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Zwangsversteigerung / Zwangsvollstreckung Grundstück/Haus

20.07.2012 16:18 |
Preis: ***,00 € |

Zwangsvollstreckung, Zwangsversteigerung


Sehr geehrte Damen und Herren Rechtsanwälte,
es geht um folgenden Sachverhalt:
Auf Grund einer Betriebsprüfung wurden die bereits ergangenen steuerlichen Bescheide durch das Finanzamt wieder aufgehoben. Es ergingen daraufhin Schätzungsbescheide, die widerum von uns im einem Einspruch belegt und letzlich mit
einer Klage beim Finanzgericht Hannover ange- fechtet werden. Hinweisen möchten wir, dass das Finanzamt ihre geschätzte Forderung sofort in das Grundbuch eintragen lassen hat.
Gleichzeitig wurde aber auch mit dem Finanzamt vereinbart, die Buchhaltung und auch die dazu gehörenden Abschlüsse für die geprüften bzw. geschätzten Jahre neu zu erstellen. Die ersten Jahre liegen dem Finanzamt und auch dem Finanzgericht vor.Die für diese Vereinbarung getroffene Frist für alle abzugebenen Jahre wird
in jeden Fall von uns eingehalten.
Nun bekamen wir vom Amtsgericht den Bescheid,
dass die Zwangsvollstreckung auf diese Grundstück/Haus angeordnet ist. Es wurde uns auch mitgeteilt, dass wir Beschwerde einreichen können.Dieses werden wir in jedem Fall tun, fragen aber

1. muss für diese Beschwerde ein Anwalt
beauftragt werden
2. kann auch eine Vollstreckungsgegenklage in
diesem Verfahren sinnvoll sein, da dies nur
der Gipfel der Vollstreckungsunternehmungen
seitens des Finanzamtes ist.
3. gibt es grundsätzlich rechtliche aus-
schöpfbare Möglichkeiten

Es sieht gegenwertig so aus,- und dies ist auch die Meinung unseres Steuerberaters, dass das Finanzamt sich da völlig verrannt hat. Wer ersetzt uns die bis jetzt angelaufenden Kosten?
Was ist, wenn eine Zwangsversteigerung völlig
unbegründet ist und wir unser Haus hätten behalten können.
Für die Beantwortung unserer Fragen und auch für einen professonellen Tip bedanken wir uns.

Sehr geehrte Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Fragen. Bitte beachten Sie, dass die nachstehenden Ausführungen nur eine erste rechtliche Einschätzung auf der Grundlage Ihrer Angaben darstellen können.

Gegen den Beschluss des Vollstreckungsgerichts, welches die Zwangsversteigerung angeordnet hat, ist die sofortige Beschwerde als Rechtsmittel statthaft. Da das Beschwerdegericht das Landgericht ist, müssen Sie sich gemäß § 78 Abs. 1 ZPO durch einen Rechtsanwalt vertreten lassen.

Eine Vollstreckungsgegenklage gemäß § 767 ZPO (auch: Vollstreckungsabwehrklage) wäre indes hier nicht ein erfolgversprechender Rechtsbehelf. Denn nach § 767 Abs. 2 ZPO sind nur Einwendungen gegen den Anspruch zulässig, soweit Sie nach dem Schluss der letzten Tatsachenverhandlung entstanden sind. Da nach Ihren Angaben die Voraussetzungen für eine Zwangsvollstreckung von vornherein nicht vorlagen, weil sich das Finanzamt nach der Einschätzung Ihres Steuerbraters verrannt hat kann Ihnen die Vollstreckungsgegenklage nicht weiterhelfen.

Sie haben die Möglichkeit nach § 30a ZVG die einstweilige Einstellung der Zwangsversteigerung zu beantragen, um die Zwangsversteigerung wegen der gebotenen Eile zu verhindern. Der Antrag muss innerhalb von zwei Wochen ab Zustellung des Anordnungsbeschlusses gestellt werden. So können Sie im Falle der Einstellung der Zwangsversteigerung Ihr Haus behalten.

Die bereits angefallenen Kosten (Gerichtskosten und Anwaltsgebühren) bzw. die Kosten welche Ihnen durch eine weitere Rechtsverfolgung entstehen, werden Ihnen im Falle Ihres Obsiegens erstattet werden.

Ich hoffen ich konnte Ihnen mit dieser ersten Einschätzung weiterhelfen und würde mich über eine positive Bewertung freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dominik Bildt
Rechtsanwalt

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