Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.170
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Zwangsversteigerung - früherer Eigentümer noch wohnhaft


29.10.2007 19:57 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Elmar Dolscius



Hallo,

ich beabsichtige im Rahmen einer Zwangsversteigerung eine Immobilie zu kaufen.

Der bisherige Eigentümer wohnt mit seiner Familie in dem Haus.

Meine Fragen:
1. Muss ich nach dem Kauf eine Art "Kündigung" aussprechen?
2. Wie lange darf der bisherige Eigentümer noch in dem Haus bleiben? Er bewohnt das Haus seit 20 Jahren.(Ich möchte ihn natürlich so schnell wie möglich raus haben).
3. Könnte es ein Problem für mich sein den Ex-Eigentümer raus zu bekommen wenn er zwei Kinder (7 und 9 Jahre) hat?
4. Muss ich sonst noch etwas wichtiges in diesem Zusammenhang wissen?

Vielen Dank vorab.
Sehr geehrte Ratsuchende,

gerne beantworte ich Ihre Frage summarisch auf der Basis der mitgeteilten Informationen. Ich weise darauf hin, dass die Frage nur auf dieser Basis beantwortet werden kann. Weitere, nicht mitgeteilte Informationen können eventuell zu einer anderen Antwort führen.

1. Was Sie aussprechen müssen, ist keine "Art" Kündigung. Sie müssen lediglich die Eigentümer auffordern, die Immobilie zu verlassen. Nach der Zwangsversteigerung haben die alten Eigentümer kein Recht mehr zum Besitz und müssen das Haus verlassen.

2. Er muss das Haus grundsätzlich sofort verlassen, da er, wie gesagt, kein Recht zum Besitz mehr hat. Dennoch sollten Sie ihm eine angemessene Frist einräumen. Diese kann je nach den Umständen 1-4 Wochen betragen. Aber wie gesagt, grundsätzlich muss der Eigentümer das Haus sofort verlassen.

3. Dieser Umstand ändert für Sie nichts.

4. Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden. Sofern der Eigentümer keine Schwierigkeiten macht, brauchen Sie nichts weiter zu beachten. Sofern der Eigentümer sich aber aus bsw. sozialen Gründen wehren möchte, sollten Sie schon im Vorfeld die Räumungsaufforderung durch einen Kollegen vor Ort aussprechen lassen, um späteren Problemen vorzubeugen. Auch kann es sein, dass bestimmte Personen im Haus einen Mietvertrag vorweisen können (z.B. die Ehefrau). Für diesen Fall müssten Sie eine Kündigung aussprechen und hätten hierfür nur eine sehr kurze Frist.

In jedem Fall empfiehlt es sich, noch vor der Versteigerung einen Anwalt aufzusuchen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.
Gerne können Sie sich zu diesem Zweck auch an unsere Kanzlei wenden.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort eine erste rechtliche Orientierung geben und wünsche Ihnen viel Erfolg in der Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Dolscius
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 04.12.2007 | 19:53

Sehr geehrter Herr Dolscius,

vielen Dank für Ihre Antwort.

Ich habe tatsächlich die Immobilie ersteigert. Der Schuldner wurde aufgefordert die Immobilie zu räumen. Wir haben eine Frist von 4 Wochen gesetzt. Die Zwangsräumung wurde beantragt. Termin ist der 13.12.07.
Jetzt stellt der Rechtsanwalt des Schuldners einen Antrag gem. §765 a ZPO.

Es wird ein Räumungsschutzantrag mit der Bitte eine Räumungsfrist bis 31.1.2008 zu gewähren beantragt. (Die Schuldner und die drei Kinder haben zum 1.2.08 eine Wohnung gefunden)

Begründung (Originaltext vom Rechtsanwalt):
Die Wohnung ist derzeit noch vom Nachlassgericht nicht freigegeben, eine kurzfristige Freigabe wurde aber angekündigt. Nach einer Renovierung dieser Wohnung kann es sein, dass diese sogar vor dem 01.02.08 zur Verfügung steht.

Den Schuldnern ist es praktisch unzumutbar, zum 13.12.07 zu räumen, d.h. sie wissen nicht wohin.

Für die Gläubiger hingegen ist es zumutbar, noch bis spätestens 31.1.08 zu warten.

Eine sofortige Vollstreckung wäre eine untragbare und krasse Unbilligkeit, die auch dem Kindeswohl entgegenlaufen würde.

Weiterer Vortrag bleibt notfalls vorbehalten.

Der Brief vom Amtsgericht wurde am 04.12.07 (abends) zugestellt. Bis zum 5.12.07 wird von mir eine Stellungnahme gefordert.

Was kann ich tun?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.12.2007 | 15:26

Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie dürften zwischenzeitlich eine Email mit entsprechenden Informationen erhalten haben.

Sofern Sie eine weitere Vertretung wünschen, können Sie sich gerne jederzeit an unsere Kanzlei wenden.

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Dolscius
Rechtsanwalt

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60124 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Meine Frage wurde verständlich und ausführlich beantwortet. Vielen herzlichen Dank! ...
FRAGESTELLER
4,6/5,0
Klar und unumwunden im Ganzen zu empfehlen ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antworten auf meine Fragen waren ausführlich und verständlich. ...
FRAGESTELLER