentumsanteil zu erwerben. Das Risiko besteht darin, dass ein Dritter diesen Anteil ersteigert und Sie sich dann mit diesem auseinandersetzen müssen.

Dieses Risiko haben Sie bei einer Teilungsversteigerung nicht. Aber selbst bei diesem Verfahren können Sie die Wohnung im ganzen noch ersteigern und dann freihändig verkaufen, wenn sich keine Interessenten finden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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