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Zwangsversteigerung - gibt es hier bestehen bleibende Forderungen von Gläubigern?


20.11.2013 13:26 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung



Sehr geehrte Damen und Herren,

wir überlegen im Dezember bei einer Zwangsversteigerung eines Einfamilienhauses teilzunehmen. Ich weiß, dass das Mindestgebot auch die bestehenden Forderungen aus dem Grundbuch enthält.

Nach Vorlage des Grundbuches kann ich folgende Aussagen über Abteilung II und III treffen und gehe daher nicht davon aus, dass hier bestehende Verpflichtungen bestehen, die übernommen werden müssten:

Abteilung II:
Hier sind alle Eintragungen durchgestrichen, nur die Einleitung der Zwangsversteigerung an sich ist nicht durchgestrichen.

Abteilung III:
Hier steht an erster Stelle (auch vom Datum her der erste Eintrag) die offene Forderung einer Gläubigerbank, die auch das Zwangsversteigerungsverfahren eingeleitet hat. Als Notiz hierzu ist vermerkt, dass dies Vorrang vor Nr. 4 der Abteilung II hat. Diese Nr. 4 ist allerdings bereits gelöscht.
Nach diesem Gläubiger sind noch fünf weitere Gläubiger (Banken, Privatpersonen) mit weiteren Forderungen, die vom Datum her alle nach dem eben genannten Eintrag liegen, eingetragen.

Liege ich mit meiner Annahme (herausgefunden durch viel Internetrecherche) richtig, dass es hier keine bestehenden Forderungen vor dem Gläubiger, der das Zwangsversteigerungsverfahren eingeleitet hat, gibt, die im Mindestgebot genannt werden, sondern nur nachstehende Forderungen, die im Wege der Zwangsversteigerung verfallen werden.

Vielen Dank vorab.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Nach Ihren Schilderungen ist davon auszugehen, dass nach dem Zuschlag im Zwangsversteigerungsverfahren keine Rechte im Grundbuch bestehen bleiben. Dies folgt aus § 91 Abs. 1 ZVG. Bestehenbleibende Rechte können nach § 52 ZVG nur Rechte sein, die bei der Feststellung des geringsten Gebots berücksichtigt und nicht durch Zahlung zu decken sind, bestimmte Erbbauzinsen sowie bestimmte Grunddienstbarkeiten und beschränkte persönliche Dienstbarkeiten, sofern sie dem Recht, aus dem die Zwangsversteigerung betrieben wird, vorgehen. All dies scheint jedoch in Ihrem Falle nicht vorzuliegen.

In jedem Falle muss jedoch das Vollstreckungsgericht im Zwangsversteigerungstermin die Bieter auf bestehenbleibende Rechte hinweisen. Hier kann auch explizit von den Interessenten beim Rechtspfleger im Termin nachgefragt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gunnar Wessel, Rechtsanwalt
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