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Zwangsversteigerung - Unterhalt


07.09.2006 09:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Sehr geehrte Damen und Herren, mein Partner lebt seit Mai 2005 von seiner Frau getrennt (Dez´02 geheiratet).
Nun geht es seit der Trennung darum, eine außergerichtliche Einigung bezüglich des gemeinsam gekauften Hauses zu finden. Zu dem Haus gibt es folgende Fakten:
- Grundschuld Bank 190.000 Euro (Wert des Hauses ca. 240.000 Euro)
- Grundschuld abbezahlte Wohnung der Frau 60.000 Euro (Wert ca. 80.000 Euro)
Die Zahlungen an die Bank wurden bereits im Oktober 2005 eingestellt.
Da keine Einigung in Sicht ist, und mein Partner nicht an allen Kosten hängen bleiben will, ist die Überlegung, ob er das Haus Zwangsversteigern lässt, und später selber mitbietet.
Hier meine Frage: Was unternimmt die Bank bei einer Zwangsversteigerung, werden zuerst die beiden Grundschulden herangezogen oder vorher noch Barvermögen bzw. welche Kosten kommen dabei noch auf ihn zu? Hat seine Frau überhaupt Recht Unterhalt nach 2,5 Jahren zu bekommen (Kinder sind keine da)?
Besten Dank im Voraus für Ihre Bemühungen.

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Sehr geehrte Fragestellerin, vielen Dank für Ihre Frage, die unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes wie folgt beantworten darf.

Grds. ist bei einem Grundstück, dass sich im Miteigentum befindet, eine sog. Teilungsversteigerung möglich, um die Miteigentümergemeinschaft aufzulösen.

Sofern die Frau Alleineigentümerin der ist, entfällt hier grds. eine Einlußnahme Ihres Partner im Rahmen des Verkaufs oder einer Versteigerung.

Zuerst werden bei der Vertseigerung, die versteigerungsbedingten Kosten und danach die Belastungen des Grundstücks getilgt. Der verbleibende Erlös wird an die jewiligen Eigentümer verteilt.

Bei einer Versteigerung ist allerdings zu erwarten, dass das Grundstück unter Wert verkauft wird und die Kosten und Belastungen nach Ihren o.g. Angaben nicht ausreichend durch den Kaufpreis getilgt werden können. Dies stellt aber eine hier nicht vorherzusagende Mutmaßung dar.

Die Kosten des Teilungsversteigerungsverfahrens berechnen sich nach der Kostenordnung und berage für das Grundstück etwa Euro 834,00. Zudem müssen Sie die Gutachterkosten vorab zahlen, die sich auf etwa Euro 2.500,00 belaufen können.

Ich hoffe, Ihre Fragen hinreichend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Tag.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

Nachfrage vom Fragesteller 07.09.2006 | 14:32

Die Wohnung seiner Ehefrau ist mit 60.000 Euro Grundschuld für das Haus hinterlegt, da die 190.000 Euro ja nicht ausreichend waren. Es ist zwar Ihre Wohnung steckt aber mit 60.000 Euro in der Hausfinanzierung mit drin. Sie müsste dann doch auch damit hafen, wenn bei einer Versteigerung z. b. eine Restsumme von 80.000 Euro übrig bleibt, oder?
Kann Sie nach 2,5 Jahren Ehe Unterhalt einfordern (außer Trennungsunterhalt), obwohl keine Kinder da sind?
Besten Dank im Voraus.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.09.2006 | 21:47

Sehr geehrter Fragesteller,

im Außenverhältnis haftet die Ehefrau mit der auf die Wohnung eingetragene Grundschuld. Im Innenverhältnis (also im Verhältnis zu Ihnen) würde u.U. ein Ausgleich nach den Miteigentumsanteilen notwendig werden.

Unterhalt für die Vergangenheit kann die Ehefrau grds. nicht fordern.

Für die Vergangenheit kann Unterhalt nur von dem Zeitpunkt an gefordert werden, zu welchem der Verpflichtete zum Zwecke der Geltendmachung des Unterhaltsanspruchs aufgefordert worden ist, über seine Einkünfte und sein Vermögen Auskunft zu erteilen, zu welchem der Verpflichtete in Verzug gekommen (§ 286 BGB) oder der Unterhaltsanspruch rechtshängig geworden ist (§ 261 ZPO).

Unterhaltsansprüche unterliegen weiterhin als wiederkehrende Leistungen der 3-jährigen Verjährungsfrist.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und stehe Ihnen bei Bedarf natürlich weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de

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